R ENDICONTI
del
S EMINARIO M ATEMATICO
della
U NIVERSITÀ DI P ADOVA
W ILLI S UDBROCK
Sylowfunktionen in endlichen Gruppen
Rendiconti del Seminario Matematico della Università di Padova, tome 36, n
o1 (1966), p. 158-184
<http://www.numdam.org/item?id=RSMUP_1966__36_1_158_0>
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di WILLI SUDBROCK
(Frankfurt
a.M.) *)
Einleitung
Nach P. Hall
[6] gibt
es injeder
endlichen auflösbarenGruppe
G zu
jeder Primzahlmenge
einen- Untergruppe H,
die Pro-dukt von
paarweise
vertauschbarenp-Sylowgruppen
von G für paus n
ist,
undjede n-Untergruppe
von G ist in einer zu H in Gkonjugierten Untergruppe
enthalten. Umeinige Verallgemeine-
rungen dieses Satzes zu
finden,
wird in dieser Arbeit die Klasse derp-Sylowgruppen
von G durch KlassenfG
vonUntergruppen
aus G
ersetzt,
die ähnlich wie die Klassen derSylowgruppen
inG
eingebettet
sind. Wirverlangen:
*) f G
ist einehomomorphismenvererbliche
Klasse von in Gkonjugierten Untergruppen,
so daß aus Ü Ef G
und U z V c Gfolgt,
daß U auch zufV gehört.
Die Elemente einer solchen Klasse
fG
von in Gkonjugierten Untergruppen
nennen wirf-Untergruppen
vonG ;
die Funktionf,
die einerGruppe
G aus dem Definitionsbereich vonf
die Klassef G zuordnet,
nennen wirSylowfunktion.
DieForderungen,
diewir an den Definitionsbereich einer
Sylowfunktion
stellen wer-den,
erhalten wir auf triviale Weise aus*); (vgl.
Definition1.1).
* Indirizzo dell’A.: Mathematisches Seminar der Universität Frank- furt (Main) 6 Frankfurt - Robert Mayer Strasse 6-8 (Germania).
Für endliche
Gruppen
erklären wir zu zweiSylowfunktionen f
und g ein
(nicht kommutatives)
Produktfg
durch dieRegel:
Die
Untergruppen
V derGruppe G,
die einef -Untergruppe
U von G als Normalteiler
enthalten,
so daßV/Uzu g(W;(J U I U) gehört,
bilden eine KlassefgG
vonUntergruppen.
Dann können wirzeigen,
daßfg auch *)
erfüllt. Weiter definieren wir ein kommutativesProdukt fog:
In einer endlichen auflösbarenGruppe
G erfüllt die Klasse(f
og)G
derUntergruppen,
die ausden Produkten einer
f-Untergruppe
und einer mit ihr ver-tauschbaren
g-Untergruppe besteht,
dieBedingung *).
Wirschließen
daraus,
daß sich die Vertauschbarkeit eineryr-Hallgruppe
mit einer
f-Untergruppe
auf alleUntergruppen vererbt,
welcheeine
f- Untergruppe
der ganzenGruppe
enthalten(vgl.
Satz 2.4und
Folgerung 2.5).
Dieser Satz wurde bereits in einer schwächeren Form von R. W. Carter in[2]
bewiesen.Ist in einer
Gruppe G
eineUntergruppe
U Produkt einerf-Untergruppe
und einern-Untergruppe
vonG,
so nennen wirU eine
n,- Untergruppe
von G. Wir werdenzeigen,
daß die ma-ximalen
n,-Untergruppen
einer endlichen auflösbarenGruppe
Geine Klasse von in G
konjugierten Untergruppen bilden,
dieaber im
allgemeinen
nicht mehrepimorphismenvererblich
ist(vgl.
Satz3.2).
Dawir f
= 1 setzenkönnen, folgen
aus diesemSatz leicht wieder die Hallschen Sätze.
Ist g
eineepimorphismenvererbliche
Klasse vonGruppen,
so nennen wir nach W. Gaschütz
(vgl. [4])
U eine5-Unter-
gruppe der
Gruppe G,
wennfolgende Bedingung
erfülltist;
+)
Ist U z V g G und ist N ein Normalteiler vonV,
so daß
V IN aus 5 ist,
so ist N U = V.Wir werden in Satz 1.10
zeigen,
daß die Funktionf,
die einerendlichen
Gruppe
G die Klasse der~-Untergruppen
von Gzuordnet,
eineSylowfunktion ist,
falls G auflösbar ist. Wir bezeichnenmit g*
die maximale Klasse derendlichen,
nichtnotwendig
auflösbarenGruppen G,
aufder f
definiert und eineSylowfunktion
ist(vgl.
Definition1.9).
Nach W. Gaschütz[4]
ist e
eineFormation, wenn ~ homomorphismenvererblich
istund wenn noch
gilt:
Sind M und N Normalteiler derGruppe
Gund ist und
G/N
aus~,
so ist auchGI(M
nN)
aus~.
Wir werden
beweisen,
daßmit g auch g *
eine Formation ist unddaß g*
genau dann die Klasse aller endlichen auflösbarenGruppen enthält, wenn 3-
im Sinne von W. Gaschützgesättigt
ist
(vgl.
Satz4.5).
Eine
Untersuchung
der Produkte vonSylowfunktionen ergibt
weitere
Konstruktionsmöglichkeiten
für Formationen:Ist ~
eineFormation und g eine
Sylowfunktion,
so werden durch dieendlichen auflösbaren
Gruppen,
in denen eine~-Untergruppe
mit einer
n-Hallgruppe
vertauschbarist,
und durch die endli- chenGruppen,
in denen eine~-Untergruppe
von einerg-Unter-
gruppe normalisiert
wird,
Formationen erklärt(vgl. Folgerung
4.8 und Satz
4.10).
EineFolgerung
des letzten Satzes wurde bereits von R. W. Carter bewiesen[2]:
Die auflösbarenGruppen,
in denen ein
Systemnormalisator normalisatorgleich ist,
bildeneine Formation.
