C OMPOSITIO M ATHEMATICA
H. S CHEERER
Lokalisierung von Schnitträumen
Compositio Mathematica, tome 40, n
o2 (1980), p. 269-281
<http://www.numdam.org/item?id=CM_1980__40_2_269_0>
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269
LOKALISIERUNG VON
SCHNITTRÄUMEN
H. Scheerer*
© 1980 Sijthoff & Noordhoff International Publishers - Alphen aan den Rijn
Printed in the Netherlands
1. Resultate
Râume
seien,
wenn es nicht andersangegeben ist,
hausdorff sch undvom
Homotopietyp
vonCW-Komplexen, Abbildungen
seienstetig
vorausgesetzt.Seien
E,
BCW-Komplexe,
sei Bzusammenhangend, sei q :
E - Beine
Serre-Faserung,
deren Fasernilpotent
ist.Mit
(B, E)
werde der Raum der(freien)
Schnitte von E -B,
ver- sehen mit derkompakt-offenen Topologie,
bezeichnet. Ist A C B und T : A - E eineAbbildung,
so sei(B, EA : _ {O"
E(B, E)]a)A = T}
mitder
Teilraumtopologie (Wir berücksichtigen
T in der Notationnicht).
Mit
S(B, E)A
werde dieMenge
derWegekomponenten
von(B, E)A
bezeichnet.
SATZ 1: Ist B von endlicher Dimension und A ein
Teilkomplex
vonB,
so ist(B, E)A nilpotent.
Folgende
Konventionen seien nochgetroffen:
(1)
EineAbbildung f : X ---> Y
heisst"Lokalisierung
nach(einer Menge
vonPrimzahlen) P",
wennf
eineBijektion iro(X)--->iro(Y)
induziert undf * : 7Ti(X, x) - 7Ti( Y, f (x»
eineLokalisierung
nach P füralle x E X und i > 0 ist.
(2)
Wir sagenjedoch,
dassf : X --->Y Komponenten lokalisiert,
wenn
f * : 7ri(X, x) - 7Ti( Y, f (x))
eineLokalisierung
für alle x E X undi > 0 ist.
Sei nun
q: Efp B
eineSerre-Faserung
undc: E --- > Efp
eine Ab-bildung
überidB,
so dass c eine fasernweiseLokalisierung
nach P ist* Der Autor beendete diese Arbeit wahrend eines durch ein Fulbright-Reisestipendium
unterstützten Aufenthaltes an der Cornell University.
00 10-437X/80/02/0269-14$OO.20/0
(nach [6], [9], [11] existieren q
undc). Komposition
mit c definierteine
Abbildung (B, E)A (B, Efp )A.
SATZ 2: Ist B ein endlicher
Komplex,
so lokalisiert dieAbbildung (B, E)A (B, Efp >A Komponenten.
Ist
ferner jede Komponente
der Faser von q vomHomotopietyp
einesCW-Komplexes
von endlichemTyp,
so ist dieAbbildung S(B, E)A S(B, Efp )A
endlich-zu-eins.Diese Satzes werden mit einer
Verallgemeinerung
eines "klassis- chen" Resultates von G.W. Whitehead[16]
und seiner Varianten in[12], [13]
bewiesen. DieArgumente
schliessen sich an solche in[1], [3], [9]
an. Im falle einer trivialenFaserung
wurden die Sâtze1,
2 auch in[10], [15]
bewiesen.In Abschnitt 2 stellen wir eine Reihe von
Anwendungen
auf Ab-bildungsräume,
die mit Schnittràumen identifiziert werdenkônnen,
zusammen; in 2.5 weisen wir auf
einige Verschârfungen
hin.Eine
Vorankündigung
dieser Arbeit ist als[14]
erschienen.2.
Anwendungen, Verallgemeinerungen
2.1. Râume von Retraktionen
Sei
(X, A)
einCW-Paar,
seienX,
Azusammenhängend,
sei Anilpotent.
