A NNALI DELLA
S CUOLA N ORMALE S UPERIORE DI P ISA Classe di Scienze
L ÁSZLÓ F EJES
Über einige Extremaleigenschaften der regulären Polyeder und des gleichseitigen Dreiecksgitters
Annali della Scuola Normale Superiore di Pisa, Classe di Scienze 2
esérie, tome 13, n
o1-4 (1948), p. 51-58
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DER REGULÄREN POLYEDER
UND DES GLEICHSEITIGEN DREIECKSGITTERS
von
LÁSZLÓ
FEJES(Kolozsvár).
1. - Betrachten wir auf einer
Kugelfläche dasjenige Punktsystem aus n
Punkten,
in demjeder
Punktmöglichst
weit von den anderen absteht. Es lässt sichzeigen (’),
dass fürn=4,
6 und 12 die kleinste konvexe Hülle diesesSystems
dasreguläre Tetraeder,
Oktaeder bzw. Ikosaeder ist(2).
Für grosseWerte von n ist die
obige Extremalaufgabe
mit dem Problem der dichtestenebenen
Kreislagerung gleichwertig.
Wie bekanntgehören
dieKreismittelpunkte
der dichtesten ebenen
Kreislagerung
einemgleichseitigen Dreiecksgitter
an,Unsere
Extremalaufgabe
führt daher ausser denregulären Dreieckspolyedern
zum
gleichseitigen Dreiecksgitter.
Bequemerer Sprachweise
halber bezeichnen wir das-gleichseitige
Dreiecks-gitter
als dasuneigentliche reguläre Dreieckspolyeder.
Um diesenBegriff
derAnschauung
näher zubringen
betrachten wir einPolyeder
mit grosser Eckenzahl das einer grossenKugel
einbeschrieben ist und deren Flächenangenähert gleichseitige
Dreiecke sind. Dasuneigentliche reguläre Dreieckspolyeder
lässtsich als Grenzfall eines
derartigen Polyeders
auffassen.Wir
sprechen
daher imFolgenden
von vierregulären Dreieckspolyedern,
die
je 3-, 4-,
5- und6-kantige
Ecken besitzen.Gleichzeitig
betrachten wirdie
dualen
Gebilde,
d. h. die vierregulären Dreikantspolyeder
mitje 3-, 4-,
5- und6-eckigen
Flächen.In diesem Aufsatz betrachten wir
einige
weitereExtremalaufgaben
fürPolyeder,
die zu denregulären Dreiecks-,
bzw.Dreikantspolyedern
führen.2. - Das in 1.
ausgesprochene Ergebniss
lässt sich imfolgenden allgemeineren
Satz zusammenfassen
(3).
Es lässt sich von n( ~ 3) Punkten,
die auf der(1)
FEJES L. : Die regulären Polyeder, als Lösungen von Extremalaufgaben. (Ungarischmit deutschem Auszug) es. Term.-tud. Ertesitö 61 (1942) 471-478.
(2)
Dasreguläre
Hexaeder und Dodekaeder erweist sich dagegen nicht als Lösung der gestellten Extremalaufgabe.(3)
FEJES L. : Über eine Abschätzung des kürzesten Abstandes zweier Punkte eines auf’nner Kugelfläche liegenden Punktsystems. Jahresbericht der D. M. V. 53 (1943) 66-68.
52
Oberfläche einer
Einheitskugel liegen,
einPunktpaar
mit dem Abstandherausgreifen.
Diese
Ungleichung
ist fürn=4,
6 und 12 genau undergibt
für grosse Wertevon 1t die genaue
asymptotische Abschätzung.
Dasselbegilt
auch für sämtliche hierfolgenden Abschätzungen.
