R ENDICONTI
del
S EMINARIO M ATEMATICO
della
U NIVERSITÀ DI P ADOVA
H ANS H ORNICH
Das Problem der linearen Differentialoperatoren
Rendiconti del Seminario Matematico della Università di Padova, tome 23 (1954), p. 333-339
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LINEAREN DIFFERENTIALOPERATOREN
Nota
(*)
di HANS HORNICH( a
Wir
beschäftigen
uns mit den linearenDifferentialope-
ratoren Lu einer Funktion u in einer oder mehreren Variablen mit
stetigen Koeffizienten,
für welche dieDifferentialglei- chung
mit j e d e r stetigen Funktion f
eineLösung hat;
wirwollen dabei die
Frage
imkleinen,
also für eineUmgebung
eines Punktes P beha.ndeln
~).
Sei also
wobei die Koeffizienten
stetige
Funktionen in einerUmgebung
U eines Punktes P seien und nurendlichviele
g~l ", ~~
nicht identisch in U verschwinden. Dann lautet dieFrage:
Gibt es eine feste
Umgebung
U’ C U von~’,
so daß fürjede
in U’stetige Funktion f
dieDifferentialgleichung (1)
lösbar
ist,
d.h. so daß es eine in LT’stetige
Funktion ugibt,
deren
Ableitungen
für welche nicht identisch(*) Pervenuta in Redazione il 4 giugno 1954.
~) Die hier gezeigten Sätze geben die Lösung unserer Fragestellung
in zwei wichtigen Spezialfällen u. z. ohne Differentiationsvoraussetzungen über die Koeffizienten. Die allgemeinen Existenzsätze bei partiellen Differentialgleichungen sind etwa bei D. Bernstein (1950) zusammen- gefasst
334
in U’
verschwindet
in U’existieren, stetig
sind und die Dif-ferentialgleichung (1)
erfüllen.Im
bejahenden
Fall sagen wirkurz,
daß(1)
für allef
lösbar sei.
Man sieht sofort: Für alle
Ableitungen
Lu =au (i = 1 ... n)
ist
(1)
füralle f
lösbar. Ferner:Sind
L1u = fund L2u = f
füralle f lösbar,
so ist auchL1L2u = f,
sofern diese Differentialformgebildet
werdenkann,
für
alle f
lösbar. Wir brauchenja
nur und sodannL2u
= v zu lösen.Andererseits ist
L1L2u = f
nicht füralle f lösbar,
wenn=
f
nicht für allef
lösbarist,
u.z.gleichgiltig,
obL2u
=f
für
alle f
lösbar ist oder nicht.Ein
n-Tupel (ju
...,j*) (j1c
> 0ganz)
heiße einNachfolger vom n-Tupel (iu
...,i,,) (ix >
0ganz),
wenn diese beidenn-Tupel
verschieden sind und fürjedes k gilt jk .
Ist1,
sosprechen
wir von einemNachfolger
1-terk=1 k=1
Ordnung. Ubertragen
aufdie n-Tupel
der Indizessprechen
wirdann
analog
von deng4 ... i.
und derenNachfolgern.
Dann
gilt:
MI, habe
folgende jedes Oft....",
unter dessenn
Nachfolgern
1-terOrdnung wenigstens
ein g samt seinen sämtlichen weiterenNachfolgern
in ein erUmgebung
U von Pidentisch
verschwindet,
ist im Punkte Pgleich
Null. Dctnn ist nichtfür
allef
lösbar.Zum Beweise trennen wir in der Summe
(2) diejenigen
Glieder mit nicht identisch in U verschwindenden
g;~ ", sn ,
fürwelche zu
jedem Nachfolger
1-terOrdnung
entweder dieses g oder eines von dessenNachfolgern
nicht identisch in U ver-schwindet,
unddiejenigen gsi ", ,~~ ,
für welche einNachfolger
1-ter
Ordnung
samt allen seinenNachfolgern
in U identischverschwindet:
In der ersten Summe haben wir dann alle ...,
inj
fürwelche bei
jeder Lösung
von Lu= f
in dem obenangegebenen
noch
stetig
differenzierbar in Pist;
alsogilt
wo die
AJ
Konstante sind und sj --- 0 für ...,~)
- ...,([;0,.)
strebt.
