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adidas is all in

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Academic year: 2022

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Texte intégral

(1)

C H I C A G O 1 3 : 1 4

adidas.com

L O S A N G E L E S 1 1 : 1 4 L O N D O N 1 9 : 1 4

adidas is all in

TOGETHER WE WIN

Q1 B e r i c h t z u m e r s t e n Q u a r t a l

J a n u a r – M ä r z 2 0 12

(2)

I n h a lt s v e r z e I c h n I s

Ergebnisse des ersten Quartals auf einen Blick 3 Finanz-Highlights 4

Operative und Sport-Highlights 5

Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden 6

Unsere Aktie 10

Geschäftsentwicklung des Konzerns 13

Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche 13

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 14

Bilanz und Kapitalflussrechnung 18

Geschäftsentwicklung nach Segmenten 21

Geschäftsentwicklung Großhandel 21

Geschäftsentwicklung Einzelhandel 23 Geschäftsentwicklung Andere Geschäftssegmente 25

Nachtrag und Ausblick 27

Konzernbilanz 32 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 34 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 35 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 36 Konzern-Kapitalflussrechnung 37 Ausgewählte erläuternde Anhangangaben zum Konzern-Zwischenabschluss 38

Vorstand und Aufsichtsrat 41

Finanzkalender 2012 42

Impressum & Kontakt 43

01 AN uNsERE AkTIONäRE

01.1 01.2 01.3 01.4 01.5

02 kONzERN-zWIscHENlAGEBERIcHT

02.1

02.2

02.3

03 kONzERN-zWIscHENABscHluss (IFRs)

03.1 03.2 03.3 03.4 03.5 03.6

04 WEITERE INFORMATIONEN

04.1 04.2 04.3

(3)

a n u n s e r e a k t I o n ä r e

3

Q 1 / 2 012 01.1 Ergebnisse des ersten Quartals auf einen Blick

01.1

01 Ergebnisse des ersten Quartals auf einen Blick (in Mio. €)

1. Quartal

2012 1. Quartal

2011 Veränderung

Konzern

Umsatzerlöse 3.824 3.273 16,8 %

Bruttoergebnis 1.826 1.587 15,0 %

Bruttomarge 47,7 % 48,5 % – 0,7 PP

Betriebsergebnis 409 313 30,4 %

Operative Marge 10,7 % 9,6 % 1,1 PP

Großhandel

Umsatzerlöse 2.614 2.320 12,7 %

Bruttoergebnis 1.092 1.000 9,2 %

Bruttomarge 41,8 % 43,1 % – 1,4 PP

Segmentbetriebsergebnis 851 802 6,2 %

Operative Marge des Segments 32,6 % 34,6 % – 2,0 PP

Einzelhandel

Umsatzerlöse 693 577 20,0 %

Bruttoergebnis 426 354 20,5 %

Bruttomarge 61,5 % 61,2 % 0,2 PP

Segmentbetriebsergebnis 115 89 28,7 %

Operative Marge des Segments 16,6 % 15,4 % 1,1 PP

Andere Geschäftssegmente

Umsatzerlöse 517 376 37,1 %

Bruttoergebnis 226 172 31,3 %

Bruttomarge 43,7 % 45,6 % – 1,9 PP

Segmentbetriebsergebnis 148 106 39,9 %

Operative Marge des Segments 28,7 % 28,1 % 0,6 PP

Umsatzerlöse nach Marken

adidas 2.888 2.439 18,4 %

Reebok 451 477 – 5,4 %

TaylorMade-adidas Golf 387 281 37,6 %

Rockport 60 54 11,2 %

Reebok-CCM Hockey 37 22 73,2 %

Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

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4

Q 1 / 2 012 01.2 Finanz-Highlights

Mio. €

2012 Mio. €

2012

1) Laufender Zwölfmonatsdurchschnitt.

03 Umsatzerlöse im 1. Quartal

3.824

3.273

04 Auf Anteilseigner entfallender Gewinn im 1. Quartal

289 209

Mio. €

2011 Mio. €

2011

01.2

02 Finanz-Highlights (IFRS)

1. Quartal

2012 1. Quartal

2011 Veränderung

Operative Highlights (in Mio. €)

Umsatzerlöse 3.824 3.273 16,8 %

EBITDA 469 363 29,1 %

Betriebsergebnis 409 313 30,4 %

Auf Anteilseigner entfallender Gewinn 289 209 38,3 %

Wichtige Kennzahlen (%)

Bruttomarge 47,7 % 48,5 % – 0,7 PP

Betriebliche Aufwendungen in % der Umsatzerlöse 38,4 % 40,0 % – 1,6 PP

Operative Marge 10,7 % 9,6 % 1,1 PP

Steuerquote 25,5 % 26,5 % – 1,0 PP

Auf Anteilseigner entfallender Gewinn in % der Umsatzerlöse 7,6 % 6,4 % 1,2 PP

Operatives kurzfristiges Betriebskapital in % der Umsatzerlöse 1) 20,7 % 20,5 % 0,2 PP

Eigenkapitalquote 48,1 % 45,2 % 2,9 PP

Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 0,5 0,8 – 0,3 PP

Verschuldungsgrad 11,6 % 20,1 % – 8,5 PP

Eigenkapitalrendite 5,3 % 4,6 % 0,6 PP

Bilanz- und Cashflowdaten (in Mio. €)

Bilanzsumme 11.453 10.037 14,1 %

Vorräte 2.375 2.033 16,8 %

Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.167 2.795 13,3 %

Kurzfristiges Betriebskapital 2.595 2.050 26,6 %

Nettofinanzverbindlichkeiten 640 914 – 30,0 %

Auf Anteilseigner entfallendes Kapital 5.509 4.542 21,3 %

Investitionen 62 50 24,8 %

Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit – 704 – 609 15,7 %

Kennzahlen je Aktie (in €)

Unverwässertes Ergebnis 1,38 1,00 38,3 %

Verwässertes Ergebnis 1,38 1,00 38,3 %

Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit – 3,37 – 2,91 15,7 %

Aktienkurs am Ende der Periode 58,54 44,46 31,7 %

Sonstiges (am Ende der Periode)

Anzahl der Mitarbeiter 46.485 44.362 4,8 %

Anzahl der Aktien 209.216.186 209.216.186

Durchschnittliche Anzahl der Aktien 209.216.186 209.216.186

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Q 1 / 2 012 01.3 Operative und Sport-Highlights

Operative und Sport-Highlights Erstes Quartal 2012

01.3

09. Bereits zum dritten Mal in Folge wird adidas Fußballer Lionel Messi zum Weltfußballer des Jahres gekürt. Bild 01

11. Der adidas Konzern eröffnet sein viertes Brand Center weltweit. Das Brand Center in Schanghai ist das zweite adidas Brand Center in China und mit einer Fläche von 2.800 Quadratmetern eines der größten des Unternehmens.

15. Reebok startet die neue „The Sport Of Fitness Has Arrived“-Markenkampagne. Im Mittel- punkt der Kampagne, die auf Reeboks langer Tradition im Bereich Fitness aufbaut, steht die Botschaft, dass Fitness genauso inter- essant und mitreißend sein kann wie jede andere Sportart. Reebok nimmt Fitness als eigene Sportart wahr und setzt diesen Ansatz mittels der CrossFit Partnerschaft sowie durch den Fokus auf Community, Wettkampf und Teamgeist um. Bild 02

18. Europas erster eigenständiger adidas SLVR Store wird während der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin eröffnet. Der Store hat eine Fläche von 120 Quadratmetern und ist in Mitte, einem der lebhaftesten Trendviertel Berlins, zu finden.

30. adidas und die Porsche Design Group verkünden den nächsten Schritt ihrer Zusam- menarbeit und unterzeichnen eine neue Vereinbarung. Die gemeinsame Kollektion zeichnet sich durch Funktionalität und modisches Design aus und ist in über 250 Porsche Design Stores weltweit erhältlich.

