ZUR FRAGE DER MIKROSKOPIE
VON HONIGTAU-HONIG
Vortrag gehalten
an derTagung
der
Arbeitsgruppe Honigtauforschung
der Intern.Kommission für Bienenbotanik
der I. U. B. S. am 4 Juli 1958 in
Freiburg
im Br.von Dr. A. MAURIZIO
Bienenabteilung, Liebefeld-Bern,
Schweiz.Im
Vergleich
zurmikroskopischen Herkunftsbestimmung
bei Blü-tenhonig (Pollenanalyse), ist die Mikroskopie
des Honigtau-Honigs
heute
noch
eerhältnismässig wenig
entwickelt. Es besteht dieAussicht,
dass der Nachweis vonHonigtau
imHonig,
und vielleicht auch die Unter-scheidung
der einzelnenHonigtauquellen
in Zukunft mit Hilfe neuererchemischer Methoden
(Papierchromatographie),
anhand desZuckerspek-
trums
möglich
sein wird. Heute bildet dieMikroskopie
noch die sicherste Basis zum Nachweis vonHonigtau
imHonig,
eine Basis diejedoch
weit-gehend ausbaubedürftig
undausbaufähig
ist.F,s
stellen sich vor allemfolgende Fragen :
a)
Wie sicher ist dermikroskopische
Nachweis vonHonigtau
imHonig,
und welchegeformten
Bestandteile dürfen als sichereHonigtau- zeiger
betrachtet werden ?b)
‘Uieweit ist das Vorkommen dermikroskopischen Honigtauzeiger
von klimatischen und
pflanzengeographischen
Faktorenabhängig?
c)
WelchenEinfluss
übt dasI,uftsediment
auf dasmikroskopische
Bild des
Honigtau-Honigs
aus ?d
)
Besteht dieMöglichkeit
anhand dermikroskopischen
Unter-suchung
die Herkunft einesHonigs
von bestimmtenHonigtauquellen
festzustellen ?
Die
Anfänge
desmikroskopischen Honigtaunachweises gehen
aufdie Arbeit F!H!M:w
zurück,
derfeststellte,
dass immikroskopischen
Bild von
Tauhonigen grüne Algen, Sporen
vonRusstaupilzen
und Russ-partikel
zu findensind,
die inBlütenhonigen
in derRegel
fehlen. DieseBeobachtungen
wurdenspäter
durch andere Autorenergänzt
und he-stätigt (G ON T ARSKI 1051, MAURIXIO I939, 1946,
1949, ZANDER IC)j7, ,
1941
,
1949 ).
Eszeigte sich, dass mitteleuropäische Waldhonige neben
grünen Algen
und Sporen
von Russtaupilzen,
auch Flechtelistiick-elieii
enthalten,
vor allem aber oft grosse Mengen
von BVindblütlerpollen ( (§raniineeJ1, Plantago-
und Riii;tex-Arteii, Koniferen)
im grünen Algen
mikroskopischen
Bild führen.
Reine,
ausschliesslich ausHonigtautracht
stammende H 0-nige
kommenpraktisch
nicht vor. Aucheinseitige Tauhonige enthalten
stets einen
gewissen
AnteilNektar,
so dass in ihrem Sediment Pollenkor-ner von
Nektarspendern
zu finden sind. Attsservegetabilischen
Bestand-teilen sind im Sediment
gewisser Waldhonige (Fiehtenhonig) manchmal
charakteristische
Wachsausscheidungen vorhanden,
die von denHonig- tauerzeugern
stammen(Fichtenquirl-Schildlaus,
LecaniumhenaicYVplizrot, G
O - X’1’ARSKI
). Eine zusammenfassende Bearbeitung
der Mikroskopie
des
Honigtaus
und des Honigtau-Honigs
verdanken wir Z ANDUR ,
der dieser
Frage
den IV. Band seiner Beiträge
zur Herkunftsbestimmung
bei Honig gewidmet hat.