SeiIX, AI
der Raum der Retraktionen X ---> A undR IX, AI
die
Menge
derKomponenten
vonIX, AI.
SeiAp
eineLokalisierung
von A nach
P,
sei X’ = X UAp
und AC Ap, AP f1 X =
A.Sei
XXA --- > X, (x, a ) H x,
die trivialeFaserung
undT : A - X x A, a - (a, a).
Dann istIX, A 1 = (X,
X XA)’
undR IX, A[ = S(X,
X XA)A.
Also ist
IX, AI nilpotent.
Für r E
1 X, AI
definiere man r’ : X’--->Ap
durchr’(x)
=r(x)
für x E X undr’(x) = x
fürxeap.
Dann lokalisiert[X, A ] - [X’, Ap [ r- r’,
Komponenten
undR 1 X, AI ---> R 1 X, Ap ist
endlich-zu-eins.2.2. Râume von
Abbildungen
über B.Sei
f :
Y - B eineAbbildung
und Y ein endlicherCW-Komplex.
Sei E-B eine
Faserung
wie in Satz 1. Seif Y, El’
der Raum derAbbildungen
überB,
seif * E
die durchf
induzierteFaserung über Y,
dann
ist {V, El’
kanonischhomeomorph
zu(Y, f* E),
also ist{Y, E}B nilpotent
und{Y, El’ --> 1 Y, Efp l’
lokalisiertKomponenten.
2.3. Râume von
ex-Abbildungen
Seien
f : Y B, q: E --> B
wie in2.2,
seiens : B - Y,
t : B - E Schnitte.Sei {Y, E}ex
der Raum derex-Abbildungen
der ex-RâumeB s y f B, B t E q B,
sei ferner( Y, s (B ))
ein endliches CW-Paar. Dann istf Y, El’ nilpotent
und{Y, El" ---> f Y, Efp}ex
lo-kalisiert
Komponenten.
Denn man identifiziert{ Y, E}ex
mit( Y, f* E}s(B),
wobei die
Abbildung r:s(B)-->f*E
durchr(s(b»=(s(b),t(b»
gegeben
wird.2.4. Raume von
Faserabbildungen.
Seien
q: El ---> Bi, r: E2--> B2 Serre-Faserungen
mit FasernFI
resp.F2.
SeienEl, Bi, Fi
endlichezusammenhângende CW-Komplexe.
Seien
E2, B2, F2 zusammenhângende, nilpotente CW-Komplexe
vonendlichem
Typ.
Sei
Fas(Ei, E2)
der Raum der fasererhaltendenAbbildungen f : Ei ->
E2 (d.h. f
ist ein Paari: El --> E2, f : B1-- BZ mitfq=ri)
mit derTeilraumtopologie
des RaumesAbb(Ei, E2)
allerAbbildungen Ei - E2
mit derkompakt-offenen Topologie.
Sei
F: E2p ---> B2p
eineLokalisierung
derFaserung E2---> B2.
Sei g EFas(E2, E2p )
eineLokalisierungsabbildung.
BEHAUPTUNG: Die
durch g
induzierteAbbildung Fas(El, E2)- Fas(Ei, E2p)
lokalisiertKomponenten
und ist endlich-zu-einsauf
derMenge
derWegekomponenten.
Den Beweis führen wir im
Appendix.
2.5.
Verallgemeinerungen.
(1)
Esgenügt,
in Satz 1 vorauszusetzen, dass entweder(B, A) homologisch
endlich-dimensional oder der Postnikov-Turm der Faservon E->B endlich ist. In Satz 2
genügt
es vorauszusetzen, dass(B, A)
einhomologisch
endliches Paar vonKomplexen
ist.(2)
Unter denVoraussetzungen
von Satz 2 hat für P DQ
auch diekanonische
Abbildung S(B, Efp S(B, EfQ)
endliche Fasern. Fernergilt
einHasse-Prinzip (vergl. [10])
für Schnitte.3.