Für zahlreiche
Anregungen
zu dieser Arbeit bin ich Prof.Baer
(Frankfurt),
Dr. Fischer(Frankfurt)
und Dr. Stonehewer(Newcastle)
zu besonderem Dankverpflichtet.
Bezeichnungen
Ordnung
einerGruppe
G.[G : U]
Index derUntergruppe
Ü von G.9lQ(U)
Normali.sator derUntergruppe
U in G.@e(!7)
Zentralisator derUntergruppe
IT in G.Z ( G )
Zentrum von G.Die
Untergruppe
U ist in G enthalten.G Die
Untergruppe
tT ist in G echt enthalten.9 e 3K g ist ein Element der
Menge
W1.9t 9x Die
Menge W
ist in derMenge lDt
enthalten...’} Erzeugnis
der Elemente gl , ... in G.[.X~; ...] Menge
der Elemente X mit ....n-Gruppe Gruppe,
in derenOrdnung
nur Primteileraus der
Primzahlmenge aufgehen.
n-Hallgruppe n-Untergruppe,
derenOrdnung
und Indexteilerfremd sind.
Cartergruppe Nilpotente normalisatorgleiche Untergruppe.
Alle betrachteten
Gruppen
sind endlich.1.
Sylowfunktionen
DEFINITION 1.1: Eine
Funktion f
und die Klasse Z endlicherGruppen
bilden eineSylowfunktion (f, :t)),
wennfolgende
Be-dingungen
erfüllt sind:a) f
ist auf £eindeutig definiert,
und fürjedes
G 8 ~ist
fG
eine Klassekonjugierter Untergruppen
von G.b) Liegt
G in:I), gehört
II zuf G,
ist U z sogehört
auch V zu %
und f V
=c)
Ist a einEpimorphismus
derGruppe 6
aus1,
so ist G,7aus
~
und es ist(fG)°
Ist G aus
~,
so nennen wir die Elemente vonf G
auch’~- Untergruppen
von G.Bemerkung: Wegen a) gilt
inc)
sogar dieGleichheit,
d. h.es ist =
Wenn keine Mißverständnisse
möglich sind,
werden wir bei einerSylowfunktion
den Definitionsbereich nichtangeben,
alsof
statt(f, ~ )
schreiben.Hilf ssatz 1.2:
8ei %,
¢(i 8 k))
eineMenge
von Klassen vonGruppen,
sodaß (f, i)
eineSylowfunktion
ist. Dann sind a2cchn z i)
und(f, Sylowfunktionen.
iee ~03B2~
Beweis: Ist G aus i bwz. so sind wegen den
iez ise
Bedingungen b )
undc)
auch alleUntergruppen
vonG,
die einef-Untergruppe
von Genthalten,
und alleepimorphen
Bildervon G in i bzw. = enthalten. Daher erfüllen 2E~
und
U
Z, zusammenmit
dieBedingungen
von Definition 1.1.Hilfssatz 1.3: Ist
(f, )
eineS yZo2vficnktion
und bezeichnet man/
für
G au8 ? mitnfG
die Klasse der Normalisatoren derf-
Unter-grup pen von G in
G,
so ist auch eineSylowfunktion.
Beweis: Aus der
Konjugiertheit
der-Untergruppen folgt
zunächst die
Konjugiertheit
der Normalisatoren derf-Untergrup-
pen. Die
Voraussetzung b)
von Definition 1.1 ist fürnf
trivia-lerweise erfüllt.
Natürlich
gilt
für ein U ausf G
und einen Normalteiler N derGruppe
G:Sei x 8
Wegen Bedingung b)
ist U in enthalten.Aus
c) folgt dann,
daß x-1 Ux inf (UN)
enthalten ist.Wegen a) gibt
es also ein w aus N mit z-i Uz = w-1 Uw. Insbesondereliegt
wx-1 in
9le( U).
Esgilt
also:Die
Bedingung c)
von Definition 1.1 ist also erfüllt.Hilissatz 1.4: Sei
(f, 1)
eineSylowfunktion,
und seiDann
gilt:
1)
Ist N ein Normalteiler von G und soist
fH ~G.
2)
Enthält dieUntergruppe
V dief - Tlntergruppe
0 von Gund ist M ein Normalteiler von
V,
soY /.1lT ist,
80 ist cm = V.
3)
Ist N ein abelscher minimaler Normalteiler vonG,
sodaß
=GIN
undf(G) #
Gist,
so ist einef- Untergruppe
von G
Komplement
von N in G.Beweis: Ist 0 e
f G,
sofolgt
aus denBedingungen
von De-finition
1.1,
daßCN /N
zuHIN
inG /N konjugiert
ist. Aus derBedingung b)
von Definition 1.1folgt
dann dieBehauptung 1).
Die
Behauptung 2) folgt
aus denBedingungen b)
undc)
von Definition 1.1.Aus
c)
und derVoraussetzung,
daß N ein abelscher minima- ler Normalteilers von Gist, folgt 3).
Hilfssatz 1.5: Ist die
Untergruppe
N derauflö8baren Gruppe
Gder
einzige
minimale Normalteiler vonG,
so sind alleKomple-
mente von N in G
konjugiert.
Beweis: Da N der
einzige
abelsche minimale Normalteiler von Gist,
sind dieKomplemente
von N maximaleUntergruppen
von
G,
deren Durchschnitt 1 ist. Nach einem Satz von O. Ore[8]
sind sie daher in G
konjugiert.
Bemerkung:
W . Gaschütz hat in[4]
denBegriff
derj5--T-Tnter-
gruppe
eingeführt
und die Hilfsätze 1.7 und 1.8 bewiesen.Da wir den
Begriff
der-Untergruppe
in 1.6erweitern
Bwiederholen wir die Beweise von 1.7 und 1.8.