02. Der erste adidas NEO Label Store wird in Hamburg eröffnet. Mit seinem Produkt- angebot aus einzigartiger und trendiger Fast- Fashion-Mode will das Label in erster Linie die 14- bis 19-Jährigen ansprechen. Der Store in Hamburg ist der erste von insgesamt zehn Stores, die in Deutschland eröffnet werden.

Bild 03

02. TaylorMade setzt zur Vermarktung des neuen R11S Drivers auf die Kampagne „Driver Love“, in der anstatt der technologischen Innova- tionen die enge emotionale Bindung, die Golfer zu ihren Lieblingsschlägern aufbauen, im Vordergrund steht. Bild 04

08. adidas und Dwight Howard stellen den neuen adiPower Howard 2 Signature-Basketball- schuh vor. Es ist der leichteste Howard Signature-Schuh aller Zeiten. Das einzigartige grafische Designelement aus gebrochenem Glas spielt auf Dwight Howards Kraft und explosive Dynamik an.

09. Reebok startet zur Unterstützung von ZigTech eine vierwöchige Kampagne in den USA und nutzt dabei TV, Print, digitale, mobile und soziale Medien.

13. adidas und die UEFA stellen den „adidas Finale Munich“, den offiziellen Spielball für das Finale der UEFA Champions League 2012, vor. Im Jahr 2012 feiert das UEFA Champions League Finale seine 20. Auflage. Gastgeber des aller- ersten Finalspiels war ebenfalls München.

Bild 05

05. adidas präsentiert im City of Coventry Stadium den Fußball „The Albert“. Er wird als offizieller Spielball beim Fußballturnier der Olympischen Spiele 2012 in London zum Einsatz kommen.

19. TaylorMade-adidas Golf gibt die Akquisition von Adams Golf, Inc. bekannt. Die Übernahme ermöglicht es TaylorMade-adidas Golf, sein Produktangebot zu erweitern und seine Präsenz bei einem breiteren Golfpublikum auszubauen.

20. adidas Golf stellt die Samba Golf Majors Kollektion für 2012 vor. Sie umfasst einzeln nummerierte Schuhe in vier limitierten Farbausführungen mit einem von den renom- miertesten Golfturnieren inspirierten Design.

In Anspielung auf das Jahr, in dem der kultige Samba erstmals auf den Markt kam, wurden von jedem Modell lediglich 1.950 Paar produ- ziert. Bild 06

22. adidas, offizieller Sportswear-Partner von Team GB und ParalympicsGB, präsentiert die Ausrüstung, die das britische Team bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2012 in London tragen wird. Die Kollektion, die von der britischen Designerin Stella McCartney entworfen wurde, ist die bis dato umfassendste Kollektion für ein Nationalteam.

22. Die Reebok Classics Kampagne „It takes a lot to make a Classic“ wird in den USA gestartet.

Reebok unterstreicht mit dieser globalen Marketingkampagne seine lange Tradition und seine Positionierung als authentische Classics Marke.

28. Das jüngste Kapitel der „adidas is all in“-Markenkampagne wird aufgeschlagen.

Die Kampagne, in der Markenbotschafter wie FIFA-Weltfußballer des Jahres Lionel Messi, Fußballstar David Beckham, MVP der NBA Derrick Rose und Popikone Katy Perry mitwirken, verdeutlicht, dass Leidenschaft alle vereint – unabhängig von Status, Klasse, Alter, Geschlecht und Nationalität. Bild 07

B U E N O S A I R E S 1 6 : 1 4 adidas.com

C H I C A G O 1 3 : 1 4 C H I C A G O 1 3 : 1 4

S A N F R A N C I S C O 1 1 : 1 4 L O N D O N 1 9 : 1 4

adidas is all in L O S A N G E L E S 1 1 : 1 4

© 2012 adidas AG. adidas, the 3-Bars logo and the 3-Stripes mark are registered trademarks of the adidas Group.

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MÄ R

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Q 1 / 2 012 01.4 Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden

Interview

mit dem Vorstandsvorsitzenden

Im ersten Quartal 2012 erzielte der adidas Konzern zum fünften Mal in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum und steigerte das Ergebnis je Aktie um 38 %. Sämtliche Regionen und Segmente trugen zur starken operativen Entwicklung bei, die insbesondere auf die Dynamik bei adidas und TaylorMade-adidas Golf zurückzuführen war. In diesem Quartal hat der Konzern zudem erfolgreich eine Wandelanleihe begeben und eine feste Vereinbarung zur Übernahme von Adams Golf unterzeichnet.

Im folgenden Interview lässt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns, das erste Quartal 2012 Revue passieren und spricht über die Chancen und Herausforderungen des Konzerns für den weiteren Jahresverlauf.

01.4

HE R B E R T H A INE R Vorstandsvorsitzender

(7)

A n u n s e r e A k t i o n ä r e

7

Q 1 / 2 012 01.4 Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden

? Herr Hainer, wie hat das Jahr 2012 für den adidas Konzern begonnen und was sind die wichtigsten Finanz-Highlights?

! Ich freue mich, herausragende Ergebnisse für das erste Quartal 2012 präsentieren zu können. Mit einem währungsberei- nigten Anstieg in Höhe von 14 % bzw. in Euro von 17 % auf mehr als 3,8 Mrd. € haben wir nun in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen zweistelliges Umsatzwachstum erzielt. Insbesondere in China und Japan sowie bei TaylorMade-adidas Golf lagen die Wachstumsraten deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen. Trotz eines Rückgangs der Bruttomarge um 0,7 Prozentpunkte auf 47,7 % infolge höherer Beschaffungskosten verbesserte sich die operative Marge um 1,1 Prozentpunkte auf 10,7 %. Dies wiederum führte zu einer Verbes- serung des Ergebnisses je Aktie um 38 % auf 1,38 €. Auch unsere Bilanz befindet sich nach wie vor in einem Top-Zustand. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir die Netto finanzverbindlichkeiten um 30 % auf 640 Mio. € reduziert. Während viele unserer Mitbewerber in verschie- denen Teilen der Welt mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen haben, können wir erneut eine Verbesserung in diesem Bereich vorweisen:

Der Anstieg der Vorräte verlangsamte sich währungsbereinigt auf 13 %. Summa summarum: Die Ergebnisse bestätigen zweifelsohne die außergewöhnliche Dynamik und weltweite Stärke des adidas Konzerns.

? Bei Ihren Ergebnissen sticht vor allem hervor, dass sich alle Regionen weiterhin sehr gut entwickeln – allen voran China und Westeuropa. Was ist die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung?

! Eine fokussierte und konsistente Herangehensweise sowie Investitionen in unsere Marken und Vertriebskanäle sind die Trieb- feder für diese noch nie da gewesene Wachstumsphase unseres Konzerns weltweit. Wenn ich mir zum Beispiel China anschaue – mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 26 % im ersten Quartal –, wird zweifelsfrei deutlich, dass wir in dieser wichtigen Region Marktanteile hinzugewinnen. Wir haben dort unser Geschäft seit dem Jahr 2009 mit Geduld und Bedacht neu aufgebaut und richteten unser Augenmerk dabei vor allem auf die Qualität des Vertriebs, das heißt auf die Anzahl der Geschäfte und die Optimierung der Standorte. Zudem haben wir unser Produktangebot und unsere Produktpräsentation überarbeitet, um den immer anspruchsvoller werdenden chinesischen Konsumenten zu erreichen. Dies zeigt sich besonders deutlich in unserem eigenen Einzelhandelsgeschäft:

Der Umsatz ist in diesem Zeitraum auf vergleichbarer Basis um 10 % gestiegen. Auch in Westeuropa ist unsere operative Stärke der Erfolgsfaktor. Hier begeistern wir nach wie vor Konsumenten und Kunden mit Top-Produktinnovationen und Markenerlebnissen. Mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 7 % konnten wir die Markt- anteile, die wir im Vorjahr neu hinzugewonnen haben, festigen und ausbauen. Dabei achten wir stets darauf, die richtigen Produkte in den richtigen Vertriebskanälen zu platzieren. Gleichzeitig wollen wir die Interaktion der Konsumenten mit unseren Marken am Point- of-Sale verbessern, indem wir hochwertige Instore- und Shop-in- Shop-Initiativen anbieten sowie erstklassige Nachschubprogramme sicherstellen.

