Demokratische Volksrepublik Algerien Ministerium für Hochschul-und Forschungswesen
Universität Djillali Liabes Sidi Bel Abbes Fakultät für Literatur, Fremdsprachen und Künste
Deutschabteilung
Ecole Doctorale Langues de Spécialité
MagisterarbeitIm Rahmen von EDOLAS
Fachbereich : Deutsch als Fachsprache Thema:
Der Einsatz der Fachsprache im DaF-Unterricht
in Algerien
Dem wissenschaftlichen Rat der Fakultät für Literatur, Fremdsprachen und Künste Vorgelegt von: DOUMA Amel
Sidi Bel Abbes, 2017 Jurymitglieder
Vorsitzender: NOUALI Ghaouti MCA Univ. SBA Betreuerin: BELBACHIR Rafiaa Prof. Univ. Oran 2 Gutachter: BEHILIL Abdelkader MCA Univ. Oran 2
Danksagung
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen, die durch ihre Unterstützung zum Gelingen dieser Magisterarbeit beigetragen haben, von ganzem Herzen bedanken.
In erster Linie gilt mein Dank Prof. Dr. BELBACHIR Raffia für die Betreuung dieser Arbeit und für ihre wertvollen Anregungen, vielen Dank ! Ganz besonders danke ich meinen Jurymitgliedern. Prof. Dr. BEHILIL Abdelkader
und Prof. Dr. NOUALI Gaouti.
Meiner Freundin und Kollegin BOUARA Amel, die immer ein offenes Ohr für meine Anliegen hatte, möchte ich vor allem für ihre langjährige Unterstützung in vielen
Widmung
Meine Widmung und mein großer Dank gelten an dieser Stelle meinen Eltern für ihre fortwährende moralische Unterstützung, endlose Motivation, emotionale
Unterstützung sowie seine enorme Ratschläge.
Nicht zuletzt danke ich meinem Mann für seine enorme Geduld, der mir stets mit Rat und Tat zur Seite stand, während meines gesamten Studiums sowie meinen drei
wundervollen Kindern Anes, Alaa und Iyane und ihrer netten Tante danke ich herzlich für ihre Hilfe und Interesse.
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Inhaltverzeichnis
...1Einleitung.
...21.Die theoretischen Grundlagen der Fachsprache
...61.1 Definitionen und Historischer Überblick über die Fachsprache...7
1.2 Funktionale Eigenschaften der Fachsprache...10
1.3 Zum Verhältnis zwischen Fachsprache und Gemeinsprache...12
1.4 Deutsch als Fach-und Fremdsprache...13
1.4.1 Deutsch als Fremdsprache weltweit...15
1.4.2 Fachdeutsch in Algerien...16
1.5 Fachsprache als Wissenschaftssprache und Berufssprache...18
1.5.1 Fachsprache der Umwelt...13
1.5.2 Fachsprache der Wirtschaft...20
1.5.3 Fachsprache der Technik...13
1.5.4 Fachsprache der Medizin...22
1.6 Anglizismen und Fremdwörter im Fachdeutsch...23
2.Didaktik und Fachspracheinsatz am Gymnasium.
......