Gruppen
vonHomotopieklassen
von SchnittenDEFINITION 1: Ein
gruppenâhnlicher
Raum ist ein Raum mitGrundpunkt
* undMultiplikation m:XXX--->X,
so dass * eineHomotopie-Eins
und dieMultiplikation homotopie-assoziativ
ist undso dass ein Inverses bis auf
Homotopie
existiert. Ferner seien alleAbbildungen
undHomotopien grundpunkterhaltend.
DEFINITION 2: Ein
gruppenâhnlicher
Raum E über B ist ein ex-RaumB ’ E--d- B,
q eineSerre-Faserung,
mitMultiplikation
m : E x q E -->E
(wobei
EXq E
=f(x, y) q(x)
=q(y)l ist),
so dass in derex-Kategorie
0" eine
Homotopie-Eins
und mhomotopie-assoziativ
ist und so dass einInverses bis auf
Homotopie
existiert.BEMERKUNG: Man
vergleiche
zu dieser Definition[2].
Auf denFasern wird die Struktur eines
gruppenâhnlichen
Raumes nachDefinition 1 induziert.
BEISPIEL: Sei r : X - B eine
Serre-Faserung
mit 3Schnitt a : B --->X,
seien
X,
BCW-Komplexe.
Als
Menge
seif2n(B) UbEB n(b)r-l(b)
mitf2n
=f(£n@*)-(r-’(b),o-(b»I.
Hier sei !n dien-fache (reduzierte)
Ein-hiingung
vonS° = {-1, Il
mitBasispunkt
1. Seifemer 1:’RB
die n-fache Einhângung
des ex-RaumesB - S° x B - B.
MitHilf e
desSchnittes 0" betrachte man X- B als ex-Raum und
gebe RJB>
dieTopologie
desfunktionalen
ex-Raumes(XnB B)!E
von[4],
Abschnitt 4.Di’e kanonische
Projektion
q :f2n I(B) --->
B ist dann eineSerre-Faserung.
Femer ist
RJB> X@f2n I(B) homeomorph
zu(InB B v!’RB)!E.
Daher in-duziert die
Abbildung i£ iB - i£ §B v i£ §B
eineMultiplikation R J(B )
XqQ J(B ) - f2 1 n (B)
überB,
und q :: f2 1 n (B) ____>
B ist mit dieserMultiplikation
eingruppenâhnlicher
Raum überB,
dessen Einselement derSchnitt &:B-->f?n(B) ist,
welcher b E Bauf
die konstante Ab-bildung
£n -->O"(b)
abbildet.Der Beweis dieser
Behauptungen
lasst sich mittels Resultaten in[3], [4]
führen.BEZEICHNUNG: Wenn erforderlich bezeichnen wir
Homotopie-
mengen in der
Kategorie
mitGrundpunkt
mit[X, Y],
in derKategorie
ohne
Grundpunkt
mit[X, Y]fr.
DEFINITION 3: Ein
gruppenàhnlicher
Raum X heisst "schwachnilpotent",
wenndje Gruppen [ S", Xlfr nilpotent
sind für n * 0.BEMERKUNGEN:
(1)
Eine dazuâquivalente Bedingung
istfolgende :
Die
Komponentengruppe iro(X)
istnilpotent
undoperiert nilpotent
aufden
Gruppen 7Tn(X, *)
für n > 1. Nach[13]
ist[ S", X]fr
für n > 1 ein semidirektes Produkt7Tn(X, *) Xs 7To(X).
DieWirkung
eines Elementesz E
7ro(X)
auf einem Element a Eiro(X, *)
werde mitî(a)
bezeichnet(eine Notation,
welche im Beweis desfolgenden
Satzes verwandtwird).