In der zweiten Summe haben wir alle
(11,
...i.),.
für welchenach unseren
Voraussetzungen
das gh...i. in .~’ verschwindet.Wir können dann unsere
Differentialgleichung (1)
so an-schreiben :
Für den Punkt P muß also sein:
Subtraktion liefert dann:
Wir setzen nun:
das Maximum über alle
(it... itl)
undalle j
genommen. Es ist 1 eine in Ustetige
und nur in Pverschwindende,
sonstüberall
positive
Funktion. Wirwählen f
so daßDividieren wir nun
(6)
durch 1(xl,
...,~~,),
so haben wir336
links einen
Ausdrucb,
der absolutalso für
(m1"
...,~n)
---1£1°,
...,a°n)
beschränktbleibt,
währenddie rechte Seite gegen
+
oa strebt. Für diese Wahlvon f ist
also die
Differentialgleichung
nicht lösbar.Unser Satz
zeigt
alsoz.B.,
daß eine -partielle
oder ge- wöhnliche - lineareDifferentialgleichung
k-terOrdnung,
derenKoeffizienten mit
~1-f- ... -j- ~n
= k sämtlich nicht identischverschwinden,
aber für den Punkt P alle = 0sind,
dort nichtfür alle
stetigen Funktionen f
lösbar ist.Dieser Satz und die Unlösbarkeit der
Differentialgleichung (1)
für bestimmte Fälle ist ganzanalog
zugewissen
Erschei-nungen bei
partiellen Differentialgleichungen
mitregulären
Koeffizienten und
regulären f,
wobei nachregulären Lösungen gefragt wird;
so ist z.B.2)
bei
gewissen
Werten der a~ nicht für alleregulären f regulär
lösbar. Wie aus unserem Satz
hervorgeht,
ist also auchfür
stetige
as undf
mita,(O,
...,0)
= 0 i.a. nicht lösbar.Wir
geben
nunumgekehrt
einenSatz,
der fürgewisse
Ludie Lösbarkeit von
(1)
für allestetigen f garantiert.
.Gibt es in Lu ein das in P verschieden von Null ist ztnd
gilt für
alle in U nicht identisch verschwindendenKoef- fizienten
gi1... inso ist in einem bestimmten Intervall um den Punkt P die
Di f - ferentialgleichung (1) für
allestetigen f
lösbar.2 ) Rend. di Mat., Roma 1952, 125-133.
Es sei also ein in P nicht verschwindender Koeffizient höchster
Ordnung
in allen Variablen vorhanden.Zum
Beweis 3)
nehmen wir ein P enthaltendes GebietUl C U,
so daß~i...~=t=0
inU1
und denken uns(1)
durchdurchdividiert,
so daß wir von nun an~...~. ~1
inUl annehmen.
Wir setzen
weiter xi - Xio
=pei (p
feste Zahl >0),
schreiben(1)
inden ~,
an undmultiplizieren
mitp’" (r
= r1+
...+ rn) ;
dann erhalten wir das Glied höchster
Ordnung
mit demKoeffizienten
1,
während alle weiteren Glieder von Lu den Faktor phaben;
wir wählen dann das p soklein,
daß in einemabgeschlossenen
Intervall B CU1
um den PunktP(~==0y
...,Z.
=0),
etwa1 Z, 1 B
1 das Maximum der Summe der ab- solut genommenen Koeffizienten derAbleitungen (wir
bezeich-nen sie wieder mit
Wir betrachten dann die
Differentialgleichung (wir
schreibenstatt ei
wiederx,).
mit
stetigem
...,x )
in B.Wir
integrieren rl
-malnach xl (jedesmal
mit 0 als untererGrenze), ebenso r2
-malnach x2
u.s.w. und haben schließlich all-gemein
für dieAbleitungen
derLösung (ikrk)
die Ab-schätzung :
°
da wir R ~ 1
gewählt
hatten.Wir schreiben dann unsere
Differentialgleichung (1)
in derForm an:
3) Die sonst bei solchen Beweisen angewendeten Methoden erfordern vielfach die Differenzierbarkeit der Koeffizienter
338
und bestimmen eine
Lösung,
indem wir dieFolge
der Diffe-rentialgleichungen lösen : ,
wobei wir stets die eben
angegebene Lösung
von(13) nehmen,
die können wir wegen
(11)
stets bilden. Dann ist nach(14)
und weiter nach
(12)
in Bdas Maximum über alle
(~, ...,1,~) ~ (r1,
...,rj
mit(11)
undalle Punkte von B genommen; also ist mit den ebenso ge-
nommenen Maxima
Wegen
1 1 ist daher fürjedes (i1,
...,ift)
die Reihe00
absolut und
gleichmäßig
in Bkonvergent,
also auch u = ~ fJ1c .Durch Summation von
( 16~ folgt
dann ~=1Die so konstruierte
Lösung u
verschwindet an den Koor-dinatenebenen xi
= 0 durchP,
und es istSoll die
Lösung,
bzw. derenAbleitungen
an diesen Ebenen nichtverschwinden,
sondern bestimmte Werteannehmen,
sohaben wir in
geringer
Modifikation des Verfahrens bei der ersten derGleichungen (16)
die Werte von u" bei der Inte-gration entsprechend
anzusetzen.Durch diese beiden Sätze ist für n = 1 bei
jedem
linearemDifferentialoperator
Lufeststellbar,
obLu = f
füralle f
lösbar ist oder nicht: ist Lu von k-ter
Ordnung,
so istLu ‘ f
für