? Die Marke adidas erzielte im ersten Quartal ein beeindruckendes währungsbereinigtes Wachstum in Höhe von 16 %. Ist dies ausschließlich auf die großen Sportereignisse des Jahres zurückzuführen?

! Keineswegs. Die Performance der Marke adidas stützt sich auf viel mehr als nur große Sportereignisse. Unsere Fußball- und Olympia-Produkte verkaufen sich zweifelsohne sehr gut, aber auch in unseren anderen Kern kategorien sehen wir beeindruckende Wachstumsraten auf währungsbereinigter Basis. Bei Running stieg der Umsatz um 16 % – dank des anhaltenden Erfolgs unserer adizero Lightweight-Angebote und der Einführung des neuen ClimaCool Seduction, dem atmungs aktivsten Laufschuh, den wir jemals auf

den Markt gebracht haben. Auch Basketball verzeichnet nach wir vor solide Wachstumsraten, wobei sich vor allem der Bereich Schuhe mit einem Plus von 23 % äußerst positiv entwickelte. Outdoor und Sport Style hielten ebenfalls ihre Dynamik des Vorjahres aufrecht und legten um 45 % bzw. 24 % zu. Dank dieser Stärke über viele Kategorien hinweg sind wir weltweit deutlich gewachsen. Dies belegt auch die Tatsache, dass wir mit der Marke adidas in all unseren Regionen zweistellige Zuwächse verzeichnen konnten.

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Q 1 / 2 012

? Können Sie uns zu den Ergebnissen von Reebok im ersten Quartal Näheres sagen. Wie wirken sich die diesjährigen Veränderungen im Lizenzgeschäft auf die Marke aus?

! Im ersten Quartal ging der währungsbereinigte Umsatz von Reebok um 7 % zurück. Genauso haben wir es auch erwartet.

Ohne die Auswirkungen der Umgliederung des NHL-Geschäfts in den USA zum Segment Reebok-CCM Hockey sowie der Beendigung der NFL-Lizenz und ohne Toning stieg der Umsatz um 10 %. Da die NFL-Vereinbarung erst im März ausgelaufen ist, wirkte sich dies im ersten Quartal nur geringfügig aus. In Westeuropa sah sich Reebok angesichts der schwachen Konjunktur und der Tatsache, dass sich die Einzelhändler dort derzeit mehr auf die großen Sportereignisse fokus- sieren, mit einigen Herausforderungen konfrontiert. In den meisten anderen Regionen verzeichnen wir jedoch weiterhin gute Fortschritte.

In Nordamerika stieg der Umsatz ohne das Lizenzgeschäft und Toning um 5 % und die Profitabilität von Reebok verbesserte sich aufgrund einer besseren Preisgestaltung und eines insgesamt stärkeren Produktangebots weiter. In allen anderen Regionen ist die Marke im ersten Quartal gewachsen, gestützt durch ein erweitertes Angebot an Performance-Produkten wie Zig und RealFlex und die Einführung einiger neuer Classics Modelle. Dies alles wirkt sich letztendlich positiv auf die Margen aus. Die Bruttomarge von Reebok verbesserte sich um 60 Basispunkte. Zugegeben – ich hätte mir mehr Umsatz- wachstum gewünscht, Fakt ist aber: Wir machen mit der Marke nach wie vor Fortschritte. Im Hinblick auf die Zukunft kann ich sagen, dass unsere Pläne für das Jahr 2013 konkrete Formen annehmen. Hierzu zählt auch die Vorstellung einiger neuer, wichtiger Produkte und Technologien. Wir freuen uns darauf, Ihnen bei unserer Investoren- veranstaltung im September Näheres zu erzählen.

? Welche Auswirkungen erwarten Sie aufgrund der Vorfälle, die Sie bei Reebok in Indien aufgedeckt haben?

! Bedauerlicherweise haben wir bei unserem Reebok Geschäft in Indien Unregelmäßigkeiten entdeckt. Aufgrund der Sensibilität der laufenden Untersuchung werden Einzelheiten entsprechend erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Derzeit schätzen wir den maximalen negativen Effekt auf einen Vorsteuer betrag von bis zu 125 Mio. €. Da diese Unregelmäßigkeiten nach derzeitiger Beurteilung bereits vor dem Geschäftsjahr 2012 vorgefallen sind, werden wir gemäß den Anforderungen von IAS 8 eventuell eine Anpassung des Konzernabschlusses des Vorjahres vornehmen müssen. Der Jahresabschluss der adidas AG ist hiervon nicht betroffen. Ich kann Ihnen versichern, dass Maßnahmen zum Schutz der Interessen des Konzerns mit Nachdruck unternommen wurden und weiterhin unter- nommen werden. Unter anderem haben wir bereits Ende März eine neue Führungsmannschaft in Indien eingesetzt. Unter dieser neuen Führung beabsichtigen wir zudem, die Umstrukturierung unserer Geschäftsaktivitäten in Indien weiter zu forcieren. Hierzu zählen wesentliche Änderungen der Geschäftspraktiken. Dies könnte zu einem zusätzlichen negativen Einmaleffekt in den verbleibenden Quartalen des Jahres 2012 in geschätzter Höhe von bis zu 70 Mio. € führen.

? TaylorMade-adidas Golf hat überragende Ergebnisse erzielt. Können Sie uns sagen, wie es mit der Kategorie Golf aussieht und welche Rolle der beabsichtigte Erwerb von Adams Golf in Ihren Plänen spielt?

! Unsere Performance bei TaylorMade-adidas Golf war im ersten Quartal einfach atemberaubend. Ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 32 % bedeutet das höchste Wachstum in diesem Segment seit fast neun Jahren. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass wir schon im letzten Jahr ein Wachstum von 20 % erzielt haben. Was ist der Grund für diesen Erfolg? Ganz einfach: Die innovative Produktpalette, die wir heute Golfern in allen Kategorien bieten können. Der währungsbereinigte Umsatz stieg sowohl in allen Schlägerkategorien als auch in den Bereichen Bekleidung und Schuhe zweistellig. Im Bereich Metallhölzer konnten wir 28 % und im Bereich Eisen 64 % hinzugewinnen – und das sind nur einige der Highlights.

Was aber noch wichtiger ist: Aufgrund dieses kräftigen Umsatz- wachstums konnte TaylorMade-adidas Golf sein Betriebs ergebnis im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppeln.

Um Ihre Frage zur geplanten Akquisition zu beantworten: Nachdem wir inzwischen das größte Golfunternehmen weltweit sind, lautet unsere Mission nun, das beste Golfunternehmen der Welt zu werden – über alle Regionen, Produkte und Kundendemografien hinweg. Die Übernahme von Adams Golf ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung.

Die geplante Zusammenführung von TaylorMade-adidas Golf und Adams Golf vereint zwei Marken, die sich hervorragend ergänzen. Sie kombiniert die Ausrichtung von TaylorMade-adidas Golf auf jüngere Spieler sowie Golfer mit niedrigem bis mittlerem Handicap mit der Ausrichtung von Adams Golf auf weibliche sowie ältere und ehrgeizige Spieler. Die Transaktionskosten belaufen sich auf insgesamt etwa 53 Mio. €.