Um dieselbe deutlicher fassen zu können schicken wir zunächst eineBemerkung
voraus.Im
folgenden
fassen wirjedes Polyeder
mitvorgegebener
Eckenzahl als Grenzfall einesDreieckspolyeders,
undjedes Polyeder
mitvorgegebener
Flächen-zahl als Grenzfall eines
Dreikantspolyeders
auf und zählen dieFlächen,
die Ecken der
Multiplizität
nach. In diesem Sinn besitzt einPolyeder
mit n Ecken genau 2n - 4Flächen,
und einPolyeder
mit n Flächen genau 2n - ~ Eckeii.Nach dieser
Bemerkung
beweisen wir denSATZ 1. - Betrachten wir ein
Polyeder
nnit nEcken,
das einer Einheits-vom
ivittelpunkt
0 einbeschrieben ist das 0 danngilt
für den harmonischen j1fittel der Flächenabstände g1 g2,..., e’2H-4 des Po-
lyeders
von U :Bezeichnen wir die
Polyederecken
mitCi , C~ ,..., Cn ,
den Abstand der FlächeCi 0 Ci,
von 0 mit (2(jk und schliesslich den Inhalt dessphärischen
Dreiecksci C~
mittj;;.
Wir machen von der TatsacheGebrauch,
dass unter densphärischen Dreiecken,
die einem Kreis einbeschriebensind,
dasgleichseitige
Dreieck den
grösstmöglichen
Flächeninhalt bezitzt. Dies bedeutet nähmlich - wie eine einfacheRechnung zeigt -
dass1 7 ~3 tg
6ausfällt. Nun ist aber =
4n,
wobei die Summation auf sämtliche 2n-4Indextripel ijk
zu erstrecken ist für die0.1 C’;
einePolyederfläche
ist. Daferner
tg t + r
für0 ---- t 2n
eine von unten konvexe Funktion von tist,
so6
können wir die Jensensche
Ungleichung (4 )
anwenden :w. z. b. ~v.
(4) eTENSEN J. L. W. V.:’ Bur les fonetions con?7exes et les inégalités entre les ’lJaleU1’S moyennes. Acta math. 30 (1906) 175-193.
’
3. - Der soeben bewiesene Satz ist
gleichwertig
mit dem dualenSATZ 2. - Ist ein n- Flach einer
Einheitskugel
vomMittelpunkt
0umbeschrieben,
sogilt
für dieEckenabstände Pi, P",..., Pz~__~
des n - Flaehtvon 0
Aus diesen Sätzen
folgt
alsKOROLLARIUM. - Enthält ein konvexes
Polyeder
mit nEcken,
oder einkonvexes
Polyeder
mit n Flächen eineKugel
vomHalbmesser
rn undliegt
innerhalb einer konzentrischen
Kugel
vomHalbmesser Rn,
so istErinnern wir an eine in der Literatur
gebrauchliche Abweichungsdefinition (5)
von zwei konvexen
Körpern G
und H :i7(G, H)
heisseAbweichung
zwischenG und H,
wenn sie die kleinstepositive
Zahl ist mit derEigenschaft,
dass dieUmgebung
vomHalbmesser n
einesbeliebigen
Punktes von G einen Punktvon H enthält und
umgekert
in derUmgebung
vomHalbmesser n
einesbeliebigen
Punktes von ~I
wenigstens
ein Punkt von Gliegt.
Mit Hilfe diesesBegriffes
lässt sich unser Korollarium
folgendermassen aussprechen :
Es bedeute K eine
Einheitskugel, Prt
bzw.7~ je
einbeliebiges
konvexesPolyeder
mit nEcken,
bzw. n Flächen. Danngilt
Dies
bedeutet,
dass dieregulären Dreiecks-,
bzw.Dreikantspolyeder
dieEigenschaft besitzen,
dass sie unter sämtlichenPolyedern
von ihrerEcken-,
bzw. Flächenzahl am besten eine
vorgegebene Kugel approximieren.
Wir wollen aus dem
obigen
Korollarium noch eine weitereFolgerung ziehen : 1
Wird die Oberfläche einer
Einheitskugel
von ngleichgrossen Kugelkalotten
vomFlächeninhalt sn bedeckt,
so istDiese
Abschätzung ergibt
für grosse Werte von n den Kershnerschen Satz(6>
über die genaue
asymptotische Abschätzung
der Mindestzahl der Einheits-- -
(5)
BONNESEN - FENCHEL : Theorie der konvexen Körper. Berlin 1934, S. 34.(6)
KERSHNER R. : The number of circles covering a set. Amer. J. Math. 61 (1939)665-671.