Definition
1.6:Sei !3-
eine Klasse vonGruppen,
die alleepi- morphen
Bilder ihrer Elemente enthält. DieUntergruppe
C derGruppe G
ist eineg-Untergruppe
derGruppe G,
wenn Caus
ist und wenn
gilt:
-~- )
Ist Y eineUntergruppe
von G und N ein Normalteilervon
V,
so daß 0 c undVIN aus j5- ist,
so ist NC = V.Hilfssatz 1.7:
Sei j5-
eineepimorphismenvererbliche .glasse
vonGruppen,
C sei eine derGruppe
G. Danngilt:
1)
C ist- Untergruppe
vonjeder Untergruppe
U mit2)
Ist N ein -Yormalteiler vonG,
so ist.NC%N
einetergruppe von
3)
0 ist eine enthalteneUntergruppe
von G.Beweis:
1) folgt
sofort aus Definition 1.6.Da ~
alleepimorphen
Bilder ihrer Elementeenthält,
istaus
S.
Um+)
zubeweisen,
seiNOIN z
seiHIN
nor-mal in Nach Definition 1.6
ist =
TT,
also(NC/N) - Y/N.
Esfolgt 2).
Die
Behauptung 3) folgt
aus derBedingung +)
von Defi-nition
1.6,
wenn wir dort N = 1 setzen.Hilfssatz 1.8: Ist N ein Normalteiler der
Gruppe G,
einej5,-Untergruppe
von und V eineg-Untergruppe
vonH,
soist C auch
ij- Untergruppe
von G.Beweis: Sei G eine
Gruppe
minimalerOrdnung,
für die dieBehauptung
des Hilfssatzes falsch ist. Danngibt
es eine C ent-haltende
Untergruppe
V von G und einen Normalteiler ~ vonV,
so daß
ij,
aber V ist. Da C eine~-Untergruppe
von H
ist2
ist wegen Hilfssatz 1.72)
nun NC = g. Esfolgt:
Wegen
Hilfssatz 1.71)
ist C einej5-Untergruppe
von g n V.Ist so
folgt
aus*)
und derMimmalität
vonG,
9 daß C eine~-Untergruppe
von V ist. Da wir dies wegen der Minimali- tät von ausschließenkönnen,
ist V = G. Daher ist auchaus
~,
und esgilt:
Da C eine
iY- Untergruppe
von .gist,
ist daherH)C
=und MO 2MH = G. Also deckt C die
Faktorgruppe
Definition
1.9:Sei g
eineepimorphismenvererbliche
Klassevon
Gruppen.
Dannsei g*
die maximale Klasse derGruppen G,
welche die
folgenden Bedingungen
erfüllt:a)
Ist G aus so enthält G eine-Untergruppe;
b)
DieFunktion f,
die einerGruppe aus
die Klasseder
iY- Untergruppen
von Gzuordnet,
ist eineSylowfunktion.
Bemerkung :
DieGruppe,
die nur ein Elementbesitzt’,
hatstets eine
iY-Untergruppe.
Daherfolgt
die Existenz von*
aus Hilfssatz 1.2.
Satz 1.10: eine
epimorphismenvererbliche
Klasse vonGruppen,.
Dann atleauflösbaren Gruppen,
die eineUntergruppe
besitzen.Beweis: Hilfssatz 1.7
besagt gerade,
daß die~-Untergruppen
die
Bedingungen b)
undc)
von Definition 1.1 erfüllen.Sei also G eine auflösbare
Gruppe minimaler Ordnung,
iif deres zwei
~-Untergruppen
C und Dgibt,
die nicht in Gkonjugiert
sind. Da die
~-Untergruppen
dieBedingungen b)
undc)
von Definition 1.1erfüllen, folgt
aus der Minimalität von(~’,
daßfür alle minimalen Normalteiler N von G ist. Da G wegen Hilfs- satz 1.7
3)
von C und D verschiedenist,
enthält G genau einen minimalen Normalteiler N. Da N ein abelscher minimaler Normalteiler von Gist,
sind sowohl C als auch DKomplemente
von N in G. Aus Hilfssatz 1.5
folgt
nun, daß C und D in Gkonjugiert
sind. Dadies
vorherausgeschlossen wurde, liegt
(~in g*.
Dies war zu beweisen.Bemerkung :
Ist(f, 1)
eineSylowfunktion,
so bilden dieGrup-
pen G aus
1),
für diefG
= Gist,
eineepimorphismenvererbliche Klasse !i5-
vonGruppen.
Nach Hilfssatz 1.42)
sind dief-Unter-
gruppen einer
Gruppe X s
auchg-Untergruppen.
Enthält T)nur auflösbare
Gruppen
so können wir wegen Satz 1.10dann f
auf
~*
fortsetzen und~*
als maximalen Definitionsbereichvon f
ansehen.Hilfssatz 1.11: Sei
(f,
eineSylowfunktion.,
und diebare
Gruppe
Gliege
in Besitzt G einef-Untergruppe,
die Kom-plement
eines minimalen Normalteilers N von Gist,
so sind dieKomplemente
von Ngerade
die Elemente ausfG.
Beweis: S ei G eine
Gruppe
minimalerOrdnung,
für die dieBehauptung
des Satzes nichtgilt;
sei und dasKomple-
ment D von N sei nicht zu C in G
konjugiert. Aus
der Minima-lität von G und aus Hifssatz 1.5
folgt dann,
daß G einen vonN verschiedenen minimalen Normalteiler L besitzt. Da C eine maximale
Untergruppe
von G ist und da LN abelschist,
istLN f1 C ein von 1 und N verschiedener Normalteiler von G:
Wir können daher
annehmen,
daßist,
und wir setzennun M
Ist L =
M,
so schließen wir aus der Minimalität vonG,
daßin die
f-Untergruppe C/L
zuD/L konjugiert
ist. Da diesunmöglich ist,
sind L und M minimale Normalteiler vonG,
so daß C ein
Komplement
von Mund D einKomplement
von Lin G ist. Daher besitzen die
Untergruppen L,
M und N dieselbeOrdnung,
und sie sind direkte Faktoren des Normalteilers LNvon G. Da G das Produkt der
Untergruppen
C und Dist,
istC f1 D
Komplement
von L bzw. M in C bzw. D.Da sowohl C als auch D
Komplement
von N in Gist, gibt
eskanonische
Isomorphismen
e bzw. er von C bzw. D aufFolg-
lich ist ein
Isomorphismus
von C auf D.Jedes Element aus C bzw. D kann
eindeutig dargestellt
werdenals Produkt eines Elements aus C n D und eines Elementes
aus .~ bzw. M. Sei c E C f1 D und k e L. Da LN direktes Produkt
von X und N
ist,
werden durch keindeutig
Elemente n e N und m e Mbestimmt,
so daß k = mn ist. Durchpo-i
wird cauf c und k auf m
abgebildet;
daher wird durchea-1
die Unter-gruppe C n D elementweise
festgelassen
und einIsomorphismus
r von L auf ~1 induziert.