? Im März haben Sie eine Wandelanleihe mit einem Volumen in Höhe von 500 Mio. € begeben. Was waren die Gründe für diesen Schritt und welche Auswirkungen erwarten Sie?

! Insbesondere in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit ist es wichtig, eine gesunde Bilanzstruktur sicherzustellen und die Kapital- kosten zu optimieren. Angesichts sehr guter Markt bedingungen für Wandelanleihen sahen wir hier eine hervorragende Möglichkeit, uns eine langfristige Finanzierung zu günstigen Konditionen zu sichern.

Die Wandelanleihe hat mit 0,25 % einen sehr niedrigen jährlichen Kupon und zudem eine hohe Wandlungsprämie von 40 %; damit sind auch unsere bisherigen Aktionäre geschützt. Wir beabsichtigen den Erlös aus der Emission zur Vorfinanzierung von fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten, zur Unterstützung des fortwährenden Geschäftswachstums und zur Finanzierung des Bedarfs an kurzfris- tigem Betriebskapital zu verwenden. Was die Auswirkungen angeht:

Bis der Wandlungspreis erreicht wird, gibt es keine verwässernde Komponente in unserem Ergebnis je Aktie. Erst dann ergeben sich 5,99 Millionen potenzielle zusätzliche Aktien und die Zinsanpassung nach Steuern gemäß den Rechnungslegungsgrundsätzen wird circa 9 Mio. € betragen. Damit beläuft sich der potenzielle verwässernde Effekt auf den Gewinn lediglich auf circa 1 %.

01.4 Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden

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Q 1 / 2 012

? noch eine Frage zum Schluss: Haben sich angesichts der jüngsten Entwicklungen ihre Prognosen für das Gesamtjahr verändert?

! Unter Berücksichtigung der besser als erwarteten Ergebnisse für das erste Quartal, der sich fortsetzenden, starken Dynamik der Konzernmarken in wichtigen Märkten sowie der negativen Auswir- kungen eines potenziellen Einmaleffekts im Zusammenhang mit unserer geplanten Umstrukturierung der Geschäftsaktivitäten bei Reebok in Indien können wir die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöhen. Wir erwarten jetzt, dass der währungs- bereinigte Umsatz um annähernd 10 % steigen wird. Bisher sind wir

von einem Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Bereich ausge- gangen. Trotz der negativen Auswirkungen höherer Beschaffungs- kosten in der ersten Jahreshälfte gehen wir nach wie vor davon aus, die Bruttomarge auf einem stabilen Niveau gegenüber dem Vorjahr halten zu können. Die operative Marge dürfte sich auf annähernd 8 % verbessern, ungeachtet des negativen Einmaleffekts in Höhe von bis zu 70 Mio. € im Zusammenhang mit den potenziellen Umstruktu- rierungen und Änderungen in der Geschäftstätigkeit in Indien. Alles in allem rechnen wir damit, dass der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 12 % bis 17 % steigen wird – auf ein neues Rekordniveau von 750 Mio. € bis 785 Mio. €. Das liegt ebenfalls über unserer bishe- rigen Prognose, die einen Anstieg in Höhe von 10 % bis 15 % vorsah.

01.4 Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden

Herr Hainer, vielen Dank für das Gespräch.

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Q 1 / 2 012 01.5 Unsere Aktie

Internationale Aktienmärkte setzen positive Dynamik Anfang 2012 fort

Im ersten Quartal 2012 verzeichneten die internationalen Aktienmärkte deutliche Zugewinne und setzten damit ihre positive Dynamik vom Ende des Vorjahres fort. Während dieses Zeitraums einigten sich die politischen Entscheidungsträger Europas auf eine striktere Haushaltsdisziplin und genehmigten ein weiteres Rettungspaket für Griechenland. Zudem beschlossen sie gegen Ende des Quartals eine Aufstockung des Rettungsschirms auf 800 Mrd. €, um eine weitere Verschärfung der Schuldenkrise in der Eurozone zu vermeiden. Diese Maßnahmen trugen maßgeblich dazu bei, das Vertrauen der Investoren zu stärken und die Stimmung an den Aktienmärkten zu verbessern. Eine Reihe von soliden US-Konjunkturdaten lieferte weitere positive Impulse. Die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit drei Jahren, starke Umsatztrends im Einzelhandel sowie steigendes Verbrauchervertrauen deuteten auf eine fundamentale Erholung der weltweit führenden Volkswirtschaft hin. Die Ankündigung der US-Notenbank, die Zinssätze bis Ende 2014 auf den derzeitigen Rekordtiefständen zu belassen, wirkte sich hier ebenfalls positiv aus. Vorübergehende Rückschläge im Laufe des Quartals setzten die Aktienmärkte allerdings unter Druck.

Vor allem die schwachen Konjunkturaussichten für die Eurozone bereiteten Anlegern Sorge. Zudem erreichten die Arbeitslosenzahlen in der Region einen Höchststand und die europäische Zentralbank revidierte ihre BIP-Wachstumsprognose für das Jahr 2012 nach unten. Darüber hinaus zeigten sich Marktteilnehmer besorgt, da sich das Wirtschaftswachstum Chinas verlangsamte, was zum Teil auf explodierende Ölpreise infolge politischer Spannungen im Nahen Osten zurück zuführen war. Infolge dieser Entwicklungen legte der DAX deutlich zu und beendete das erste Quartal mit einem Plus von 18 % bei 6.947 Punkten. Der Dow Jones Index und der MSCI World Textiles, Apparel & Luxury Goods Index, in dem die Hauptwettbewerber des Konzerns vertreten sind, verzeichneten verglichen mit Ende Dezember 2011 einen Anstieg um 8 % bzw. 23 %.

Unsere Aktie

Im ersten Quartal 2012 setzten die internationalen Aktienmärkte ihre positive Dynamik vom Ende des Vorjahres fort und verzeichneten deutliche Gewinne. Diese Entwicklung spiegelt vor allem das zuneh- mende Vertrauen der Anleger wider, die die bis dato erreichten Fortschritte durch politische Entschei- dungsträger zur Bewältigung der Schuldenkrise in der Eurozone positiv bewerteten. Zudem deuteten einige Konjunkturdaten auf eine grundlegende Verbesserung der US-Wirtschaft hin. Infolgedessen legten der DAX und der MSCI World Textiles, Apparel & Luxury Goods Index gegenüber Ende Dezember 2011 um 18 % bzw. 23 % zu. Verglichen mit diesen beiden Indizes fiel der Anstieg der Aktie der adidas AG – nach drei aufeinanderfolgenden Quartalen, in denen sich unsere Aktie deutlich besser als der Markt insgesamt entwickelt hatte – mit einem Plus von 16 % im ersten Quartal 2012 etwas geringer aus.

01.5

05 Die adidas AG Aktie

Anzahl Aktien Durchschnitt im

ersten Quartal 209.216.186 zum 31. März 1) 209.216.186

Aktienart Auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien (Namensaktien)

Free Float 100 %

Börsengang 17. November 1995

Aktiensplit 6. Juni 2006 (im Verhältnis 1: 4) Börsenplatz Alle deutschen Börsen Wertpapiercode (ISIN) DE000A1EWWW0

Börsenkürzel ADS, ADSGn.DE

Wichtige Indizes DAX

MSCI World Textiles, Apparel & Luxury Goods Deutsche Börse Prime Consumer Dow Jones STOXX

Dow Jones EURO STOXX Dow Jones Sustainability Indizes FTSE4Good Europe Index

Ethibel Sustainability Index Excellence Europe ASPI Eurozone Index

ECPI Ethical Index EMU STOXX Global ESG Leaders 1) Alle Aktien sind voll dividendenberechtigt.