Im
folgenden
sollen die einzelnenHonigtattzeiger
und ihre Bedeu-tung
für dieI>iagnostizierung
vonHonigtau
imHonig
näherbesprochen
werden.
I. -
A l g enzellen.
Bei den im Sediment von
Tauhonigen
vorhandenenAlgen
handeltes sich zur
Hauptsache
umPleurococcus-Zellpakete (Abb. i a).
Ausserdem
kommen aber darin auch
Zellaggregate
desChlo y ococczam-Typus (Abb.
i
b)
undEinzelzellen
desCystococcus-Typus
vor(V IS C HER ,
unveröffent-lichte,
brieflicheMitteilung).
Es scheinen demnach imTauhonig
ver-schiedene
Typen grüner Rindenalgen vorzukommen, die weltweite Ver-
breitung
haben und zur Oberflächenflora der Bäumegehören.
Sie sindnicht nur im
Tauhonig,
sondern auch in seinemRohstoff,
demHonigtau
zu finden. Da sich unter den «
Honigtau-Algen
o nebenzuckerempfinclli-
chen I’leuyococcus-Arten auch zuckerliebende
Cystococcus-Arten
befin-den,
besteht dieMöglichkeit,
dass in derHonigtauschicht
eine Entwick-lung
undVermehrung
vonAlgen
stattfindet.Der
allgemeine diagnostische Wert der grünen Algen
für den Honig-
taunachweis ist
neuerdings
etwas inFrage gestellt.
Siegehören
zwarzu den
ständigen
und charakteristischenBegleitern
von Koniferen-und
Blatthonigen
aus Mittel- undNordeuropa,
fehlenjedoch (nach
GRIE-BEL
)
in kalifornischenCedrus- Tauhonigen
undsind,
nach meinen Beo-bachtungen
auch insüdeuropäischen Eichen-Tauhonigen selten. In der
Schweiz scheinen Fichten- und Weisstannenhonige
mehr Algenzellen
zu
enthalten als
Blatthonige
von1,aubbäumeii ;
auch schweizerische und französischeI,ärchenhonige
sind eher arm anAlgenzellen.
Es ist deshalbmöglich,
dass das Auftretengrüner Algenzellen
imHonigsediment
angewisse Klimabedingungen gebunden
ist und vielleicht auch von derAusgiebigkeit
und der Beschaffenheit desHonigtaus abhängt.
Da die Mehrzahl der bisher untersuchten
Honigtauhonige
aus Mittel-europa stammte, wäre es
wichtig
anhand eines umfassenden Materialsaus verschiedenen
rändern
undKlimagebieten
zuprüfen,
wieweit dasAuftreten von
Algenzellen
imHonigse d iment
von klimatischen Faktorenabhängig
ist. Vor allem müsstefestgestellt werden, ob grüne Algenzellen
in
Tauhonigen
aus demMittelmeergebiet,
ausKalifornien,
Neuseelan<1uswr. nachweisbar sind.
Ausser
Rindenalgen
kommen imHonigsediment
auchAlgen
andererGruppen
vor, z. B.Grünalgen (ChLoyo!layceen), Blaualgen (Cyas2o!layceezz.), Kieselalgen (Diatomeen)
und Desmidiaceen. Alle diese Formen sind ver-hältnismässig
selten und besitzen keineBedeutung
für die Herkunfts-bestimmung.
Sie dürften zurHauptsache
ausTümpeln
und Wasserrinnenstammen,
in welchen die Bienen ihren Wasserbedarf decken und sind sowohl inBlüten-,
wie inTauhonigen
aus verschiedenenLändern
zu finden.Gelegentlich
enthalten überseeischeHonige
zahlreiche Meeres- Diatomeen und-Silicoflagellaten.
Sie stammen wahrscheinlich nichtaus den
Rohstoffen,
sondern ausKieselgurfiltern,
die zurReinigung
desHonigs
werwendet wurden( Abb.
ic).