(2)
Nach[12]
ist einzusammenhängender
Raum Y genau dannnilpotent,
wenn der Schleifenraumn *Y
schwachnilpotent
ist.DEFINITION 4: Die
Gruppe
Goperiere
auf einerGruppe
K ver-môge
einesHomomorphismus
von G in dieAutomorphismengruppe
von K. Diese
Operation
heisst"nilpotent",
wenn es ein kgibt
mitI’(K) = {1},
wobei man rekursiv1’°(K) :
= K undri(K): = ({g(a) . a-’ I a
Eri-I(K), g
EG})
für i > 1 definiert.(Hier
bezeichnet({’ ’ ’})
die von{’ ’ ’}
erzeugteUntergruppe
vonK).
Sei
q : E - B
eingruppenàhnlicher
Raum über B mit Einselement0" : B --> E. Sei A C B und
(B, E)A bzgl.
T = 0"1 A
definiert. Die Multi-plikation E XqE --> E
über B induziert eineGruppenstruktur
aufS(B, E)A
und eineOperation
vonS(B, E)A
aufS(B, f2n 0" (B)’.
Wir
benôtigen
nochfolgendes
LEMMA: Sei
(B, A)
ein CW-Paar. Dann ist der kanonischeHomomorphismus S(B, E)A S(B, E) injektiv.
BEWEIS: Seien u, v E
(B, E)A.
SeiH,
eine freieHomotopie
zwis-chen u und v ; es ist zu
zeigen,
dass dann eineHomotopie
relA
zwischen u, v existiert.
Auf dem Teilraum
von B x I x I definiere man
S(b,
t,0)
=m(Ht(b), o-(b», S(b, 0, s )
= u(b). S(b. 1. s) = v(b) undfür b
E A,
wobeiGr
eineHomotopie
zwischenE ---> E,
xt-+m (x, x - 1),
und
E - E,
x-o-(q(x»,
undr(t, s) = (s - tl2)1(1 - tl2)
ist. Dann lasst sich Szu S auf B
x I x Ierweitern,
sodass ,S B
x 1 x I eine Homo-topie
rel A zwischen u und v ist.SATZ:
Sei q :
E ----> B eingruppenâhnlicher
Raum über B mit Homo-topie-Eins
u, sei(B, A)
ein endlich-dimensionalesCW-Paar,
sei Bzusammenhiingend
und sei die Faser X von q schwachnilpotent.
Dannist
S(B, E)A nilpotent
undoperiert nilpotent auf S(B, a:(B»A für
n * 1 .
BEWEIS:
Wegen
des Lemmas istS(B, E)A
bzw.S(B, a:(B»A
eineUntergruppe
vonS(B, E)
bzw.S(B, a:(B»,
und esgenügt daher,
dieBehauptung
für A= 0
zu beweisen.Mit Bk werde das k-Skelett von B bezeichnet. Wir kônnen nach
[1]
annehmen,
dass B° =f*j
ist.Das Einselement
von f2n (B) ---> B
bezeichnen wirgleichfalls
mit u.Für 17 E
S(B, E)
und oj ES(B, llli(B)) (für
n = 0 kônnen wirS(B, RJ(B))
mitS(B, E) identifizieren)
notieren wir dieWirkung
von17 auf oi mit
TJúJTJ -1.
Im Hinblick auf Definition 4 betrachten wir für K =S(B, a:(B»
die Reihe T°K = K undFK
=({TJúJTJ-IúJ-II 17
ES(B, E), úJ E ri-l K})
für >1. Wirzeigen
durch Induktionnach k,
dag es TermeKo,
K1, ... der ReiheT°K, T’K,
...gibt,
so daB w EKk
zur
Konsequenz hat, dag w Bk homotop o- j 1 Bk
ist.Sei Ek : =
q-’(B k)
undS(Bk, E)
bezeichneS(B k, Ek).
Induktionsanfang:
Man hatS(BO, E) = 7To(X)
undS(BO, a:(B» = 7Tn(X, *).
Die Existenz von Kofolgt
nun aus derVoraussetzung,
daB X schwachnilpotent
ist.Induktionsschritt: Die Existenz von
Kk
sei schongezeigt, k >_
0. Sein E
S(B, E), w
EKk.