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11

Q 1 / 2 012

Aktienkurs der adidas AG steigt deutlich im ersten Quartal

Die Aktie der adidas AG entwickelte sich zu Beginn des Jahres sehr positiv und setzte die Dynamik des Vorquartals fort. Die allgemein positive Stimmung an den Aktienmärkten sowie die positiven Kommentare von Analysten und Medienvertretern hinsichtlich der bevorstehenden Ergebnisveröffentlichung des adidas Konzerns für das Gesamtjahr 2011 und zum Ausblick für das Jahr 2012 unter- stützten die Entwicklung unserer Aktie. Der positive Trend setzte sich auch im Februar fort, da einige Analysten ihre Kaufempfeh- lungen und Kursziele erhöhten. Sie zeigten damit ihr Vertrauen in die überlegene Positionierung der Konzernmarken und in die Fähigkeit des adidas Konzerns, von der fundamentalen Stärke des Sport- artikelmarkts profitieren zu können. Mitte Februar unterstützten besser als erwartete Ergebnisse eines unserer Hauptmitbewerber die Entwicklung der Aktie der adidas AG zusätzlich. Aufgrund dieser Entwicklungen erreichte der Aktienkurs der adidas AG am 20. Februar einen neuen Höchststand von 60,34 €. Die Veröffentlichung der Konzernergebnisse für das Geschäftsjahr 2011 am 7. März sowie die Bestätigung des Ausblicks für das Jahr 2012 stießen darüber hinaus auf positive Resonanz. Als wichtige Errungenschaften nannten Markt- teilnehmer die starke Umsatzdynamik über alle Märkte und Vertriebs- kanäle hinweg sowie die deutlich verbesserte Bilanz, insbesondere die Netto-Cashposition zum Jahresende und das weiterhin abneh- mende Wachstum der Vorräte. Allerdings betrachteten einige Inves- toren den deutlichen Kursanstieg als gute Möglichkeit für Gewinnmit- nahmen. Dies resultierte wiederum in einer Kurskorrektur am Tag der Ergebnisveröffentlichung. Zum Ende des Quartals hin wurden diese Verluste jedoch mehr als kompensiert, unterstützt durch günstige Trends an den Aktienmärkten sowie erfolgreiche Investor-Relations- Marketingaktivitäten. Infolgedessen beendete die Aktie der adidas AG das Quartal mit 58,54 € und damit 16 % über dem Jahresschlusskurs 2011.

Anzahl der ADRs steigt weiter

Die Anzahl der Level 1 American Depository Receipts (ADRs) stieg im Dreimonatszeitraum verglichen mit der Anzahl am Ende des Jahres 2011. Zum 30. März 2012 belief sich die Zahl der ausstehenden ADRs auf 10,1 Millionen (30. Dezember 2011: 10,0 Millionen). Dies bedeutet

einen beträchtlichen Anstieg gegenüber dem Stand zum 31. März 2011 als sich die Anzahl der ausstehenden ADRs auf 6,6 Millionen belief. Das Level 1 ADR schloss das Quartal bei 39,07 US-$ und lag somit um 20 % über dem Stand von Ende Dezember 2011. Der stärker ausgeprägte Kursanstieg des Level 1 ADR gegenüber dem Kursanstieg der Aktie war auf die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zum Ende des ersten Quartals verglichen mit dem Jahresende 2011 zurückzuführen.

Erfolgreich ausgegebene Wandelanleihe

Mitte März begab die adidas AG eine Wandelanleihe mit einer Laufzeit bis zum 14. Juni 2019 und einem Gesamtnennbetrag von 500 Mio. €

SiEHE ERlÄuTERunG 5, S. 39. Die Schuldverschreibungen können vor Juni 2017 weder vom Emittenten noch von den Inhabern gekündigt werden.

Die Schuldverschreibungen sind in 5,99 Millionen neu auszugebende oder bestehende Aktien der adidas AG wandelbar.

Der Erlös aus der Emission wird zur weiteren Optimierung der Fremdkapitalstruktur des Konzerns und zur Vorfinanzierung von fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten sowie zur Unterstützung des fortwährenden Geschäftswachstums und zur Finanzierung des Bedarfs an kurzfristigem Betriebskapital verwendet. Die Wandel- anleihe wurde ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika angeboten und wurde an den Finanzmärkten äußerst gut angenommen. Die Wandelanleihe war mehrfach überzeichnet. Sie weist einen jährlichen Kupon von 0,25 % und eine Wandlungsprämie von 40 % über dem Referenzpreis von 59,61 € auf. Der Wandlungspreis wurde bei 83,46 € festgelegt. Die Wandelanleihe wurde am 12. April 2012 zum Handel im Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

01.5 Unsere Aktie

06 Historische Entwicklung der adidas AG Aktie und wichtiger Indizes zum 30. März 2012 (in %)

Seit Jahres- beginn

1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre Seit Börsengang

adidas AG 16 32 134 43 505

DAX 18 – 1 70 0 216

MSCI World Textiles,

Apparel & Luxury Goods 23 21 187 54 303

Quelle: Bloomberg.

07 Aktienkursentwicklung 2012 1)

| 30. Dez. 2011 30. Mär. 2012 |

130

115

100

85

adidas AG DAX MSCI World Textiles, Apparel & Luxury Goods Index 1) Index: 30. Dezember 2011 =100.

(12)

a n u n s e r e a k t I o n ä r e

12

Q 1 / 2 012

Dividendenvorschlag von 1,00 € je Aktie

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der adidas AG werden der Hauptver- sammlung am 10. Mai 2012 für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 1,00 € je Aktie vorschlagen (2010: 0,80 €). Sofern die Hauptversammlung ihre Zustimmung erteilt, wird die Dividende am 11. Mai 2012 ausgezahlt. Dies bedeutet eine Erhöhung um 25 % gegenüber dem Vorjahr; zum Vergleich: Der auf Anteilseigner entfal- lende Gewinn stieg 2011 um 18 %. Die Gesamtausschüttung in Höhe von 209 Mio. € (2010: 167 Mio. €) entspricht einem Ausschüttungssatz von 31 % des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns (2010:

30 %). Dieser Vorschlag steht im Einklang mit der Dividendenpolitik des Konzerns, die einen Ausschüttungssatz zwischen 20 % und 40 % des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns vorsieht.

Veränderungen in der Investorenbasis

Im ersten Quartal 2012 erhielt der Konzern eine Stimmrechts- mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

TaBEllE 08. Diese und alle danach erhaltenen Stimmrechtsmittei- lungen sind auch auf unserer Webseite unter : WWW.adidaS-GRouP.dE/

STiMMRECHTSMiTTEilunGEn zu finden.

Offenlegung von Aktiengeschäften auf der Internetseite des Unternehmens

Transaktionen mit Aktien der adidas AG (ISIN DE000A1EWWW0) oder mit sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten im Sinne von § 15a WpHG durch Mitglieder unseres Vorstands oder Aufsichtsrats bzw.

andere leitende Führungskräfte oder mit ihnen in enger Beziehung stehende Personen werden auf unserer Internetseite unter : WWW.

adidaS-GRouP.dE/diRECToRS_dEalinGS veröffentlicht. Im ersten Quartal 2012 erhielt die adidas AG die Mitteilung, dass Christian Tourres, Mitglied des Aufsichtsrats der adidas AG, am 15. März 2012 49.372 Aktien verkauft hat.

01.5 Unsere Aktie

08 Erhaltene Stimmrechtsmitteilungen im ersten Quartal 2012

Tag der Mitteilung Mitteilungspflichtiger Über-/Unterschrittener

Schwellenwert Stimmrechte

(in % der Gesamtstimmrechte) Tag der Veränderung 28. März 2012 BlackRock Advisors Holdings, Inc. and others > 3 % 7.316.232

(3,50 %) 16. März 2012

09 adidas AG Marktkapitalisierung zum Jahresende

(in Mio. €)

2012 1) 12.248

2011 10.515

2010 10.229

2009 7.902

2008 5.252

1) Zum 30. März.