Jedes
Element g aus G
läßt sicheindeutig
darstellen als Pro- dukt von Elementen und n e N. Wir definieren eineAbbildung ~8
von G in sich durch dieGleichung:
Sind
d, h und m beliebige
andere Elemente aus 0 nD,
Lbzw.
N,
sogilt:
Wir schließen
daraus,
daß03B2
einEndomorphismus
von Gist,
der C auf eine
Untergruppe
von D abbildet. Da z ein Isomor-phismus
von L auf Mist,
ist03B2
einAutomorphismus
vonG,
der 0auf D abbildet.
Wegen
derBedingung e)
von Definition 1.1 ist daher C zu D in Gkonjugiert.
Esfolgt
dieBehauptung
desHilfssatzes. ,
Hilfssatz 1.12: Sei
(f,
eineSylowfunktion,
und sei G acus D.Ist G
auflösbar
und N ein Normalteiler vonG,
der einvon
’~G
alsKomplement hat,
so sind alleKomplemente
von Nin G
konjugiert.
Beweis: Sei G ein
Gegenbeispiel
minimalerOrdnung;
sei Dein
Komplement
vonN,
das nicht zu einerf-Untergruppe
C vonG
konjugiert ist,
und M sei ein in N enthaltener minimaler Normalteiler von G. Da undKomplemente
vonin
G /M
sind und da einef-Untergruppe
vonist,
schließen wir aus der Minimalität vonG,
daßCM/M
zuDM/M
in
konjugiert
ist. O.B.d.A., ist daher CM = DM.Wegen
der
Bedingung b)
von Definition 1.1. und der Minimalität von G ist dann CM == D3I =G,
und C und D sind daherKomplemente
des minimalen Normalteilers M von G. Aus Hilfssatz 1.11
folgt
nun
entgegen
unsererAnnahme,
daß D zu C in Gkonjugiert
ist. Damit ist Hilfssatz 1.12 bewiesen.
BEISPIELE: In
[6]
hat P. Hallgezeigt,
daß injeder
endlichenauflösbaren
Gruppe
für allePrimzahlmengen n
die maximalenn- Untergruppen n-Hallgruppen
sind und daß allen-Hallgruppen konjugiert
sind. Bezeichnet man mit die Klasse der n-Hall- gruppen einerGruppe G,
so ist1)n
eineSylowfunktion,
die aufallen auflösbaren
Gruppen
definiertist,
und dien-Hallgruppen
sind die
1)n;-Untergruppen
von G.Bezeichnet man mit die Klasse der Normalisatoren der
a-Hallgruppen
einer aufiösbarenGruppe G,
so ist nach Hilfs-satz 1.3 auch
n4.,
eineSylowfunktion.
Eine weite Klasse vont-Untergruppen
bilden dieCartergruppen
einer auflösbarenGruppe (vgl. [3]).
In einer auflösbaren
Gruppe
bezeichnet man einSystem
vonHallgruppen,
das zujeder
Primzahl p, dieo(G) teilt,
genau einp-Komplement
und alle Durchschnitte von diesenp-Komple-
menten
enthält,
alsvollständiges Sylowsystem
von G. DenNormalisator eines
vollständigen Sylowsystems
nennt man nachP. Hall
[7] ]
einenSystemnormalisator
von G. DieSystemnorma-
lisatoren bilden nach P. Hall
[7]
eineepimorphismenvererbliche
Klasse von
konjugierten Untergruppen,
doch ist dieBedingung b)
von Definition 1.1 nichterfüllt,
d.h. ist derSystemnorma-
lisator D der
Gruppe
G in derUntergruppe
U von Genthalten,
so ist im
allgemeinen
D keinSystemnormalisator
von U.2. Vertauschbarkeit von
f -Untergruppen.
DEFINITION 2.1: Seien
(f, 3))
und(g, e) Sylowfunktionen;
seiDÖ die Klasse der
Gruppen
derennf-Untergruppen
in eliegen.
Dann ordne die Funktionfg
allenGruppen
G aus 3Ödie Produkte von
f-Untergruppen
U von G mitg-Untergruppen
Yvon zu.
Satz 2.2: Sind
(f, D )
und(g, e) Sylowfunktionen,
so ist auch(fg, ’Ze)
eineSylowfunktion.
Beweis: Sei G aus Te. Dann
gibt
esf-Untergruppen
U bzw.1~ von G und
g-Untergruppen
V bzw. S von bzw. sodaß UV = und .RS = aus
fgG
sind.Wegen
derKonju- giertheit
derf-Untergruppen
von Ggibt
es ein g sG,
so daßRQ = TI ist. Da dann So und V in
liegen~ gibt
es einh e
Wo( U),
so daß Suh = V ist.Folglich
ist =UV,
und dieBedingung a)
von Definition 1.1 ist fürf g gezeigt.