11. -
Sporen
und1-Iyplmn
von I’ilzen.Unter den im
Honigsediment
vorkommenden Pilzen lassen sich nach der Herkunft und derBedeutung
für diemikroskopische
Untersu-chung
mehrereGruppen
unterscheiden :Sporen
undMvzelfragmelite
vonBienenpilzen
und vonindifferenten, allgemein
verbreitetenPilzarten, Sporen pflanzenpathogener Pilze und die für Honigtau
charakteristischen
Russtaupilze.
Zur
Gruppe
derBienenpilze
ist der Pollenschimmel(Pericystis
alveiBETTS)
zu rechnen. SeineChlamydosporen
undHyphen
sindhäufig
imHonigsediment
zufinden,
besonders wenn bei derErnte
bebrütete Wabenmitgeschleudert
werden. In derRegel
handelt es sich um einzelneMyzel- fragmente
mitChlamydosporen, gelegentlich
aber scheint sich der Pilz imHonig
zuvermehren,
so dass das Sediment ganzeMyzelklumpen
enthält
(Abb. 2 ). Solche mit 1’evicystis
alvei durchsetzte Honige
waren,
nach meinen
Beobachtungen
stetsdünnflüssig
und vergoren und enthiel- ten neben Pollenschimmel auch Hefen.Unabgeklärt
bleibtdabei,
ob dieGärung ursprünglich
durch Hefen verursacht wurde und der Pollenschim- mel sich in der schongärenden Honigmasse entwickelte, oder ob Peri’cyslis
alvei in der
Lage ist,
beigesteigertem Wassergehalt primär Honiggärung
hervorzurufen.
Die
indifferenten,
zurHauptsache
aus demLuftsediment
stammen- denPilzsporen,
werden weiter unten näherbesprochen (p. 149 ).
Sporen pflanzen pathogener Pilze,
wieRostpilze (Uoedi!ceen), Brand-
1>ilze ( 1.&dquo;.siila,giliiee.ii) und falscher Mehltau (Peronosporeen)
sind häufig
im
(Peronosporeen)
sindhäufig
imSediment von Blüten- und
Tauhonigen anzutreffen,
sie werden auch vonden
Bienen,
anstatt Pollengehöselt ( Abb. 3 a). Zum Teil stehen diese
Sporen
in direktemZusammenhang
mit demRohstoff,
aus welchem derHonig
entstanden ist. So liefernBlüten,
die von Antherenbrand(UstiZago
violacea, U. scabiosae,
U.s l tccisae,
U.i ll ter lll edia)
oder von falschem Mehl- tau(l’ero l 1ospora violacea)
befallen sind beträchtlicheMengen Nektar,
derjedoch
keinePollenkörner,
sondern zahlreicheSporen
der betreffenden l’ilzarten enthält(MAU R izio 193 8, I939! 1941 ).
Auf ähnliche Weise ge-
langen
wahrscheinlich auch die für viele Rotkleehonige
charakteristischen
Sporen
von5;plzaerollema
undGleos!oyi7r!ra (Abb. 3 b) in das Honigsedi-
ment
(MAU K izio 1953 ). In Uegenden
mit ausgedehnten
künstlichen Mut-
terkornzuchten wird gelegentlich Cla 7’ iceps-Honigtau
von den Bienen
eingetragen,
aus welchem zahllose Konidien des Pilzes(5;phacelia seget lll n I,i:v.) in
denHonig gelangen (Abb. 3 C ) ; MAURizio 1942 ).
Sporen parasitischer Pilze sind nicht als Honigtauzeiger
zu w-erten,
vielmehr sind sie oft aufs engste
mit der N ektartracht verbunden und für
gewisse Blütenhonig-Typen
charakteristisch(z.
B.Ustilag l ’iieeii-Sporeii
in schweizerischen
Berghonigen (Abb.
3a). Echte, in direktem Zusam-
menhang
mit dem Rohstoff stehendeHonigtauzeiger
sinddagegen
dieRusstaupilze.