Wir kônnenannehmen, dag £o ( B k
=TJúJTJ-I , Bk
=o- Bk
ist. Denn ist das nicht derFall,
so kônnen w undTJúJTJ-I jedenfalls entsprechend
vertikal deformiert werden. Die imfolgenden
berechneten Hindernissehângen
aber wegen des Lemmasnicht von der Wahl dieser Deformationen ab.
Das Hindernis für eine
Homotopie
relBk
zwischen w )Bk+l
und0- I Bk+’
ist ein Element von[ V; S; +1, f2 n (X)],
wennB k+l
die Cofaser einerAbbildung V ; S .. >Bk
ist[1].
Das Hindernis ist also ein Element(aj)jEJ
auslI; ?fn+k+1(X, *) (J
eineIndexmenge).
Dasentsprechende
Hindernis für
TJúJTJ-lúJ-l
ist dann(z(a;)a;1);EJ,
wobei z das durch17(*) reprâsentierte
Element in7To(X)
ist.(In
derfolgenden Bemerkung
wird die Form dieses Hindernisses
hergeleitet).
Darausfolgt
dieExistenz von
Kk+1.
BEMERKUNG: Sei B = B’ U em und q : E - B ein
gruppenâhnlicher
Raum über B mit Faser
X,
sei E’ =q-’(B’).
Ist u E(B’, E’)* (ins-
besondere ist also
u(*) = *),
so ist das Hindernis für eineErweiterung
von u auf B ein Element a E
7Tm-I(X, *).
Ist v EB’, E*,
so ist dasHindernis für eine
Erweiterung
des Produktes uvgerade
das Produkt(oder
dieSumme)
der Hindernisse. Ist vjedoch
ein Element von(B’, E’,
so ist das Hindernis zurErweiterung
von v die erste Kom- ponente eines Elementes(b, z)
E[sm-l, X]fr
=7Tm-I(X, *)
XS7ro(X),
wobei z E
ro(X )
durchv (*) reprasentiert
wird. Die zweite Kom- ponente istwichtig
alsIndex,
der inRechnungen eingeht,
wie fol-gendes Beispiel zeigt:
Das Hindernis für eineErweiterung
von vuv-’berechnet sich aus
(b, z)(a, 1)(b, z)-1= (z(a), 1)
alsz(a)
E7Tm-I(X, *).
Entsprechendes gilt
für Hindernisse zurErweiterung
von Homoto-pien.
KOROLLAR: Sei E ---> B eine
Serre-Faserung
mit Faser Xnilpotent (d. h. jede Zusammenhangskomponente
von X istnilpotent),
sei A C Bund seien die
Voraussetzungen
von Satz 1erfüllt.
Dann istB, EA nilpotent.
BEWEIS: Zu
zeigen ist,
dassjede Komponente
von(B, E)A
nil-potent ist. Sei 0" E
(B, E)A,
dann ist7Tn«B, E)A, 0-)
=SB, f2n 1 (B)A
fürn - 1 nach
[4],
Cor.7.4, t2 n(B)
hatf2n (*)X
alsFaser,
undf2’(*)X
istschwach
nilpotent.
4. Beweis von Satz 2
LEMMA: Sei
(B, A)
ein endlichesCW-Paar,
seiE --->El
ein Mor-phismus gruppenâhnlicher
Râume über B. Die induzierteAbbildung
der Fasern
X --->XI
habe diefolgenden Eigenschaften: (i)
DerHomomorphismus 7ro(X) ----> 7ro(XI)
istP-Lokalisierung. (ii)
Dieauf
den
Komponenten
der Einselemente induzierteAbbildung X* ---> XI *
isteine
Lokalisierung
nach P.Mit o- bzw. o-, werde das Einselement von E - B bzw.
dasjenige
vonEl --- >B
bezeichnet. Dann ist die kanonischeAbbildung S(B, E>A --->
S(B, El> A Lokalisierung
nach P.BEWEIS: Wir beweisen zuerst, dass
S(B, E --> S(B, El)
eine P-Lokalisierung
ist. Dazu kônnen wirannehmen,
dass B° =1*1
ist. Wirzeigen
durch Induktion nachk,
dassS(B k, E ---> SBk, El)
eine Lok-alisierung
nach P ist.Für k = 0
folgt
dies aus derVoraussetzung (i).