54
kreise,
y die einegenügend
grosse ebeneFigur vorgegebener
Gestalt über-decken
(7).
Im Anschlus an diese
Bemerkung
wollen wir noch daranhinweisen,
dassunser Korollarium sich aus dem
Beweisgang
des Satzes 1 auch ohne die Heran-ziehung
der JensenschenUngleichung
unmittelbar herleiten lässt. Beschränktman sich ferner
lediglich
für grosse Werte von n, sogenügt
es statt der erwehntenExtremaleigenschaft
desgleichseitigen sphärischen
Dreiecks nur dievöllig
ele-mentare Tatsache in Betracht zu
ziehn,
dass unter den einem Kreis einbeschrie- benen Dreiecken dasreguläre
Dreieck dengrössten
Inhalt besitzt. Dadurch erhalten wir einen überaus einfachen Beweis der KershnerschenAbschätzung.
4. - Wir beweisen hier den
SATZ 3. - Für den
Inhalt Y~
einesPolyeders
mit nEcken,
das einerEinheitskugel einbesehrieben ist, gilt
Es bedeute -mit
Behaltung
derobigen Bezeichnungen-
den Inhalt des TetraedersOCi 0 Ck ;
danngilt V~i = ~ v~~~..
Wirzeigen,
dass viak bei festemtilk
sein Maximum indemjenigen
Fall erreicht in demd C? C~ Ck gleichseitig
ist.besitzt
offenkundig
ein Maximum. Esgenügt
daher zuzeigen,
dass v~~knur dann sein Maximum erreichen kann falls
C~ Ck gleichseitig
ist. Be-trachten wir um dies einzusehen z. B. die
Ck~
enthaltendeHalbkugel
mit derGrundfläche
OCi (7j.
Bezeichnen wir die den PunktenCi
und16
diametralgegenüberliegenden
Punkte mitC;’, C~’
undbewegen Ck
auf den umC/ Cl Ck geschlagenen
LexellschenKreis,
so bleibt unverändert. Dabei erreicht aberV i j1c
sein Maximum im FalleCi 0.1’
denn die vonC~
,gefällte
Höhe desTetraeders
0Ci C~ Ck
in allem anderen Fall kleiner ist.Aus der soeben bewiesenen
Maximaleigenschaft ergibt
sich mit Hilfe einer einfachenRechnung
Wir können uns durch Differentiation leicht
überzeugen,
dass die rechtstehende Funktion vonti.ic
-die kurz mit bezeichnet werden soll- für 02,-t
von unten konkav ist. Der Jensensche Satz
ergibt
daherw. z. b. w.
- --- --
(7)
Die zuletzt ausgesprochene Abschätzung habe ich bereits früher auf einem direcktenWeg
bewiesen in meinem Aufsatz: Über die Bedeckung eine?-Kugelfläche
durch kongruenteKugelkalotten.
(Ungarisch mit deutschem Auszug.) Mat. es. Fiz. Lapok 50 (1943), 40-46.D. - Der duale des soeben bewiesenen Satzes lautet :,
SATZ 4. - Der
Inhalt
eines einerEinheitskugel umbeschriebenen
n-Flachs istBezeichnen wir zum Beweis die Inhalte der
Polyederflächen
mitti, 1,,..., tn,
die Inhalte der
Projektionen
dieser Flächen vomKugelmittelpunkt
0 auf dieKugel
mit p" ~ ~ ,..., p". Wirbehaupten,
dass falls die Fläche vom Index kvk Ecken hat
auställt.