AlsRusstaupilze
werden nach NEGER mit schwarzem31j&dquo;cei ausgestattete
Pilzartenbezeichnet,
a die auf den lebenden Blättern undZweigen
lebender Pflanzen eine reinepiphytische I,ebensweise
führen also auch nicht mitHaustorien, geschweige
denn mit demMycel
in dasInnere der Pflanze
eindringen
».Y oraussetzung
für dieRusstaubildung
ist das Auftreten von
Honigtau,
weil eineMassenentwicklung
dieser Pilzenur in
Anwesenheit
von Zuckermöglich
ist. NEGER schreibt : « Sicherist,
dass bei
Mangel
vonHonigtau
auch dieHntwicklung
von Russtau äusserstschwach bleibt.
Umgekehrt, je
stärker dieHonigtauabscheidung,
umsoüppiger
undreichhaltiger
ist auch dieRusstauvegetation
». Das zucker-haltige Substrat,
auf welchem sich dieRusstaupilze ansiedeln, bedingt
eine
engbegrenzte
Auslese unter denepiphytisch
auf Pflanzen lebenden Pilzarten. Zu den echtenRusstaupilzen gehören
deshalb nurosmophile Arten,
die in hochkonzentriertenZuckerlösungen
zu lebenvermögen.
Die
systematische Zusammensetzung der Russtau-Decke ist bisher
verhältnismässig wenig
bearbeitetw-orden,
weil eine solcheUntersuchung
durch verschiedene L’mstände erschwert wird. Vor allem siedeln sich in der
Honigtauschicht
verschiedene I’ilzarten neben- und durcheinanderan, und bilden an der
Luft morphologisch ähnliche,
braune bisschwarze,
dickwandige Vlycelien.
EineBestimmung
dieser Pilzarten am natürlichenStandort ist deshalb kaum
möglich,
es bedarf dazu Reinkulturen auf künstlichen Medien. Zudemgehört
die Mehrzahl derRusstaupilze
zu denF,itngi iinperlecii,
einerGruppe,
in welcher allefraglichen
Formen ver-einigt sind, die entweder nur sterile Myzelien besitzen,
oder zwar Sporen bilden, jedoch
bisher nicht sicher im System untergebracht
werden
konnten.
In den
Veröffentlichungen
von NEGER und ZANDERsind die am häu-figsten
inHonigtau
undTauhonig
vorkommendenRusstaupilz-Formen
beschrieben und
abgebildet,
wobeiallerdings
nur bei einergeringen
Anzahl eine sichere
Identifizierung möglich
war. Nach diesen Beobach-tungen
herrschen imHonigtau
vonLaubbäumen
Pilzformen desTypus
Coniotheci u
n2 vor
(Abb.
4d),
während derKoniferenhonigtau
mehr For-men des
Atichia-,
Hoyntiscium undTriposporiunt-Typus
enthält(Abb.
4
b).
Danebengibt
es aberunzählige Formen, die sowohl in Blatt- wie in
Koniferenhonigen vorkommen,
und über derensystematische Zugehö- rigkeit kaum etwas bekannt ist,
z. B. die von ZANDER beschriebenen
« Sicheln », « Hörnchen »,
« Mehrzipfler
», « Keulen » usw.(Abb. 4
a, c,d,
5
b).
Nach meinen
Beobachtungen
anSchweizerhonigen
sindBlatthonige (von I,aubbäumen)
besonders reich anRusstaupilz-Sporen.
Sie enthalten oft bis und über I oooPilzsporen
auf 100 Pollenkörner undAlgenzellen.
In
Koniferen-Waldhonigen
halten sichAlgenzellen
undPilzsporen
dieWaage,
mit5 0 -8 0 % Algenzellen und 200-300 Pilzsporen (auf
100 Pollen-
körner und
Algen).
Der absolute Gehalt anPilzsporen
kann in Blattho-nigen
100 ooo-zoo ooo pro 10 gHonig betragen,
während er in Koni-ferenhonigen
meist unter 100 ooobleibt ;
der absoluteAlgengehalt beträgt, auch in einseitigen Koniferenhonigen,
nie mehr als 40000-50 000
in 10 g Honig.