(13)

k o n z e r n -z w I s c h e n l a g e b e r I c h t

13

Q 1 / 2 012 02.1 Geschäftsentwicklung des Konzerns Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Weltwirtschaft wächst im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2012 trugen die steigende Inlandsnachfrage sowie robuste Produktions- und Dienstleistungssektoren der Schwellen- länder maßgeblich zum Weltwirtschaftswachstum bei. Die Industrie- nationen waren hingegen durch eine schwache Konjunktur gekenn- zeichnet. Hohe Treibstoffpreise und radikale Sparmaßnahmen dämpften die Ausgaben und das Wirtschaftswachstum in vielen dieser Länder. Die Wirtschaftsleistung in Westeuropa verharrte weiterhin auf einem niedrigen Niveau, mit einem insgesamt moderaten Rückgang in der Eurozone, trotz BIP-Expansion in Deutschland und Frank- reich. Insbesondere die Schuldenkrise in der Eurozone stellte die Region weiterhin vor Herausforderungen; strikte Sparmaßnahmen und eine restriktivere Fiskalpolitik zusammen mit hoher Arbeitslo- sigkeit trübten das Verbrauchervertrauen und die Konsumausgaben.

Demgegenüber stand ein solides BIP-Wachstum in den meisten europäischen Schwellenländern, das von nachlassendem Inflations- druck und robustem Konsumverhalten getragen wurde. Insbesondere Russland profitierte von einer starken Binnennachfrage und hohen Rohstoffpreisen. In den USA wirkten sich hohe Treibstoffpreise und hohe Arbeitslosenzahlen negativ auf die Konjunktur aus. Trotz dieser negativen Vorzeichen sorgten die Stabilisierung des Wohnimmobili- enmarkts und die Verbesserung des Verbrauchervertrauens für einen Anstieg der Konsumausgaben. Die meisten Volkswirtschaften Asiens verzeichneten kräftige BIP-Wachstumsraten, die in erster Linie aus hohen Exporten und deutlich steigenden Löhnen resultierten. Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas hingegen, unterstützt durch bewusste Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation, fiel schwächer aus als in den Vorquartalen. In Japan wuchs das BIP allerdings nur mäßig; hier regten staatliche Konjunkturpakete und Wiederaufbau- investitionen nach dem Erdbeben die konjunkturelle Aktivität und die Binnennachfrage an. Hauptwachstumstreiber für viele Volks- wirtschaften Lateinamerikas waren anhaltend hohe Rohstoffpreise,

niedrige Arbeitslosenzahlen, eine nachlassende Inflation sowie fiskal- politische Anreize vieler Regierungen der Region. Allerdings wirkte sich die sinkende Nachfrage, vor allem seitens Europas, negativ auf den Exportbereich und die Industrieproduktion aus.

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Im ersten Quartal 2012 erzielte der Konzern erneut sehr positive Ergebnisse. Infolge zweistelliger Zuwächse in allen Segmenten stieg der währungsbereinigte Konzernumsatz um 14 %. In Euro erhöhte sich der Konzernumsatz um 17 % auf 3,824 Mrd. € (2011: 3,273 Mrd. €). Die Bruttomarge des Konzerns verringerte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 47,7 % (2011: 48,5 %). Höhere Beschaffungskosten hoben den positiven Effekt eines besseren Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung sowie eines größeren Anteils von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, mehr als auf. Das Bruttoergebnis des Konzerns stieg im ersten Quartal 2012 um 15 % auf 1,826 Mrd. € (2011: 1,587 Mrd. €).

Die operative Marge lag mit 10,7 % um 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (2011: 9,6 %). Diese Verbesserung resultierte in erster Linie aus dem positiven Effekt niedrigerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz, der einen Rückgang der Bruttomarge mehr als ausglich.

Höhere sonstige betriebliche Erträge sowie höhere Lizenz- und Provisionserträge trugen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Das Betriebsergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal 2012 um 30 % auf 409 Mio. € (2011: 313 Mio. €). Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn stieg um 38 % auf 289 Mio. € (2011: 209 Mio. €). Das verwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich im ersten Quartal 2012 um 38 % auf 1,38 € (2011: 1,00 €).

02.1

10 Quartalsweise Entwicklung des Konsumentenvertrauens 1)

(nach Regionen)

Q1 2011 Q2 2011 Q3 2011 Q4 2011 Q1 2012

USA 2) 63,8 57,6 46,4 64,8 69,5

Eurozone 3) – 10,6 – 10,0 – 19,3 – 21,3 – 19,1

Japan 4) 38,3 36,3 38,5 38,1 40,1

China 5) 107,6 108,1 103,4 100,5 105,0

Russland 6) – 13,0 – 9,0 – 7,0 – 7,0 – 5,0

1) Zahlen am Quartalsende.

2) Quelle: Conference Board.

3) Quelle: Europäische Kommission.

4) Quelle: Volks- und Sozialwirtschaftliches Institut der japanischen Regierung.

5) Quelle: Chinesisches Statistikamt.

6) Quelle: Russisches Statistikamt.

11 Wechselkursentwicklung 1)

(1 € entspricht) Durch- schnittskurs 2011

Q2 2011 Q3 2011 Q4 2011 Q1 2012 Durch-

schnittskurs 2012 2)

USD 1,3922 1,4453 1,3503 1,2939 1,3356 1,3114

GBP 0,8678 0,9026 0,8667 0,8353 0,8339 0,8346

JPY 111,04 116,25 103,79 100,20 109,56 103,97

RUB 40,871 40,400 43,041 41,659 39,171 39,667

CNY 9,0000 9,3534 8,5810 8,1527 8,4067 8,2726

1) Kassakurs am Quartalsende.

2) Durchschnittskurs des ersten Quartals.

(14)

k o n z e r n -z w I s c h e n l a g e b e r I c h t

14

Q 1 / 2 012 02.1 Geschäftsentwicklung des Konzerns Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche Gewinn-und-Verlust-Rechnung

12 Umsatzerlöse im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 3.824

2011 3.273

2010 2.674

2009 2.577

2008 2.621

13 Umsatzerlöse im 1. Quartal nach Segmenten

2012

1 68 % Großhandel

2 18 % Einzelhandel

3 14 % Andere Geschäftssegmente 1

2 3

14 Umsatzerlöse im 1. Quartal nach Regionen

2012

1 31 % Westeuropa 2 23 % Nordamerika

3 15 % Andere Asiatische Märkte 4 11 % Europäische Schwellenländer 5 10 % Lateinamerika

6 10 % China 6

5 1

3 2 4

Positive Wachstumstrends in der Sportartikelbranche weltweit im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2012 verzeichnete die Sportartikelbranche weltweit ein gesundes Wachstum, das sowohl durch steigende Volumina als auch durch höhere durchschnittliche Verkaufspreise erreicht wurde.

Das Wachstum des Industriesektors war in erster Linie auf robuste Konsumausgaben in den Schwellenländern zurückzuführen, die verhaltene Konsumausgaben in einigen westeuropäischen Ländern und Japan kompensierten. Aus Kategoriesicht erwies sich Running als größter Wachstumstreiber, was vor allem auf die anhaltende Beliebtheit von Lightweight-Running-Produkten zurückzuführen war. Auch die Kategorien Training und Outdoor konnten robuste Umsatzsteigerungen vorweisen. Die milde Witterung in vielen wichtigen Ländern förderte zudem sportliche Aktivitäten im Freien.