252.1 Zur Situation des fachsprachlichen Deutschunterrichts...28
2.1.1 Methoden im Deutschunterricht...35
2.1.2 Medien, Lehr- und Lernmaterialien für den Deutschunterricht...39
2.1.3 Fachsprachprobleme im Deutschunterricht...43
2.2 Zur Fachlexik im Deutschunterricht...44
2.3 Bedeutung und Eigenschaften des Fachwortes...46
2.4 Der Fachtext im Deutschunterricht...47
2.5 Vom Fachwort zum Fachtext...50
2.6Einsatz von Fachtexten zur Entwicklung der Sprachfertigkeiten...51
3.Analyse der Fachtexte und Unterrichtsmethoden in Algerien
...;543.1 Analyse der ausgewählten Fachtexte im Lehrwerk...54
3.1.1 Analyse von Fachwortschatz des Lehrbuchs...54
3.1.2 Analyse vom ausgewählten Text „unser Klima“....60
3.1.3 Zum Semantisierungsverfahren im Deutschunterricht...65
3.2 Die Darstellung der Präsentationsverfahren in den Lehrskizzen...73
3.3 Mögliche Lehrskizze für den Deutschunterricht...75
3.4 Analyse schriftlischer Schülersarbeiten...78
3.4.1 Auswertung und Ergebnisse der Aufsätze...79
3.4.2Der Lernerbeitrag zur Förderung der Schreib /Sprachkompetenz...80
3.5 Analyse von Unterrichtsmethoden, Lehr –und Lernmaterialien am Gymnasium.82 3.5.1Darstellung der verwendeten Methoden, Lehr-und Lernmaterialien...83
3.5.2 Zusammenfassung über die Ergebnisse der Fragebögen ...110
3.6 Zu den wirksamen Lehr-und Lernstrategien im Deutschunterricht...114
Schlussfolgerung.
...118Literaturverzeichnis...121
Tabellenverzeichnis...125 Anhang
2 Einleitung:
Deutsch als Fremdsprache ist eine Wissenschaftsdisziplin, die sich mit der
deutschen Sprache und ihrer Vermittlung an Menschen befasst, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sprachwissenschaft und Fremdsprachendidaktik sowie die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fachsprachen bilden den Kernbereich der forschungsorientierten Studien, die durch eine interkulturelle Komponente ergänzt werden. Durch den Schwerpunkt auf der Beschäftigung mit Fachsprachen in Wissenschaft, Technik und Institutionen werden diese Studien besonders deutlich. Unter dem Terminus Fachsprache verstehen wir eine Art Sprache, die in einem bestimmten Fachgebiet oder einer Branche benutzt wird. Das Sprechen spielt neben den anderen Fertigkeiten im Deutschunterricht eine zentrale Rolle. Außerdem können die Lehrer als auch die Schüler ohne das Sprechen nicht durchkommen. Aus diesem Grund sollten wir der Fachsprache besondere Bedeutung beimessen. Demgegenüber ist sie ein komplizierter Prozess und bereitet somit eine Menge von Schwierigkeiten sowohl für den Lerner als auch den Lehrer, deshalb werden wir uns in der vorliegenden Arbeit mit dem Einsatz der Fachsprache bei den algerischen Deutschlerern im Deutschunterricht am Gymnasium beschäftigen, weil sie sich in die Kontinuität des Lehrgangs der Lernenden in der Sekundarstufe einfügt und trägt zur Instalierung der bestimmten Kompetenzen bei unseren Schüler bei, die ihnen erlauben ihre Sprachkenntnisse zu erweitern. Aufgrund des zunehmenden wissenschaftlich-technischen und auch kulturellen Austausches auf internationaler Ebene sowie des wachsenden Bewusstseins der gesellschaftlichen Bedeutung der Fachsprachen hat weltweit das Interesse an der fachsprachlichen Thematik sowie die Bedeutung des Fachsprachenunterrichts zugenommen. Internationale Verflechtung auf den Ebenen Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik stellt immer höhere Ansprüche an den(Fach-)Fremdsprachenunterricht.
Diese bemerkenswerte Rolle der Fachsprache in der Gesellschaft und der neue benutzte technische Sprechstil im Deutschunterricht haben uns getrieben und motiviert, dieses Untersuchungsgebiet zu wählen. Nach einer Analyse einiger Schüler der 3. Klasse des Gymnasiums “ Bendjillali el Ghali“ im Deutschunterricht in Mostaganem hat sich heraus gestellt, dass die Fachsprachekompetenz weitgehend nicht genug gefördert ist. Durch eine weitere Beobachtung hat sich gezeigt, dass die
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Fachsprachkompetenz der Schüler (ihr Verhalten, Arbeit, Ergebnisse, Interesse)viele Defizite aufweist.