Diese
Ungleichung
ist mit der Tatsachegleichwertig,
dass eine Fläche tvom festen Inhalt und Eckenzahl dann die
grösstmögliche Projektion p besitzt,
falls t ein mit dem
Berührungspunkt B
konzentrischesreguläres
Vieleck ist.Bezeichnen wir um dies in Evidenz zu setzen die Seiten von t mit al, a2,..., a~, ihre
Mittelpunkte
bzw. ihre Abstände von B mitMi, ~2,..., Mv
bzw. q i, q2,n., q.,.Für das mit B konzentrisches
reguläres
Vieleckgilt
ai .1(i == 1, 2,...,
v ; Esgenügt
zuzeigen,
dass wenn eine *dieserBeziehungen
nicht
besteht p
sichvergrössern
lässt.Setzen wir z. B. voraus, dass nicht senkrecht auf al ist. Werfen wir a~
einer infinitesimalen
Drehung um M1 unter,
so bleibt der Flächeninhalt t un-verändert. Da aber die
Projektion Als’
von keinMittelpunkt
derProjektion
von ai ist so verändert sich p durch diese
Drehung.
Bei einemgeeigneten Drehungsinn
nimmtdaher p
zu.Nehmen wir nun an, dass und a2 1 aber z. B. ist.
Werfen wir ai und a,
je
eineriniinitesimalen Parallelverschiebung
unter so, dass für die einzelnenInhaltsveränderungen
und von t :sei,
sogilt
für dieentsprechenden Projektionen : Jip > ~
DieTrapeze 4~t
und
A2t
lassen sich nähmlich so in elementare Teilezerlegen,
dassjedem
Teilvon
4~t
einflächengleicher
Teil inA2t entspricht,
der aber wegen der Annahme weiter von Bliegt.
Wehlt man nun so istwomit unsere
Ungleichung
bewiesen ist.Wir haben
jetzt
die Funktiont (v, p) _
2 sin v vetg2
2v-1
für3 r, 0 ro 2r
zu studieren. Bemerken wirzunächst,
dasst(v, p)
für einfestes v eine von unten konvexe Funktion von p ist.
Umgekert
lässt es sichzeigen,
dass sie für einfestes p
eine von unten konvexe Funktion von v ist.Wir
behaupten,
dass sie in einemrechtwinkeligen Koordinatensystem
mit denAchsen y,
p, t
eine von unten -d. h. von der Ebene yp- konvexe Fläche darstellt.Begnügen
wir uns hier umlangwierige Rechnungen
zu vermeiden mit derDarstellung einiger
Schnittkurven der Fläche mitaequidistanten
Ebenen p = Konst.Die konvexität der Fläche kommt dadurch zum
Ausdruck,
dass derMittelpunkt
56
einer
beliebigen Strecke,
dieje
einen Punkt der zumParameterwert p = p1
undp=pz
gehörigen
Kurven der Kurvenschar1(v, p)
verbindet oberhalb der zugehörigen
Kurveliegt.
DieseEigenschaft
der Kurvenschar lässt sich 2aus der
beigelegten Figur
festsetzen.n n
Bedenken wir
noch,
dass~ vk=6(n-2) ist,
so könnenk=1 1 k =1
wir die Jensensche
Ungleichung
über konvexe Funktionen mehrerer Veränder- lichen anwenden :womit der Satz 4. bewiesen ist.
In diesem Beweis haben wir uns teilweise auf die
Anschauung gestüzt.
Esfehlt der exakte Beweis der konvexität von
t(v, p).
Eins kann aberjedenfalls festgesetzt
werden : unsereÜberlegungen zeigen
ganzstreng,
dass dieregulären Dreikantspolyeder
unter den einerKugel
umbeschriebenenisomorphen Polyedern
den
kleinstmöglichen
Inhalt haben. Um dies einzusehengenügt
es nähmlich nurdie konvexität von
1(w, p)
in ~ro -d. h. für ein festes y- in Betracht zu ziehen.Da ferner
1(v, p)
für einfestes p
mit wachsendem v monotonabnimt,
so könnenwir noch mehr
behaupten :
dasreguläre
Dodekaeder hat z. B. unter sämtlichen umbeschriebenenZwöllflachen,
die höchstensfünfeckige
Flächen besitzen denkleinstmöglichen
Inhalt(8).