Enthält die
Untergruppe
W von G dieUntergruppe UV,
so ist
und Y ist wegen der
Bedingung b)
von Definition 1.1 eine g-Untergruppe
von Daherliegt
W in und ZIY ist einefg-Untergruppe
von W.Wendet man die
Bedingung b)
von Definition 1.1 zuerst auf dief-Untergruppen
C von W und dann auf dieg-Untergruppen
Dvon an, so
folgt,
daß diefg-Untergruppen
von Wgerade
die
fg- Untergruppen
von Gsind,
die in Wliegen.
Esfolgt
fürfg
dieBedingung b )
von Definition 1.1.Ist N ein Normalteiler von
G,
so ist nach Hilfssatz 1.3und daher ist eine
g-Untergruppe
vonFolglich
ist für alleEpimorphismen a
von (~ dann Ga 8 %Ö undEs
gilt
daherc)
von Definition 1.1.BEMERKUNG: Nach Satz 2.2 kann man für alle endlichen
Gruppen
Produkte von’f)f)-Sylowfunktionen
erklären. Man nennt diese nach 1~. BaerSylowturmfunktionen
und diedazugehörigen Untergruppen Sylowturmuntergruppen (vgl. [1] ).
DEFINITION 2.3: Seien
(f, Si)
und(g, Ö) Sylowfunktionen;
sei % o e die Klasse der auflösbaren
Gruppen
G aus D ne,
in dereine
f -Untergruppe
von G mitwenigstens
einerg-Untergruppe.
von G vertauschbar ist. Die
Funktion f o g
ordne allenGruppen
Gaus % 0 Q; die
Untergruppen
zu, die Produkt einerf-Untergruppe
und einer
g-Untergruppe
von G sind. Die Klasse der auflösba-ren
Gruppen G aus ’Z,
in denen einen-Hallgruppe
mit einerf-Untergruppe
vertauschbarist,
sei~~.
Satz 2.4: Sind
(f, D)
und(g, Ö) Sylowfitnktionen,
so ist auch(f o
g, ’Z oe)
eineSylowfunktion.
Mit G sind auch alleUntergrup-
pen von G in %
enthalten.,
die eineUntergruppe
und eineg-Untergruppe
von G enthalten.Beweis: Da
(f, D)
und(g, Ö)
dieBedingungen b)
undc)
vonDefinition 1.1
erfüllen, genügt
auch(f
o g, Z oe)
diesen Bedin- gungen. BeideBehauptungen
des Satzes sind daherbewiesen,
wenn wir die
folgende
Annahme zumWiderspruch
führen können:Es
gibt
eineGruppe
G aus £ und eineUntergruppe
vonG,
die von einer
f-Untergruppe
und einerg-Untergruppe
von Gerzeugt
wird und keine echteUntergruppe
mit dieserEigenschaft enthält,
so daß G von minimalerOrdnung bzgl.
derfolgenden Eigenschaft
ist: Esgibt
einef-Untergruppe
II und eine mit ihr vertauschbareg-Untergruppe
V vonG,
so daß S nicht zu UV in Gkonjugiert
ist.Da G auflösbar
ist,
besitzt G einen abelschen minimalen Nor- malteiler N. Daf und
g dieEigenschaften b)
undc)
von De-finition 1.1
besitzen,
ist in dief-Untergruppe
mitder
g- Untergruppe NY jN vertauschbar,
und enthälteine
f-Untergruppe
und eineg-Untergruppe
vonG /N. Wegen
derMinimalität von G
gilt
daher für ein x aus Gdie Ungle ichung :
Da die
Voraussetzungen
des Satzes wegen der Vorau ssetzunb )
von Definition 1.1 auch für SON erfülltsind, gilt
wegen der Minimalität von G dieGleichung
SteN =G,
also auch SN = G.Da N ein abelscher minimaler Normalteiler von G
ist,
ist dannentweder 8 n N = 1 oder S = G.
Falls S = G
ist, folgt
aus der Minimalität von~,
daß auchUV ’-- G ist. Dann ist aber
jede f -Untergruppe
von G mitjeder g-Untergruppe
von G vertauschbar und ihr Produkt ist G. Das ist wegen der Minimalität von Gunmöglich.
Esfolgt:
1 ) S
istKomplement jedes
minimalen Normalteilers Nvon G.
Für
geeignete
Elemente n und m aus Ngelten
dannUnglei- chungen
Folglich
enthält S n einef-Untergruppe
und eineg-Un- tergruppe
von G.Wegen
der Minimalität von S ist daher G.Da N ein abelscher minimaler Normalteiler von G und c G
ist, folgt
aus1 ) :
2)
II V ist einKomplement
von N in G.Gäbe es einen weiteren minimalen Normalteiler ~ von
G,
so wäre n S ein echter Normalteiler von
G,
da abelschist. Da dies
1) widerspricht,
ist N dereinzige
minimale Normal- teiler von G. Aus Hilfssatz 1.5folgt
nunentgegen
unseren Vo-raussetzungen
über S undG,
daß S und UV in Gkonjugiert
sind. Damit ist Satz 2.4 bewiesen.
BEMERKUNG: In Satz 2.4 ist die
Voraussetzung
über die Auf- lösbarkeit von G unentbehrlich. So sind in der einfachenGruppe
der
Ordnung
168 nicht alle[2,3~ -Hallgruppen, die ja
Produkteiner
2-Sylowgruppe
und einer3-Sylowgruppe sind, konjugiert.
Folgerung
2.5: Sei(f, S)
eineSylowfunktion,
und gei G ausIst die
n-Hallgruppe
H von G mit derf- Untergruppe
C von Gvertau8ohbar,
sogibt
es injeder Untergruppe
tI vonG,
dieC
enthätt,
eine mit C vertauschbaren-Hallgruppe
.R und ein Ele-ment g aus daß
ist.Beweis: Seien G und U
Gruppen
minimalerOrdung,
für diedie
Behauptung
derFolgerung
falsch ist. Da G auflösbarist,
.I
besitzt G einen minimalen Normalteiler N von
Primzahlpotenz- ordnung.