Es
wirdAufgabe
derzukünftigen
«Pilzanalytiker
» sein zu versu-chen anhand von Reinkulturen die im
Honigtau
undTauhonig
vor-kommenden
Russtaupilze
zu identifizieren undfestzustellen,
ob sichdarunter charakteristische «
Leitformen
» für die einzelnenHonigtau- spender
finden lassen.III. - Tierische Bestandteilc.
An
tierischen,
direkt von denHonigtauerzeugern
stammendenBestandteilen sind bisher nur die schon oben erwähnten Wachsröhrchen
von Lecanium
hemi<ryfihuin
beschrieben worden. Sie sind nach GONTARSKI fürFichten-Tauhonige
charakteristisch.Es
istmöglich,
dass auchgewisse kommaförmige, an Protozoen erinnernde Gebilde,
die manchmal in unge-
heuren Mengen
im Sediment schweizerischer Tauhonige auftreten,
tieri-
scher Herkunft sind (Abb. 1 b). Es könnte sich dabei um parasitische
Proto-
Annales de 1’Abeille. - i95g.
zoen der
Honigtauerzeuger
handeln.Es
wäre lohnend weitere tierische Bestandteile imHonigsediment
zusuchen,
die direkte Rückschlüsse auf dieHonigtauerzeuger
erlauben würden.IV. - Bestandteile aus dem Luftsediment.
Unter den weder von der
Pflanze,
noch von denHonigtauerzeugern,
sondern aus dem
Luftsediment
stammendenHonigtaubestandteilen,
sind vor allem
Russpartikel
zu nennen, die von kleinen Körnchen bis zugrossen
Schollen
in keinemTauhonig
fehlen(Abb.
6 a,b).
In derUmge- bung
vonIndustrieanlagen
wird manchmalTauhonig
mit so hohemRussgehalt geerntet, dass dies schon von blossem Auge
an der Farbe
des
Honigs
wahrnehmbar ist.Aus dem
Luftsediment
stammen wohl auch zumgrössten
Teil dieoft sehr zahlreichen im
Tauhonig
vorkommendenStärkekörner,
vorallemaber die schon weiter oben erwähnten Pollenkörner von Windblütlern.
In
europäischen Tauhonigen
sind Pollenkörner vonGran!ineen,
Rumex- undPlantago-Arten (und
inWaldblütejahrem
vonKoniferen)
oft in sogrosser
Menge enthalten,
dass sie die Stufe vonBegleit-,
oderLeitpollen
erreichen
( 1 6- 45 %,
resp. über45 % des Gesamtpollens,
Abb. 5 a).
Diese
leichten,
zur Blütezeit der Wiesen in ungeheuren Mengen
in der Luft schwebenden Pollenkörner,
bleiben in der klebrigen Honigtauschicht
haften und werden mit ihr von den Bienen
aufgenommen.
Wenn auchdiese Pollenformen keine Rückschlüsse auf die Herkunft eines
Honigs
von bestimmten Pflanzenarten
erlauben,
so haben sie dochBedeutung
für die
geographische Herkunftsbestimmung. Pollenkörner von Gramineen,
Ri<»iex- und
Plantago-Arten
sind nämlich charakteristisch für das Pollen- bildmitteleuropäischer Tauhonige,
während die in überseeischen Honi- genvorkommenden
Windblütler-Pollen zurHauptsache
dem Amavantais- undAmbvosia-Typus angehören.
Auch ein Teil der im
Honigsediment
enthaltenenPilzsporen
stammtnicht aus dem
Rohstoff,
sondern aus dem1,nftsediment (H YDEund ii/iL-
UAMS
194 6,
1949, lVIA URrzIO1952 ,
dort weitereI,iteratur).