(8)
In meinem Aufsatz : Über die dichtesteKugellagerung
[Math. Zeitschrift 48 (1942- 1943) 676-684] habe ich die Minimaleigenschaft des regulären Dodekaeders mit der Annahmenachgewiesen,
dass dieBerührungspunkte
mit der Einheitskugel der zum Vergleich zuge- lassenen umbeschriebenen Zwölfflaschen von einander einen Abstand > 1 besitzen.6. - Zum Schluss wollen wir aus unserem letzten
Ergebnis
eine besonderstbemerkenswerte Folgerung bezüglich
derisepiphanen
Probleme fürPolyeder
ziehn.Die räumlichen
Analoga
derisoperimetrischen Probleme,
diesogenannten isepiphanen Aufgaben,
können so formuliert werden : Es sinddiejenigen Körper
eines
vorgelegten Systems
zuermitteln,
für welche derQuotient v2 F3
ein Ma- ximumwird,
wobei Y dasVolumen,
F die Oberfläche desKörpers
bezeichnet.Bezüglich
dieses Problems schreibt E. STEINITZ(9) :
« Während dasisoperi-
metrische Problem bei
Polygonen... erledigt ist, gestalten
sich dieentsprechenden Aufgaben
im Raumemannigfaltiger
undbegegnen
grossenSchwierigkeiten.
DieUntersuchungen
sind auch über die erstenAnfänge
noch nichthinausgekommen
».Es bieten sich verschiedene
Aufgaben dar, je
nachdem 1.Polyeder
vongegebener Flächenzahl,
2.Polyeder
vongegebener
Eckenzahl und 3. zu demselben EulerschenPolyedertypus gehörige
-kurzisomorphe- Polyeder
zumVergleich zugelassen
werden.Bezüglich
der drittenFrage
zitieren wir die SteinerscheVermutung:
die fünfregulären Polyeder
währen unter allenPolyedern
vonje
ihremTypus
die Extremalen. Dies stand bisher nur für Tetraeder und Oktaeder fest.Wir bemerken nun, dass unser
Ergebnis
in 5. die SteinerscheVermutung
auch für Würfel und Dodekaeder
bestätigt.
Der Satz 4.bringt
sogar dasisepiphane
Problem fürPolyeder
vongegebener
Flächenzahl ingewissem
Sinnezum
Abschluss,
denn dieses Problem erweist sich mit derBestimmung
deseiner festen
Kugel
umbeschriebenen n-Flachs von minimalem Inhaltgleich- wertig.
Dieregulären Dreikantspolyeder
sind daher nicht nur unter denisomorphen Polyedern,
sondern unter sämtlichen konvexenPolyedern
vonder Flächenzahl
4,
6 bzw. 12 diebestmöglichen.
Das
isepiphane
Problem fürPolyeder
vonvorgegebener
Flächenzahl besitzt nähmlich stets eineLösung
und das extremalePolyeder
ist der bekannten LindelöfschenBedingung (1°)
-einerKugel
umbeschrieben zu sein- Unterworfen.Wir können uns daher auf n-Flachen
beschränken,
die etwa derEinheitskugel
umbeschrieben sind. Für solche
Polyeder
ist aber der Inhalt der Oberflächeproportional,
worausfolgt,
dass derAusdruck F3
V2 mit abnehmendem Inhalt F2zunimmt. Das
isepiphane
Problem für n-Flache reduziert sich daher zurBestimmung
des derEinheitskugel
umbeschriebenen n-Flachs von minimalem Inhalt.Wie es um die
Polyeder
mitgegebener
Eckenzahlsteht,
ist noch nichtgeklärt.