In ist dien-Hallgruppe
mit derf-Unter-
gruppe
CN/N vertauschbar,
und es istCN/N
in enthalten.Wegen
der Minimalität von Ggibt
es eine mitCN fN
vertausch-bare
n-Hallgruppe S/N
von so daß SC g fürein g aus %e(CN)
ist. Aus Hilfssatz 1.3folgt,
daß%e(CN) =
= ist. Wir können daher
annehmen, daß g
8Wo( 0)
und = HCN ist.
Folglich
ist ~’C n g einen-Hallgruppe
von SC. ist und da S eine
n-Hallgruppe
von UN ent-hält,
ist also SC n .Z einen-HaUgruppe
vonUN,
die mit C vertauschbar ist.Sei ÜN c G. Ist R einen
n-Hallgruppe
vontI,
sogibt
eswegen der Minimalität von G
ein g e 9lNu( 0),
so daßist. Da dies der Minimalität von G
widerspricht,
ist TIN = G.Ist N eine
n-Gruppe,
so ist( U
das Produkt einer gruppe R von tI mitC,
und es ist RO 5ii HC. Dies ist wegen der Minimalität von Gunmöglich.
Ist N eine so enthält ZI eine
n-Hallgruppe
von G.Nach Satz 2.4 enthält dann II eine mit C vertauschbare n-Hall-
gruppe R
vonG,
so daß RO und HC in Gkonjugiert
sind. Ausa)
und
b )
von Definition 1.1folgt,
daß fürein g
8 die Glei-chung
RC = H9Cgilt.
Da dies der Minimalität von G wider-spricht,
istFolgerung
2.5 bewiesen.BEMERKUNG:
Folgerung
2.5 kann noch verschärft werden(vgl.
Satz3.2).
BEISPIEL 2.6: Sei
Q
eineQuaternionengruppe
derOrdnung 8, gegeben
durch die Relationen:Sei P =
{e}
einezyklische Gruppe
derOrdnung 7,
und dsei ein
Automorphismus
von P mit d-1 ed = e2.Wir bilden das
Kranzprodukt
K =Q 1
P. DieUntergrup-
pen
Qi
i von H =Q4
XQ,
X ... XQ6 mögen
dem Element ei von‘ P entsprechen,
d.h. esgelte
= Wir erweitern d zueinem
Automorphismus
von g durch dieGleichungen:
falls d-leid = ei ist. ,
Wir bilden in
Holomorph
von dieGruppe
G ={K, d}.
DieUntergruppe ~aö, d~
von G ist eineCartergruppe
von G. Bezeich-nen wir mit cX die Klasse der
Cartergruppen
einerGruppe X,
so
liegt
G nicht im Definitionsbereich von c o~77
da in ihr keine7-Sylowgruppe
mit derCartergruppe (ag, d~
vertauschbar ist.3. Eine
Verallgemeinerung
der Hallschen SätzeDEFINITION 3.1: Ist
(f, S)
eineSylowfunktion
undliegt
dieGruppe
G in so ist eineUntergruppe
von Geine n,-Unter-
gruppe von
G,
wenn sie Produkt einerf- Untergruppe
und eineryr-Untergruppe
von G ist.Satz 3.2: Ist
(f, ~ )
eineSylowfunktion
und ist G eineauflös-
bare
Gruppe
aus’Z,
so sind alle maximalen%f- Untergruppen
von G in G
konjugiert.
Beweis: Die
Gruppe
G sei einGegenbeispiel
minimaler Or- (dnung;
dieUntergruppen
R und S von G seien maximale Jt-Gruppen,
die mit derf-Untergruppe
C von G vertauschbarsind,
so daß die
-Untergruppen
RO und SC nicht in Gkonjugiert
sind.Die
Untergruppen
RC und SC sind auchmaximale x,-Unter-
gruppen von
(RC,
da sie es in G sind. Aus der Minimalität von Gfolgt:
Sei N ein minimaler Normalteiler von G. Dann sind
RCN/N
und
n,-Untergruppen
vonWegen
der Minimalitätvon G
gibt
es einen-«LTntergruppe
Z7 und einElement g
vonG,
so daß
UNIN
eine maximale mitCN fN
vertauschbare x-Unter- gruppe vonG/N
ist und so daß dieUngleichungen
RCN z UONund
gelten.
Ist c
Q~,
so sind wegen der Minimalität von G die Unter- gruppen RO und inkonjugiert.
Da dies nach Voraus-setzung unmöglich ist, gilt
also:Ist N eine
n-Gruppe,
so ist G das Produkt einern-Hallgruppe
und einer
f-Untergruppe
von G.Folglich
ist R C = S C = G. Dadas der Minimalität von G
widerspricht, gilt
also:Aus
(3) folgt
dieGleichung
Daher ist C ri N ein Normalteiler von
(R C,
= G. Auswürde
folgen,
daß G das Produkt einern-Hallgruppe
und einerf- Untergruppe
von G ist. Dies istunmöglich.
Da N ein abelscherminimaler Normalteiler von G
ist, gilt
daher:für
jeden
minimalen Normalteiler N von C~. ’Sei M ein n-Normalteüer von
(G,
der N echt enthält. Aus(2) } folgt
dann:Wegen (1)
ist dann M n C ein Normalteiler von C. Das ist wegen(4) unmöglich. Also folgt
mit(3):
(5)
G enthält genau einen x’-NormalteilerN,
und N ist
einziger
minimaler Normalteiler von G.Ist also ein minimaler Normalteiler von so besitzt N ein
n’-Komplement
V in L. Aus derKonjugiertheit
dergruppen von L in L
folgt
nach demFrattinischluß,
daß == G ist. Da N ein abelscher minimaler Normalteiler von G
ist,
ist
~a( Y)
einKomplement
von N in G. Daist, liegt
in ~.Sei D eine
f -Untergruppe
von~~( Y) ;
dann istDN IN
einef- Untergruppe
von91a(V)N IN
=,GfN. Wegen
Hilfssatz 1.4(1)
istdann eine
f-Untergruppe
.E von DN einef-Untergruppe
von G.Aus
(4)
und derKonjugiertheit
derf-Untergruppen folgt:
Aus Hilssatz 1.12
folgt
nun, daß D und E in DNkonjugiert
sind.Also ist D wegen der
Bedingungw)
von Definition 1.1 einef-Untergruppe
vonG,
und ist das Produkt einer n-Hall- gruppe und einerf-Untergruppe
von G. AusFolgerung
2.5folgt
nun, daß R C und SC in
Untergruppen
von Gliegen,
die zuin G
konjugiert
sind. Da R C und SCmaximale nt-Untergruppen
von 6
sind,
sind sie also in G zukonjugiert.