Dazugehören
vor allem Penicillium- und
Aspergillus-Arten,
Dematiumpulliilans,
Al-ternaria-Arten, Cladosporium herbaritin, Botvytis cinevea usw. (Abb.
5 c,
7 a,
c). Sporen parasitischer
Pilzegelangen
ebenfallshäufig
aus derLuft
in den
Honig,
z, B. Uvedineen undUstitagineen
in den grossen Getreidean-bau-Gebieten Nordamerikas, Heln!z’nthosporizim (Schiffchensporen nach
Z
ANDER
)
inEuropa (Abb. 7 b). Pilzsporen
können gelegentlich
in Lager-
räumen
nachträglich
in denHonig geraten.
So fand ich z. B. in einemHandelshonig Mevulius-Sporen
in grosserMenge. Eine
nähere Untersu-chung ergab, dass dieser Honig in einem Kellergewölbe gelagert wurde,
Kellergewölbe gelagert wurde,
dessen Balkendecke vom Hausschw amm befallen war.
Eine
engere Zusammenarbeit mit denAeropalynologen
könnte dieUntersuchungen
über dieMikroskopie
vonHonigtau
undTauhonig
weit-gehend
fördern.ZUSAMMENFASSUNG
Greift man auf die
anfangs gestellten Fragen zurück,
so lassen sich derheutige
Stand und diezukünftigen Aufgaben
derMikroskopie
vonHonigtau
und
Honigtau-Honig
wiefolgt
fassen.i. Der
mikroskopische
Nachweis vonHonigtau
stützt sich zurHaupt-
sache auf die imHonigsediment
enthaltenengrünen Algenzellen
undSporen
von
Russtaupilzen.
Beide Bestandteile sind aufsengste
mit demHonigtau
verbunden und können deshalb als echte
Honigtauzeiger
betrachtet werden.2
. Einer näheren
I’rüfung
bedarf dieFrage,
welcheBedeutung
dengrü-
nen
Algenzellen
imHonigsediment zukommt,
d. h. wieweit ihr Auftretenvon klimatischen Faktoren
abhängig
ist.3
. Die
Russtaupilzflora
derhauptsächlichen Honigtaulieferanten
bedarfeiner neuen, anhand von Reinkulturen in verschiedenen Ländern
durchge-
führtenUntersuchung.
Dabei sollte der Versuch zurAufstellung
von « I,eit-Pilzformen » für die einzelnen
Honigtauquellen
unternommen werden. Eine engere Zusammenarbeit mit denAeropalynologen
könnte in dieser Hinsichtvon grossem Nutzen sein.
4
. Vermehrte Aufmerksamkeit verdienen
tierische,
von denHonigtau-
erzeugern stammende
Bestandteile, die,
ähnlich wie dieWachsausscheidungen
von Lecanium
hemicvy!hacm
inFichtenhonig,
direkte Hinweise auf die Herkunft desHonigtaus
liefern können.5
. 1>ie im
Honigsediment
oft in grossenMengen
auftretenden I’ollenkör-ner von Windblütlern
(Gramineen,
Rumex-undPlantagoavtea, Koniferen)
können als charakteristische
Begleitbestandteile mitteleuropäischer Tauhonige
betrachtet werden. Sie liefern zwar keine direkten Hinweise auf die Pflanzen
von welchen der
Honig
stammt, sindjedoch
vonBedeutung
für die geogra-phische Herkunftsbestimmung.
RÉSUMÉ
L’examen
microscopique
des miellats.A propos de l’examen
microscopique
desmiellats,
onpeut
se poser lesquestions
suivantes :a
)
Dansquelle
mesure est-ilpossible
par examenmicroscopique
de mettreen évidence de
façon certaine,
laprésence
de miellat dans le miel ?Quels
sontles constituants
figurés
que l’onpeut
considérer comme des indicateurs cer-tains de miellat?
b
)
Dansquelle
mesure laprésence
d’indicateursmicroscopiques
de miellatdépend-elle
de facteursclimatiques
ouphytogéographiques ?
c
) Quelle
influence exercent les sédiments aériens sur lespectre
micro-scopique
des miellats ?d)
Existe-t-il unepossibilité
de déterminer la source exacte des différents miellats en fonction de leurspectre microscopique ?