Nehmen wir also an, das Resultat seirichtig
für ein >0. Seien p :S(Bk+l, E) - S(Bk, E)
und pi:
S(Bk+l, E,)- S(Bk, El)
induziert durch die Restriktion vonSchnitten auf das k-Skelett. Betrachten wir das
Diagramm:
Hier bezeichnet K bzw. KI den Kern von p bzw. pi. Sei ak =: a
1 B k
und
«lTI)k
=0-1 1 Bk. Aufgrund
des Lemmas in Abschnitt 3 ist Kgleich
der
Menge
derHomotopieklassen
rel Bk vonErweiterungen
von o-kauf
B k+l , entsprechend
ist KIgleich
derMenge
derHomotopieklassen
rel Bk von
Erweiterungen
von(0-I)k
auf Bk+1. Mit den Identifikationenaus dem Beweis des Satzes von Abschnitt 3 ist dann K--*Kl eine
P-Lokalisierung.
NachInduktionsvoraussetzung
istS(B k, E) --->
S(B k, Ei)
eineLokalisierung.
Wenn wirzeigen
kônnen, dassBild(p)--->
Bild(pl) Lokalisierung ist, folgt
dieBehauptung
für k + 1 aus der Exaktheit derP-Lokalisierung [6].
Man beweist dies wiederum mithilf e von Hindernistheorie. Zum
Beispiel
sieht man wiefolgt,
dassBild(pi)
eine P-lokaleGruppe
ist:Sei a E
,S(Bk+1, El)
undPI(a)=f3n, f3ES(Bk,EI)
und n > 0 relativprim
zu allen Elementen aus P. Sei/3’
einReprâsentant
von8.
Das Hindernis für eineErweiterung
vonf3’
auf B k+ 1 kann als ersteKomponente
eines Elementes h dernilpotenten
P-lokalenGruppe KI XS 7To(XI) interpretiert
werden(3. Bemerkung).
Das Hindernis für(f3,)n
berechnet sich als ersteKomponente
von h n und ist 0.Folglich
verschwindet auch das Hindernis zur
Erweiterung
von/3B
und es istf3
EBild(pl).
Mit âhnlichen
Argumenten
erhält man, dassS(B, E> ----> S(B, El)A
eine
Lokalisierung
ist.KOROLLAR: Sei E - B eine
Serre-Faserung,
so dass die Voraus- setzungen des ersten Teils von Satz 2erfüllt
sind. Dann istfür u E (B, E)A die
durch(B, E) ---> (B, Ep)A
induzierteAbbildung
derKomponente
von u in(B, E)A
in dieKomponente
von c. u in(B, Efp )A
eineLokalisierung.
Von Satz 2 bleibt nun noch zu
zeigen,
dassS(B, E>A ___> S(B, Efp )A
endliche Fasern hat. Wir beweisen dies erst für A = *, dann für
4=0,
und schliesslich
folgt
derallgemeine
Fall daraus.Sei q :
E - B eineSerre-Faserung
mit Faser X und sei u : B - E ein Schnitt. Seiuk = u I Bk,
seiEk = q-1(Bk),
sei res:(Bk+l, Ek+l)*
(Bk, Ek)*
dieRestriktionsabbildung.
Sei(Bk, Ek)
die Zusammen-hangskomponente
von uk und(Bk+l, Ek+l)
seires-l( (Bk, Ek>û ).
Dannist
(Bk+l, Ek+l) (Bk, Ek)
eineFaserung
mit Faserres-’(uk).