Die zentrale Fragestellung, die uns in diesem Zusammenhang wichtig ist, ist:
„Inwiefern können wir behaupten, dass die Fachsprache bei den algerischen Deutschlernern im Deutschunterricht an den Gymnasien gefördert werden kann?“
Andere Nebenfragen sind besonders bedeutend:
-Übermitteln die Fachtexte des Lehrbuchs “Vorwärts mit Deutsch“ der 3.Klasse für Fremdsprache am Gymnasium treu die Ziele des Lehrplans? Kann ihr Inhalt die Bedürfnisse der Lerner befriedigen?
-Wie kann der algerische Lerner diese Fremdsprache, die nicht im Alltag verwendet wird, assimilieren?
-Welche sind die verwendeten Unterrichtmethoden, Lehr- und Lernmaterialien um diese spezifische Sprache zu vermitteln?
-Welchen Beitrag leisten die Lehrer und die Lerner zur Förderung ihrer Fachsprachkompetenz?
-Liegen bei der Fachsprache im Unterricht Schwierigkeiten mit der Vermittlung, mit dem Verstehen oder mit der Erklärung?
Obwohl die Fachsprache eine übergeordnete Rolle im Fremdsprachenlernen spielen sollte, bleibt sie leider in dieser Hinsicht nicht genug gefördert.
Unter Fachsprachunterricht wird hier ein fachbezogener Sprachunterricht verstanden. Eine Variante des Fremdsprachunterrichts mit dem spezifischen Ziel nämlich die fremdsprachliche Handlungskompetenz im Deutschunterricht gemäß den Bedürfnissen der Lernenden auf -und auszubauen.
Um diese Fragen zu beantworten gehen wir von der folgenden Arbeitshypothese aus:
Die Fachsprache bei den algerischen Schülern am Gymnasium kann durch bestimmte Parameter wie Unterrichtmethoden, Lehr- und Lernmaterialien eingesetzt werden und ihre Einflüsse, Aufgaben und Rollen im Unterricht darzustellen.
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Diese Hypothese könnte in den folgenden Teilhypothesen unterteilt werden:
-
Die Fachtexte des Lehrbuchs fördern nicht genug die Assimilation der Fachsprache. - Die Schüler leisten keinen Beitrag zur Förderung ihrer Fachsprache. Es fehlen ihnen Fachwortschatz um die Fachsprache zu entwickeln und um sich in der deutschen Sprache auszudrücken-Die meisten Lehrmethoden fördern nicht genug die Fachsprachkompetenz. (Die Lehrer setzen keine didaktischen Methoden im Deutschunterricht ein.)
-Die technische Entwicklung (Internet, didaktische Mittel/Lehrmaterialien) beeinflusst diesen Sprachgebrauch.
-Lernmotivation und Verwendungsinteresse sollen bei der Vermittlung berücksichtigt werden und Zielsetzungen sollen verfolgt werden.
-Geeignete Verfahrensweisen werden bei der Planung und Organisation des Fachsprachenunterrichts verwendet.
- Die Kombination der Lehrerqualifikation, technischer Mittel, Lehr- und Lernmaterialien und wirksamer Methoden fördert den Einsatz der Fachsprache im fachbezogenen Deutschunterricht am Gymnasium.
Im Rahmen dieser Arbeit haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Umfang der Fachsprache im Deutschunterricht am Gymnasium in Algerien bei den Lernern und dem Lehrwerk im Unterricht zu analysieren. Ich konzentriere mich dabei auf die Fachbegriffe, vor allem auf die technische Sprache, Wirtschaftsdeutsch, Fachsprache der Umwelt, Anglizismen und die Fremdwörter. Danach versuche ich die Theorie mit der Praxis zu verbinden. Wobei wir sowohl analytisch als auch empirisch vorgehen. Wir werden auch unsere Forschung durch Fragebögen, Tabellen, und die Hospitation der Unterrichtstunden durchführen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema“ Der Einsatz der Fachsprache im Deutschunterricht in Algerien“, Sie gliedert sich in drei Kpiteln.Wo die zwei ersten Kapitel einen theoretischen Teil bilden, darin werden sowohl die theoretischen Grundlagen der Fachsprache als auch über Didaktik der Fachsprache und Spracheinsatz im Deutschunterricht beschrieben. Das dritte Kapitel bildet den zweiten praktischen Teil, in dem wird der Studie und der Analyse des Korpus(Lehrer, Lerner, Unterrichtsmethoden, Lehr-und Lernmaterialien) gewidmet.