In den USA und in Großbritannien sorgte dies insbesondere für eine steigende Anzahl an gespielten Golfrunden. Gleichzeitig jedoch waren schwache Umsätze in vielen Wintersportkategorien die Folge. In Europa verzeichnete die Sportartikelbranche trotz Sparmaßnahmen und einer hohen Arbeitslosigkeit in vielen Märkten ein moderates Wachstum. In Westeuropa begünstigten robuste Konsumausgaben und solide Einzelhandelsaktivitäten in Deutschland das Wachstum der Branche, wobei die Nachfrage nach Sportartikeln in einigen peripheren Ländern der Eurozone weiterhin gering blieb. In den europäischen Schwellenländern unterstützten steigende Löhne und eine nachlassende Inflationsangst das Konsumentenvertrauen und die Konsumausgaben, was sich auch positiv auf den Umsatz im Einzel- handel sowie auf die Expansion des Sportartikelsektors, vor allem in Russland, auswirkte. In Nordamerika förderte die gute Einzelhandels- entwicklung bei Running, Basketball und Training das Wachstum der Sportartikel industrie. Innovative Technologien, vor allem bei Light- weight-Produkten trugen maßgeblich zum Umsatzanstieg in diesen Kategorien bei. Die für diese Jahreszeit ungewöhnlich milden Witte- rungsverhältnisse in der Region begünstigten einen frühen Start vieler Outdoorsportarten in die Frühjahr-/Sommersaison und führten u. a.

zu stark steigenden Golferzahlen. Die Situation auf dem US-Toning- Markt blieb im ersten Quartal nach wie vor schwierig. In Asien sorgten deutliche Lohnsteigerungen und zunehmende Konsumausgaben für ein Wachstum der Sportartikelbranche. Das Wachstum der Sport- artikelindustrie in China war insbesondere auf internationale Marken zurückzuführen, da zahlreiche inländische Anbieter mit den negativen Auswirkungen von Überbeständen zu kämpfen hatten. In Japan hingegen entwickelte sich die Sportartikelbranche aufgrund geringer Wirtschaftsaktivität und niedriger Konsum ausgaben nach wie vor verhalten. Die Sportartikelbranche Lateinamerikas startete solide ins Jahr. Nachlassende Inflation und eine Lockerung der Kreditver- gabepolitik führten zu steigenden Ausgaben für Sportartikel in den meisten Märkten der Region.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt im ersten Quartal 2012 um 14 %

Im ersten Quartal 2012 legte der Konzernumsatz aufgrund von zweistelligen Umsatzzuwächsen in den Segmenten Großhandel und Einzelhandel sowie in den Anderen Geschäftssegmenten währungs- bereinigt um 14 % zu. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2012 mit 3,824 Mrd. € um 17 % über dem Vorjahresniveau (2011:

3,273 Mrd. €) GRaFiK 12.

Konzernumsatz steigt aufgrund zweistelliger Zuwächse in allen Segmenten

Im ersten Quartal 2012 stieg der währungsbereinigte Umsatz im Großhandelssegment aufgrund von zweistelligem Wachstum bei adidas um 10 %. Der währungsbereinigte Umsatz im Einzelhandels- segment legte, vor allem infolge hoher einstelliger Zuwächse auf vergleichbarer Basis, im Vergleich zum Vorjahr um 16 % zu. In den Anderen Geschäftssegmenten nahm der Umsatz auf währungs- bereinigter Basis um 32 % zu. Ausschlaggebend hierfür waren deutlich zweistellige Zuwächse bei TaylorMade-adidas Golf und Reebok-CCM Hockey. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die

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15

Q 1 / 2 012 02.1 Geschäftsentwicklung des Konzerns Gewinn-und-Verlust-Rechnung

15 Umsatzerlöse nach Regionen (in Mio. €)

1. Quartal

2012 1. Quartal

2011 Veränderung Veränderung

(währungsneutral)

Westeuropa 1.174 1.094 7 % 7 %

Europäische Schwellenländer 430 370 16 % 15 %

Nordamerika 869 751 16 % 11 %

China 385 284 36 % 26 %

Andere Asiatische Märkte 594 446 33 % 26 %

Lateinamerika 372 328 14 % 14 %

Gesamt 1) 3.824 3.273 17 % 14 %

1) Bei Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

16 Umsatzerlöse nach Produktbereichen (in Mio. €)

1. Quartal

2012 1. Quartal

2011 Veränderung Veränderung

(währungsneutral)

Schuhe 1.848 1.619 14 % 12 %

Bekleidung 1.527 1.323 15 % 12 %

Zubehör 449 331 35 % 31 %

Gesamt 1) 3.824 3.273 17 % 14 %

1) Bei Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

17 Wichtige Produkteinführungen im 1. Quartal 2012

Produkt Marke

adipure 11Pro Fußballschuh adidas

adizero Rose 2.5 Basketballschuh adidas

miCoach Resolution Laufschuh adidas

adizero adios 2 Laufschuh adidas

Barricade 7 Tennisschuh adidas

Terrex Fast R Outdoorschuh adidas

adipure Trainer Trainingsschuh adidas

adizero gld2O Olympic Schwimmbekleidung adidas adipure Trainingsbekleidung für Frauen adidas

Zig Activate Laufschuh Reebok

RealFlex Transition Trainingsschuh Reebok

RealFlex CrossFit Nano Trainingsschuh Reebok

CrossFit Bekleidung Reebok

R11S und R11S TP Driver TaylorMade

RocketBallz Driver, Eisen und Bälle TaylorMade

Penta TP5 und TP3 Golfball TaylorMade

Samba Schuhe adidas Golf

Powerband 4.0 Schuhe adidas Golf

Segmentumsatzerlöse in Euro aus. Im Großhandelssegment stieg der Umsatz im ersten Quartal 2012 um 13 % auf 2,614 Mrd. € (2011:

2,320 Mrd. €). Der Umsatz im Einzelhandelssegment legte um 20 % auf 693 Mio. € zu (2011: 577 Mio. €). In den Anderen Geschäftsseg- menten lag der Umsatz mit 517 Mio. € um 37 % über dem Vorjahres- niveau (2011: 376 Mio. €).

Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in allen Regionen zu

Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2012 in allen Regionen über dem Vorjahresniveau. Die Umsätze in Westeuropa stiegen währungsbereinigt um 7 %, primär aufgrund von Zuwächsen in Großbritannien, Italien, Polen, Spanien und Deutschland. In den Europäi schen Schwellenländern lag der Umsatz aufgrund von zweistel- ligem Wachstum in den meisten Ländern der Region währungsbereinigt um 15 % über dem Vorjahresniveau. In Nordamerika stieg der Konzern- umsatz aufgrund deutlicher Zuwächse in den USA währungsbereinigt um 11 %. In China erhöhten sich die Umsatzerlöse währungs bereinigt um 26 %. Die Anderen Asiatischen Märkte verzeichneten einen Umsatzanstieg in Höhe von 26 %. Dies war in erster Linie auf deutlich zweistellige Umsatzsteigerungen in Japan und Südkorea zurückzu- führen. In Lateinamerika legte der Umsatz währungs bereinigt mit einem zweistelligen Wachstum in den meisten wichtigen Märkten der Region um 14 % zu. Währungseffekte wirkten sich in den meisten Regionen positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus TaBEllE 15. Konzernumsatz erhöht sich in allen Produktbereichen Im ersten Quartal 2012 verzeichnete der währungsbereinigte Konzernumsatz in sämtlichen Produktbereichen ein zweistelliges Umsatzplus. Der währungsbereinigte Umsatz im Bereich Schuhe

wuchs in diesem Zeitraum um 12 %. Verantwortlich hierfür waren zweistellige Zuwächse in den Kategorien Running, Fußball, Outdoor und Basketball. Der Umsatz im Bereich Bekleidung erhöhte sich aufgrund des kräftigen Umsatzplus in den Kategorien Fußball und Outdoor auf währungsbereinigter Basis um 12 %. Die Umsatzerlöse im Bereich Zubehör legten auf währungsbereinigter Basis im

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16

Q 1 / 2 012 02.1 Geschäftsentwicklung des Konzerns Gewinn-und-Verlust-Rechnung

18 Bruttoergebnis im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 1.826

2011 1.587

19 Bruttomarge im 1. Quartal (in %)

2012 47,7

2011 48,5

20 Sonstige betriebliche Aufwendungen im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 1.467

2011 1.309

21 Betriebsergebnis im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 409

2011 313

22 Operative Marge im 1. Quartal (in %)

2012 10,7

2011 9,6

Vorjahresvergleich um 31 % zu. Hauptgrund hierfür waren in erster Linie deutliche Umsatzsteigerungen bei TaylorMade-adidas Golf sowie in der Kategorie Fußball. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus TaBEllE 16.