En
réponse
à cesquestions,
onpeut
résumer comme suit l’état actuel de nosconnaissances et fixer les tâches futures de la
microscopie
du miellat.I
)
La base de l’identificationmicroscopique
des miellats est constituée essentiellement par laprésence d’algues
vertes et de spores defumagines
dansle culot de
centrifugation qu’ils
fournissent. Ces deux constituants sont étroi- tement liés au miellat etpeuvent,
de cefait,
être considérés comme des indi- cateurs de miellat valables.2
)
Parmi lesalgues
vertes dominentprincipalement
les amas cellulaires dePleu y ococcus ;
on trouveégalement
desagrégats
de cellules de CA/0’ococcMMt et des cellules isolées dutype Cystococcus (fig.
i a etb).
Laquestion
de savoirquelle signification
il convientd’accorder
à laprésence d’algues
vertes dans leculot de
centrifugation
des miels demiellat,
c’est-à-dire de savoir dansquelle
mesure cette
présence
est sous l’influence des facteursclimatiques,
a besoind’un examen
plus approfondi.
3
)
Parmi les spores dechampignons
contenues dans le culot de centri-fugation
des miels demiellat,
onpeut distinguer
différents groupes : spores dechampignons
inféodés à la ruche(Pe y icystis
alaeiBetts),
ou indifférents pro- venant pour laplus grande part
del’atmosphère,
ou spores dechampignons phytopathogènes (Urédinées, Ustilaginées, Péronosporées, Gleosporium,
Cla-viceps, Helminthospovium, etc.),
ou enfin les spores defumagines
caractéris-tiques
des miellats.Les
fumagines
vivent et semultiplient
dans la couche sucrée de miellat et y forment un revêtement foncé riche enespèces
variées. Lesplus fréquentes
sont les spores des
types Atichia, Coniothecium,
Hovmiscium etTriPosporium,
ainsi que les nombreuses formes non identifiées
appartenant
au groupe desFungi imperfecti (fig.
3 a-c,5 b).
Les
fumagines
desprincipales espèces végétales
fournissant du miellat méri- teraient des recherches nouvelles conduites dans divers pays selon la méthode des cultures pures. Il conviendrait enparticulier d’essayer
d’établir la liste des« formes
mycologiques
dominantes n pour les différentesplantes
sources demiellat. Un travail étroitement lié à celui des
aéropalynologistes pourrait
êtredans ce domaine d’une très
grande
utilité.4
)
Comme constituantsfigurés
animauxprovenant
d’insectesproducteurs
de miellat on connaît pour l’instant seulement les sécrétions cireuses de Leca- nium
hemicryphum
mises en évidence dans les miellatsd’Épicea (fig. 6 c).
Dans
l’avenir,
il conviendrait d’accorder une attention accrue à ce genre de constituantsqui permettent
des conclusions directesquant
àl’origine
dumiellat.
5
)
Lesquantités,
souventimportantes,
degrains
depollen
deplantes anémophiles (Graminées, Rumex, Pla-ratago, Conifères),
ainsi que les spores dechampignons
indifférents etcosmopolites (Cladosporium hevba y um,
Alternariasp., Botrytis cinerea,
Deinalizimp ll ll ll lans, Per 2 icillium, Aspergillus. etc.)
pro- viennent del’atmosphère.
Lesgrains
depollen
deplantes anémophiles
ne don-nent, à vrai
dire,
aucune indication sur lesplantes
dontprovient
le miellat mais ils sontcependant importants
pour la détermination del’origine géogra-
phique.
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-Beiträge
zurHerkunftsbestimmung
beiHonig.
III. Pollen-gestaltung
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beiBlütenhonig. Leipzig,
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-Beiträge
zurHerkunftsbestimmung
beiHonig.
IV. Studienzur