Da dies derMinimalität von G
widerspricht,
ist Satz 3.2 bewiesen.BEMERKUNG: In
Beispiel
2.6 ist N =ai,
...,at)
ein Nor-malteiler von G. In ist
{dN) gleichzeitig
eineCartergruppe
und eine
3-Sylowgruppe.
Nach den Haflschen Sätzenliegt GIN
daher in
5)7,
und die maximalen7e-Untergruppen
vonG/N
habendaher eine durch 7 teilbare
Ordnung. Dagegen
ist dieOrdnung
der
7c-Untergruppen
von G nicht durch 7teilbar,
da die 7c-Unter- gruppen von G dieCartergruppen
von G sind. Die Klasse der maximalen7c-Untergruppen
von G ist also nichtepimorphismen-
vererblich. Wir bemerken
noch,
daß die Klasse der maximalen7rf-Untergruppen
dieEigenschaft b)
von Definition 1.1 und1)
von
Hilfssatz
1.4 hat. Das ist eineFolgerung
von Satz 3.2.BEMERKUNG: In einer endlichen auflösbaren
Gruppe
besitztjede
maximaleUntergruppe Primzahlpotenzindex.
Ist C ausfG
und ist n die Anzahl der
Primzahlen,
die[G : C] teilen,
so stellenwir
fest,
daß durch Satz 3.2 mindestens n - 1 von G undfG
verschiedene Klassen von
konjugierten Untergruppen
definiertwerden.
Folgerung
3.3: Sei(f, ’S)
eineSylotvfunktion,
und seien nund 2 Primzahlmengen.
Dann ist in und’Z"",
enthalten.
Beweis: Die auflösbare
Gruppe G
sei aus 1:>n n1:>(? Wegen
Satz3.2 und den
Voraussetzungen
über G enthält eine maximale(n
Uo)/-Untergruppe
W von G einen-Hallgruppe P,
einee-Hall-
gruppe .R und eine
f-Untergruppe
C von G. Daherliegt G
inUm den ersten Teil der
Folgerung
zubeweisen,
können wir wegenFolgerung
2.5annehmen,
daß P und R mit C vertausch- bar sind. Nach den Hallschen Sätzengibt
es eine mit P ver-tauschbare
2-Hallgruppe
8 von iaG =PRC;
esfolgt:
I
Da die
Hallgruppen P,
I~ und P8 mit C vertauschbarsind,
ist
die
Ordnung
einer n np-Hallgruppe
von C.Folglich
ist PC n RC das Produkt einer -t ne-Hallgruppe
von G mitC,
und daherliegt
C~ in~~~ ~.
BEMERKUNG : Trivialerweise wird durch
fG
= 1 für alleGrup-
pen eine Klasse von
f- Untergruppen
erklärt. Für endliche auflös- bareGruppen folgt
daher aus der Existenz derp-Sylowgruppen
für alle Primzahlen p und aus
Folgerung
3.3 die Existenz dern-Hallgruppen
für allePrimzahlmengen
~c, und aus Satz 3.2folgen
dann weitereEigenschaften
derHallgruppen.
Satz 3.2kann man daher als eine
Verallgemeinerung
der HallschenSätze betrachten.
,
4. Formationen und
f ·Untergruppen.
BEMERKUNG: Die in der
nachfolgenden
Definition vorkom- mendenBegriffe
hat W. Gaschütz bereits in[4] eingeführt.
DFFINITION 4.1: Eine
Formation
ist eine Klasse vonGrup-
pen, welche die
folgenden Bedingungen
erfüllt :enthält alle
epimorphen
Bilder von Elementen aus~.
b)
Sind ~ und N Normalteiler derGruppe G,
so daßund
aus e sind,
so ist auch f1N)
aus~.
Eine nur auflösbare
Gruppen
enthaltendeFormation
wirdgesättigt genannt,
wennfolgende Bedingung
erfüllt its:e)
Ist dieGruppe
G nichtaus !3-
und ist N ein minimaler Normalteiler vonG,
so daßG/N aus ~ ist,
so besitzt N ein Kom-plement
inG,
und alleKomplemente
von N sind in Gkonjugiert.
BEMERKUNG: yV. Qasehütz und U. Lubeseder haben in
[5]
dieÄquivalenz
derBedingungen 1)
und2)
desfolgenden
Satzesbewiesen. Wir
geben
einen einfachen Beweis.Satz 4.2: Die
folgenden Eigengehaften
der nurauflösbare Grup-
pen enthaltenden
Formation j5-
sindäquivatent : 1) S
istgesättigt.
2)
Ist M ein minimaler Normalteiler derauflösbaren Grup-
pe
G,
sodaß G
nicht ausg,
aberaus g ist,
so besitzt MeinKomplement
in G.3)
Injeder auflö8baren Gruppe
A existiert eine3-- Unter-
gruppe-
Beweis: Trivialerweise
folgt 2)
aus1).
Gilt
2),
so ist einKomplement
U von 3f wegenBedingung a)
von Definition 4.1 in der
Formation ~ enthalten,
ist. Da Mein abelscher minimaler Normalteiler von G
ist,
er-füllt U die
Bedingung (+)
von Definition1.6,
und U ist dahereine
!3--Untergruppe
von G. Nach Satz 1.10 sind alle~-Unter-
gruppen von G in G
konjugiert.
Da U einbeliebiges Komplement
von ~C in
ist, folgt 1).