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Im ersten Kapitel liegt der Akzent auf bestimmten Aspekten wie Fachsprache, Deutsch als Fach-und Fremdsprache. Zunächst einmal versuchen wir den Begriff „Fachsprache“ zu definieren. Dann geht der historische Überblick über die Fachsprache und ihre Merkmale, überdies werden wir auf die Fachsprache und
Gemeinsprache eingehen. Im Weiteren beschäftigen wir uns mit der
Wissenschaftssprache und Berufssprache. Abschließend wird das zweite Kapitel der Didaktik und Fachspracheinsatz im Deutschunterricht gewidmet. Wo wir uns sowohl mit der Situation des Lehrers und Lerners als auch Unterrichtsmethoden, Lehr-und Lernmaterialien für den fachbezogenen Deutschunterricht beschäftigen. Im Weiteren werden wir auf die Besonderheiten in der deutschen Fachlexik eingehen, es geht um die Bedeutung und Eigenschaften des Fachwortes und den Einsatz von Fachtexten zur Entwicklung der Sprachfertigkeiten.
Ausgehend von den erarbeiteten theoretischen Grundlagen werden im dritten Kapitel die Hypothesen für die folgende emperische Untersuchung aufgestellt.
Dann wird der Analyse der Fachtexte, Methoden, Lehr-und Lernmaterialien im Deutschunterricht durch die Ergebnisse der Befragungen gewidmet und die
wesentlichen Ergebnisse werden mit einem abschlieβenden Resümee
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Kapitel I:
Die theoretischen Grundlagen der
Fachsprache
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1.Die theoretischen Grundlagen der Fachsprache
Das auffällige Unterscheidungsmerkmal der Fachsprache ist der Wortschatz. Fachtexte beinhalten in der Regel Termini, die dem Laien unverständlich bleiben. Doch auch im grammatischen Bereich sind Besonderheiten zu finden.
Der Begriff Fachsprache häufig als Sammelbezeichnung für alle erdenklichen verbalen und nicht-verbalen Formen der fachbezogenen Verständigung verwendet. Dies schließt sowohl schriftliche und mündliche Texte, aber auch Symbole, Formeln und Grafiken ein. Um zu bestimmen, was die Fachsprache für SchülerInnen im Deutschunterricht so schwierig macht, muss zuerst geklärt werden, was Fachsprache überhaupt ist, welche Phänomene sie aufweist und wie sie sich von der Gemeinsprache unterscheidet.
Die Fachsprache ist genau so alt, wie die Sprache selbst. Seit Menschen angefangen haben miteinander zu kommunizieren, haben sie sich auch verschiedenen Tätigkeiten gewidmet und dazu haben sie eine bestimmte Sprache benutzt. Die Anfänge der einzelnen Fachsprachen stimmen also mit den Anfangen ihrer entsprechenden Spezialisierung und Fächer überein.