Es ist aber überauswahrscheinlich,
dass dieregulären Dreieckspolyeder
die
Lösungen
für dieentsprechenden
Eckenzahlen darbieten.(1)
Über isoperimetrische Probleme bei konvexen Polyedern. Journal f. reine u. an-gewandte
Mathematik,
158 (1927), 120-153 ; 159 (1928), 133-143.(10) Petersburg
Bullet. de l’ Ac. Imp. d. Sc., 14(1870),
257.58
Dass der Würfel und der Dodekaeder hierbei nicht als
Lösungen
in Betrachtkommen, legt
Steinitz durch die einfache Tatsacheklar,
dass der Oktaeder besser ist als derWürfel,
und der Ikosaeder besser als der Dodekaeder. Wir wollen hier den tieferen Grund dieses Sachverhaltserforschen,
indem wirzeigen,
dassunter den konvexen
Polyedern
mitvorgegebener Eckenzahl
die extremalen Vielflaehenotwendigerweise Dreieckspolyeder
sind.Greifen wir um dies einzusehen eine
beliebige
Ecke E des als extremalvorausgesetzten Polyeders
heraus undbewegen
es so, dass erstens derInhalt,
zweitens die Oberfläche der kleinsten konvexen Hülle
1b
von E und derÜbrigen
Ecken des
Polyeders
konstant bleiben. Im ersten Fall durchläuft E den Rand eines konvexenPolyeders
im zweiten Falldagegen
den Rand einessingu-
laritätenfreien
Eikörpers E (+1),
der im Falle eines ExtremalenPolyeders
offen-kundig
keinen Punktausserhalb 1P
haben kann. Währe nun E die Ecke einer mehr alsdreiseitigen
Fläche desursprünglichen Polyeders,
soliege
~’ -wie eineeinfache
Überlegung zeigt-
auf einer Kante von Mithin könnte1P
nicht diesingularitätenfreie Fläche JE
enthalten.Wir können für das extremale
Polyeder
eine weiterenotwendige Bedingung angeben.
Bezeichnen wir die mit E benachbarten Ecken des extremalenPolyeders
in
zyklischer Reihenfolge
mitEi, E2,..., E,.
Wir errichten in E die auf dieDreiecksflächen
EEi senkrechte,
nach aussengerichtete
Vektore~?~
i(i =1, 2,...,
~, ;Ev+s -=- F"),
derenBetrag
dem Inhalt des betreffenden Dreiecksgleich ist,
sowie die aufEi
in der EbeneEEi
senkrechten Vektorenfi je
vom
Betrag
Setzen wir11) = 1!) i + tt)2 + ... + B1)", t= f~ -~ t~ + ... + i~,
undbezeichnen das innere Produkt von zwei Vektoren X
und p
mit(x p),
so istdie
Inhaltsveränderung ,1 V;
bzw.Oberflächenveränderung
dF desPolyeders
beieiner infinitesimalen
Verschiebung
von E mit demVerschiebungsvektor AIP:
A F==-- - 2 (t4 b).
Bei einem extremalenPolyeder
muss aber für(V + /t
V)2
1,12ein
beliebiges
.Alp ( Y d v);
(F-f-_F)3
= FT’3
d. h. sein. Mann schliesstdaraus,
dass dieVektoren V
und fentgegengesetzte Richtung
besitzten und4F ‘ ~ ’ = 9 V ) f ) I
ist. Die 2v Vektoren4FVi, 9 V fi
i(~=1, 2,..., v)
sind daher imGleichgewicht.
Dies muss fürjede
Ecke des extremalenPolyeders
zutreffen.Wie ich es während der Korrektur bemerkt
habe,
wurde der Satz 4. auf einerzum
obigen
ähnlicher Weise schon vorher von M. GOLDBERG[The isoperimetric problem
forpolyhedra,
Töhoku Math. J. 40(1935) 226-236], gefunden
worden.Neulich
gelang
es mir dengenannten
Satz exakt zu beweisen woraufwir
in einemanderen Aufsatz zurückkehren wollen.
(1f) Vergleiche
meine Aufsätze : -. Über zwei Maximitmaufgaben bei Polyedern. TöhokuHIath. journal 46 (1939), 79-83. Über einen extremalen Polyeder. (Ungarisch mit deutschem
Auszug) Mat. es. Term.-tud.