Das Endstück der exakten
Homotopiesequenz
dieserFaserung
liest sich dann wieHier ist
7To(res-l(uk» gleich
derMenge
derHomotopieklassen
rel Bkvon
Erweiterungen
des Schnittes uk auf Bk+l. Man kann also7ro(res-’(uk))
nach[1]
so mit[ V; S; +1, X] identifizieren,
daB d ein Homomorphismus ist.Wir beweisen nun unter den
Voraussetzungen
des Satzes durch Induktionnach k,
dal3S(Bk, E’)* ---), S(Bk, E7p)*
endliche Fasernhat,
Für k = 0 ist das klar.Angenommen also,
dieBehauptung
sei schonfür k 0
gezeigt. Aufgrund
derInduktions-voraussetzung
und desDiagramms
genügt
es zuzeigen:
Ist(Uk)
ES(Bk, Ek)*,
dann hatres-*’IUk)l --->
S(Bk+l, EfP 1)*
endliche Fasern. Istres;I{(Uk)} leer,
so ist nichts zuzeigen.
Sonst kônnen wirannehmen,
dal3 uk+1 EBkll , E k+l)*
existiertmit
uk+1 Bk
= Uk; mit ûk+1 bezeichnen wir dieKomposition
von Uk+lmit
E k+l --- >E k+l@
und es sei Uk =ûk+1 Bk.
Betrachten wirjetzt
dasDiagramm:
(Zur Bezeichnungsweise:
Hier ist wie bei den einleitenden Bemer-kungen
zuBeginn
des Beweises(Bk, Ekû
dieZusammenhangskom-
ponente von uk in(Bk, Ek)*
und(Bk+l, Ek+l) = res-I(Bk, Ek),
ent-sprechend
für u in der unterenZeile).
Die ersten beiden senkrechten Pfeile sind
Lokalisierungen
nach 3.Lemma. Der dritte Pfeil ist
Lokalisierung,
wenn dieanfangs
skizz-ierten
Identifizierungen
vorgenommen werden. Ferneroperiert
dieGruppe 7TI«Bk, Ek), uk) vermôge
desHomomorphismus
d auf7To(res-l(uk», desgleichen 7TI«Bk, E1p), Uk)
auf7To(res-l(uk»,
dieOrbiten sind
jeweils
die Fasern von g. Aus der Exaktheit desDiagramms folgt
dieInduktionsbehauptung.
BEMERKUNG: Der
Homomorphismus
d wird wiefolgt
durch dasDiff erenzenelement
[1]
definiert: Ein Elementa E 7TI«Bk, Ek), Uk)
wird durch eine
Selbsthomotopie Ht
von ukrepràsentiert
undd(a) : = d(Uk+’ Hh Uk+l).
Wir wollen
jetzt
dieentsprechenden Überlegungen
für den Fall der freien Schnitte durchführen.Sei
s: (Bk+1, Ek+l) (Bk, Ek)
dieRestriktionsabbildung.
Esgenügt
für(Uk)
ES(Bk, Ek)
zuzeigen,
daBfèS*I{(Uk)} S(Bk+1, EfP 1
endlicheFasern hat. Sei Uk+l eine
Erweiterung
von Uk aufBk+1,
sei(Bk, Ek)u
die
Zusammenhangskomponente
von uk und(Bk+1, Ek+1)u - fè’s-I(Bk, Ek)u.
Dann hat man wie eben einDiagramm
Es ist
7ro( é -1(uk)) _ ’rro(res-1(uk)),
und wir identifizieren7To(fèS-l(Uk»
(bzw. wo((ù)))
wie vorher mit einerGruppe.
DieGruppe F : = 7Tl«Bk, Ek)u, Uk) (bzw. fi: = 7TI«Bk, E1p), Ük»
istnilpotent;
dieAbbildung d
istjedoch
in diesem Falle eingekreuzter
Homomor-phismus.
Genauergilt folgendes:
Seip : F- wi(X, *)
durch Einsch-rankung
derSelbsthomotopien
auf denBasispunkt
erkhïrt(ent- sprechend p : F -rl(XP, *).