Gilt
3),
so können wir Hilfsatz 1.42)
wegen Satz 1.10 an- wenden. Da ein minimaler Normalteiler einer auflösbarenGruppe
abelsch
ist,
ist eine~-Untergruppe
von GKomplement
von .~ in G.Es
folgt 2).
Satz 2.2 von
[4] besagt,
daß3)
aus1) folgt.
Hilfssatz 4.3: Sei e eine Klasse von
Gruppen,
die alleepimor- phen
Bilder ihrer Elemente enthält. Ist e keineFormation,
sogibt
es eineGruppe G,
die von minimalerOrdnung bzgl.
derfol- genden Eigenschaft
ist :1 )
G ist nicht aus ~.2)
Esgibt
verschiedene minimale Normalteiler Mund Nvon
G,
so daß undGIN
aus e sind.Beweis : Da e keine Formation
ist, gibt
es eineGruppe G,
dieminimal
bzgl.
derfolgenden Eigenschaft
ist: Esgibt
verschie-dene Normalteiler R und S von
G,
so daß undG /S,
abernicht G aus e ist. Da die Klasse Ö alle
epimorphen
Bilder ihrer Elementeenthält,
ist R n ~S = 1. Ist L ein in R(oder
inS)
ent-haltener minimaler Normalteiler von
G,
so istRL IL n
Aus der Mimin.alität von G
folgt
nun, daßG /L
aus e ist. Esgibt
also eineGruppe
G mit denEigenschaften 1)
und2) .
Hilfssatz 4.4: eine Formation und seien Mund N Normal- teiler der
Gruppe G,
sodaß GIM
undGIN
sind. Giltfür
die
g- Untergruppen
bzw.CIN
vonGIM
bzw.GIN
die Glei-chung
BN =CM,
so ist(B n N)
eine~- Untergruppe
von f1
N).
Beweis : Sei G eine
Gruppe
minimalerOrdnung,
für die dieBehauptung
des Satzes nichtgilt.
Esfolgt:
Aus den
Gleichungen
BN = CM = BCfolgen
die Glei-chungen :
l2
Da
C/N
undB/M in !3- liegen, gilt
wegen(1)
und(3):
Da (~ wegen der Minimalität von (~ nicht
in g liegt,
könnenwir wegen
(4) annehmen,
daß ist .Da undBI(N n B) in g*
enthaltensind, folgt
dann aus der Minimalität von G:(5)
B besitzt eineg-Untergruppe
E.Nach Hilfssatz 1.4
(2)
ist =B /M;
daEN /N
zuC /N
in
konjugiert ist,
können wirannehmen,
daß E.N = C ist.Es
folgt:
Wegen (5), (4)
und Hilf ssatz 1.7(3)
ist dann E = B nC,
undnach Hilfssatz 1.8 ist
folglich
C eineg-Untergruppe
vonG,
da B n C eine
iY-Untergruppe
von B und eine3--Unter-
gruppe von ist. Da dies der Minimalität von G
widerspricht,
ist der Hilfssatz bewiesen.
Satz 4.~ :
auch g*
eine Formation.Beweis: Sei G eine
Gruppe
minimalerOrdnung
mit Normal- teilern so daßG/lVl
und aber nicht nN)
in~ * liegen.
Da wegenBedingung c )
von Definition 1.1nun g*
alle
epimorphen
Bilder ihrer Elementeenthält,
können wir wegen Hilfssatz 4.3annehmen,
daß minimale Normalteiler von G sind. Da auchist, gibt
esiY-Untergruppen AlM
bzw. von
G/lV1
bzw.G/N,
so daß AN = BM ist. Aus Hilfs-satz 4.4
folgt
daher:Sei D eine weitere
~-Untergruppe
von G. Da undGIN in ~ * liegen, gibt
es ElementegsG
und so daßund CmN = ist. Nach Hilfssatz 4.4 und Hilfssatz 1.7
(3)
ist
Es
gilt
daher:(2)
Alleg-Unterpuppen
von G sind in Gkonjugiert.
Sei V eine C
enthaltende,
echteUntergruppe
von G.Wegen
den
Bedingungen b)
undc)
von Definition 1.1liegen
dann auchn
V)
undV) in ~ *.
Aus der Minimalität von Gfolgt:
Sei @ _
[V;
Y - mit und L z~I] ,
undsei f
die
Funktion,
die einerGruppe X
aus @ die Klasse dert1-Unter-
gruppen von X zuordnet. Da G nicht
in g * liegt,
ist wegen Hilf s- satz 1.2 dann(f, e)
keineSylowfunktion. Wegen (2)
und(3)
muß also
(f, e)
dieBedingung c)
von Definition 1.1 verletzen.Da nach Hilfssatz 1.7
(2)
für einenEpimorphismus a
von Gnun Ga eine
t1- Untergruppe
von Gaist, gibt
es wegen(3)
einennicht trivialen Normalteiler g von G und eine
t1-Untergruppe
von so daß nicht zu in
GIK konjugiert
ist. Da und
aus g* sind, folgt
aus der Minimalitätvon
G,
daßist. Da M und N minimale Normalteiler von G
sind,
ist also:Da zu in
konjugiert ist,
enthältyYM wegen
(2)
eine~-Untergruppe
von G. Nach Hilf ssatz 1.7(3)
ist und wegen
(4)
ist WM =IPN;
daher ist wegen der Minimalität von G mit undW / (N
nW )
auch in~ *.
DaTF/-K
eine~-Untergruppe
vonist,
enthält daher nach Hilfssatz 1.8 auch W eine-Untergruppe R
vonG,
so daß~P = .R.K ist.
Wegen (2)
ist daher zuCKJK
in03B2/X konju- giert.
Da dies vorherausgeschlossen wurde,
ist Satz 4.5 be- wiesen.BEMERKUNG :
Ist ~
die Klasse dern-Gruppen,
soenthält ~ *
nach den Hallschen Sätzen alle auflösbaren