Neue Produkteinführungen trugen zum Umsatzwachstum in allen Produktbereichen bei. Ein Überblick über die wichtigsten Produktein- führungen im ersten Quartal 2012 ist in der entsprechenden Tabelle zu finden TaBEllE 17.

Bruttomarge des Konzerns geht um 0,7 Prozentpunkte zurück

Die Bruttomarge des adidas Konzerns verringerte sich im ersten Quartal 2012 um 0,7 Prozentpunkte auf 47,7 % (2011: 48,5 %) GRaFiK 19. Höhere Beschaffungskosten hoben positive Effekte, resultierend aus einem besseren Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung sowie dem größeren Anteil von Einzelhandels- umsätzen, die höhere Margen erzielen, mehr als auf. Das Brutto- ergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal 2012 um 15 % auf 1,826 Mrd. € (2011: 1,587 Mrd. €) GRaFiK 18.

Höhere Lizenz- und Provisionserträge

Die Lizenz- und Provisionserträge des adidas Konzerns lagen im ersten Quartal 2012 mit 25 Mio. € um 34 % über dem Vorjahresniveau (2011: 18 Mio. €). Auf währungsbereinigter Basis stiegen die Lizenz- und Provisionserträge um 32 %. Grund hierfür waren vor allem höhere Lizenzumsätze der Marke adidas.

Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 44 % Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Posten wie Erlöse aus Abgängen des Anlagevermögens und aus der Auflösung von abgegrenzten Schulden und Rückstellungen sowie Versicherungsent- schädigungen. Im ersten Quartal 2012 stiegen die sonstigen betrieb- lichen Erträge um 44 % auf 25 Mio. € (2011: 17 Mio. €). Dies resul- tierte vor allem aus der Auflösung von abgegrenzten Schulden und Rückstellungen im operativen Bereich sowie aus Versicherungsent- schädigungen im Zusammenhang mit Schadensfällen im Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz verringern sich um 1,6 Prozentpunkte

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich Abschrei- bungen beinhalten Posten wie das Sales-Working-Budget, das Marketing-Working-Budget und die Betriebsgemeinkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz gingen im ersten Quartal 2012 um 1,6 Prozentpunkte auf 38,4 % zurück (2011: 40,0 %). In Euro stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwen- dungen um 12 % auf 1,467 Mrd. € (2011: 1,309 Mrd. €) GRaFiK 20. Verantwortlich hierfür waren höhere Marketingaufwendungen sowie der Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns. Die Aufwendungen des Sales- und Marketing-Working-Budgets beliefen sich auf 426 Mio. €. Dies entspricht einer Erhöhung um 2 % gegenüber dem Vorjahreswert (2011: 417 Mio. €). Dieser Anstieg steht in erster Linie im Zusammenhang mit höheren Aufwendungen sowohl für die Marke adidas als auch für die Marke Reebok. Nach Marken betrachtet stieg das Sales- und Marketing-Working-Budget von adidas im ersten Quartal 2012 um 1 % auf 312 Mio. € (2011: 311 Mio. €). Das Sales- und

Marketing-Working-Budget von Reebok erhöhte sich ebenfalls um 1 % und belief sich auf 58 Mio. € (2011: 58 Mio. €). Das Sales- und Marketing-Working-Budget des Konzerns ging im Verhältnis zum Umsatz um 1,6 Prozentpunkte auf 11,1 % zurück (2011: 12,7 %).

Anzahl der Mitarbeiter im Konzern steigt um 5 %

Zum Ende des ersten Quartals 2012 beschäftigte der Konzern 46.485 Mitarbeiter. Das entspricht einem Anstieg in Höhe von 5 % gegenüber dem Vorjahresstand von 44.362. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die gestiegene Anzahl eigener Einzelhandelsgeschäfte, die zu Neueinstellungen führte. Gemessen in Vollzeitäquivalenten nahm die Mitarbeiteranzahl zum Ende des ersten Quartals 2012 um 1 % auf 39.903 zu (2011: 39.428).

Operative Marge 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr Das Betriebsergebnis des Konzerns stieg im ersten Quartal 2012 um 30 % auf 409 Mio. € (2011: 313 Mio. €) GRaFiK 21. Infolgedessen verbesserte sich die operative Marge um 1,1 Prozentpunkte auf 10,7 % (2011: 9,6 %) GRaFiK 22. Grund hierfür waren in erster Linie die positiven Effekte niedrigerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz, die einen Rückgang der Bruttomarge

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k o n z e r n -z w I s c h e n l a g e b e r I c h t

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Q 1 / 2 012 02.1 Geschäftsentwicklung des Konzerns Gewinn-und-Verlust-Rechnung

25 Auf Anteilseigner entfallender Gewinn im 1. Quartal

(in Mio. €)

2012 289

2011 209

2010 168

2009 5

2008 169

26 Verwässertes Ergebnis je Aktie im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 1,38

2011 1,00

2010 0,80

2009 0,04

2008 0,79

23 Finanzaufwendungen im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 28

2011 33

24 Gewinn vor Steuern im 1. Quartal (in Mio. €)

2012 389

2011 285

mehr als ausglichen. Höhere Lizenz- und Provisionserträge sowie höhere sonstige betriebliche Erträge trugen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei.

Finanzerträge steigen um 78 %

Die Finanzerträge stiegen im ersten Quartal 2012 um 78 % auf 8 Mio. € (2011: 5 Mio. €). Hauptgrund hierfür waren höhere Zinserträge.

Finanzaufwendungen gehen um 16 % zurück

Die Finanzaufwendungen verringerten sich im ersten Quartal 2012 um 16 % auf 28 Mio. € (2011: 33 Mio. €) GRaFiK 23. Zu diesem Rückgang trugen geringere negative Währungseffekte im Vergleich zum Vorjahr bei.

Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz erhöht sich um 1,5 Prozentpunkte

Der Konzerngewinn vor Steuern erhöhte sich um 36 % auf 389 Mio. € (2011: 285 Mio. €) GRaFiK 24. Der Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich im ersten Quartal 2012 um 1,5 Prozent- punkte auf 10,2 % (2011: 8,7 %). Diese Entwicklung war auf die Verbes- serung der operativen Marge sowie auf den Rückgang der Netto- finanzaufwendungen zurückzuführen.

Steigerung des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns um 38 %

Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn stieg im ersten Quartal 2012 auf 289 Mio. € (2011: 209 Mio. €) GRaFiK 25. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 38 % gegenüber dem Vorjahreswert. Haupt- grund für diese Entwicklung war der höhere Gewinn vor Steuern.

Die Steuerquote des Konzerns verringerte sich im ersten Quartal 2012 insbesondere aufgrund einer günstigeren Gewinnverteilung um 1,0 Prozentpunkte auf 25,5 % (2011: 26,5 %).

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie erreicht 1,38 €

Im ersten Quartal 2012 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 1,38 € (2011: 1,00 €) GRaFiK 26. Dies entspricht einem Anstieg um 38 %. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie belief sich auf 209.216.186 (Durchschnitt im Jahr 2011: 209.216.186), da im ersten Quartal keine potenziellen verwäs- sernden Aktien existierten.

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