Man hat eine kanonischeOperation
a - àder
Fundamentalgruppe wi(X, *)
auf7To(res-I(Uk»=[VSr+I,X] (ent-
sprechend
für7TI(Xp, *)).
Fürd gilt
dann die Formel(Entsprechendes gilt
für x, y EF).
Ferneroperiert
F auf7To(fèS-I(Uk»
vermôge J (entsprechend F
aufro(ré -1(ûk))).
Damitfolgt
dieBehauptung
aus[8].
BEMERKUNG: Die
Abbildung J
wirdanalog
zumpunktierten
Falldurch ein Differenzenelement für freie
Homotopien gegeben.
Dieübliche Additionsformel
geht
dann in die Formel für einengekreuzten Homomorphismus
über.Es bleibt noch zu
zeigen,
dass fürA 0 0
dieAbbildung sB, E)A S(B, Ep)A
endliche Fasern hat. SeiE 1 A :
=q -’(A),
und betrachten wir die durch Restriktion von Schnitten definierteFaserung (B, E) --->
(A, E A)
mit Faser(B, E)A.
Die Zeilen desfolgenden Diagramms
sind exakt als Stücke von
Homotopiesequenzen
vonFaserungen:
Der erste senkrechte Pfeil hat endliche
Fasern,
der dritte senkrechte und allefolgenden
sindLokalisierungen
von endlich erzeugten nil- potentenGruppen. (Hier
ist A nichtnotwendig zusammenhàngend,
hat aber endlich viele
Zusammenhangskomponenten;
für eine solche Basisgilt
der Satz von Abschnitt3,
wenn dieVoraussetzungen -
wie hier - überjeder Komponente
der Basis erfülltsind).
Daraus und ausder Exaktheit
folgt
dieBehauptung.
Appendix
BEWEIS DER BEHAUPTUNG VON 2.4:
Nach
[5]
istFas(El, E2) homeomorph
zum Schnittraum(BI, q
*ir), wobei q .
r:El E2 --> BI x B2
einegewisse Funktionalfaserung
ist undq 1 r die
Zusammensetzung El - E2 ---> BI X B2 --> BI.
Die Faser vonq ’i r ist
Fas(FI, E2), diejenige
von q -1 f istFas(FI, E2p ),
wobeiFI
auch die triviale
Faserung Fi-*
bezeichnet. DerAbbildung Fas(Ei, E2) ---> Fas(El, E2p ) entspricht
dieAbbildung
von Schnittrau-men
(B 1, q . -1 r- (BI, q
1f.
Es ist
Fas(El, E2)
der Pullback der durch q und r induziertenAbbildungen Abb(BI, B2) Abb(EI, B2)
--Abb(El, E2),
also istFas(El, E2) nilpotent. Entsprechend folgt,
dassFas(Fl, E2)
undFas(Fi, E2p) nilpotent
sind.Unter unseren
Voraussetzungen
istF2p
nach[6]
die Faser vonE2P B2P.
Man hat dasfolgende Diagramm:
Es
folgt,
dassFas(F, E2) ---> Fas(Fl, E2p) Komponenten
lokalisiert.Da
Abb(FI, F2) --> Abb(FI, F2p)
endlich-zu-eins auf derMenge
derWegekomponenten ist,
so ist auch Fas(Fl, E2) Fas(FI, E2p )
endlich- zu-eins auf derMenge
derWegekomponenten.
Jetzt bemerken
wir,
dass Satz 2 auch noch unterfolgender
Absch-wachung
derVoraussetzungen gilt:
Seiq: E --- > B
eineSerre-Faserung
undc : E-E
eineAbbildung über B,
so dass c auf den FasernKomponenten
lokalisiert und endlich-zu-eins auf derMenge
derKomponenten
der Fasern ist.Damit
folgt
dieBehauptung.
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Freie Universitàt Berlin Hüttenweg 9
D-1000 Berlin 33