Der danische Fachsprachenforscher Jan Engberg1 unterscheidet vor dem
Hintergrund der Forschung und auch mit einem Blick auf die geschichtliche Entwicklung der Fachsprachenforschung zwischen vier Konzeptionen von Fachsprache:
„1.einer lexikalisch orientierten Konzeption, bei welcher der Schwerpunkt das Lexikon
ist und bei der die Terminologieforschung als Ursprung der Fachsprachenforschung gilt;
2. einer stilistisch orientierten Konzeption, bei welcher der Fokus die Beschreibung des sprachlichen Stils ist;
3. einer pragmatisch orientierten Konzeption, bei welcher der Schwerpunkt auf einer Erklärung des Sprachgebrauchs und dessen Funktion liegt; und schließlich
4. einer wissensorientierten Konzeption,bei welcher das Wissen über die Verwendung von Fachsprache der Angelpunkt ist.“
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1.1 Definitionen und Historischer Überblick über die Fachsprache
Die Sprachen haben ihren Ursprung in der Arbeitsteilung. Geschichtlich betrachtet diese Spezialisierung auf Ebene der Gesellschaft, dann in Institutionen und Betrieben sowie später innerhalb der Wissenschaft und Lässt sich mittelweise in den Freizeitbereich hinein feststellen. Sie sind somit heutzutage für alle Lebensbereiche moderner Gesellschaften charakterisierend, wo entwickelte sich ein entsprechender Sprachgebrauch, der mehr oder weniger weit als Allgemeinsprache. Als älteste dieser Fachsprachen wird die Sprache der Bauern und Fischer betrachtet, später kamen die Fachsprachen der unterschiedlichen Handwerksbereiche hinzu.
Diese wurden ab dem 17./18. Jahrhundert von wissenschaftlich technisch orientierten Fachsprachen ergänzt: Die Erfindung und Entwicklung der industriellen Revolution erforderte eine sprachliche Benennung und entsprechende sprachliche Strukturen, um sie erklären zu können.
Die moderne Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts ist geprägt von rasanten Erneuerung und Entwicklungsprozessen, die sich auf praktisch alle gesellschaftlichen Bereiche erstrecken (Wissenschaft, Technologie, Medizin, Wirtschaft etc.) Als Resultat entstehen neue Teilbereiche und Subdiziplinen, in denen neue Prozesse, Erkenntnisse, Erfindungen generiert werden. Diese gesellschaftliche Atomisierung geht einher mit einer explosionsartigen Zunahme und Zersplitterung von Fachsprachen.
Die Geschichte der deutschen Fachsprachen ist recht ungleichmäßig erforscht. Eine umfassende Darstellung der Geschichte deutscher Fachsprachen liegt bisher nicht vor. Folgende Gliederung der deutschen Fachsprachengeschichte spiegelt in drei Perioden einerseits die Kulturgeschichte des europäischen Sprachraums im Allgemeinen und andererseits den Bestand an verschiedenen Fachsprachen im deutschen Sprachraum:
„Die erste Periode: mittelalterliche Fachsprachen 8. bis 14. Jh.
- der deutsche Sprachraum ist hier durch das Bestehen von mundartlich geprägten Handwerkssprachen und das weitgehende Fehlen nationalsprachlicher Wissenschafts- und Institutionensprachen bestimmt.
Die Entstehung von Fachsprachen ist mit Arbeitsteilung und Kommunikation in spezialisierten menschlichen Tarifbereichen verbunden.
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Die zweite Periode: frühneuzeitliche Fachsprachen von etwa 14.Jh. bis 17.Jh.
Diese Zeit bringt große kulturelle und soziale Veränderungen in ganz Europa.
- eine kulturgeschichtlich bedeutsame Epoche, es leben die deutschen Handwerkssprachen fort, und versuchen nationalsprachliche Institutionen- und Wissenschaftssprachen zu entwickeln.
Die dritte Periode: neuzeitliche Fachsprachen: 18. bis 20. Jh.
infolge der Aufklärung bilden sich im deutschen Raumnationalsprachliche Wissenschafts- und Institutionensprachen heraus, die zusammen mit den deutschen Techniksprachen eine Weiterentwicklung und wechselseitige Beeinflussung unter den fachgeschichtlich äußert bedeutsame Bedingungen der industriellen Revolution im 19.Jh. und der weiteren technischen Fortschritte im 20.Jh. erfahren.
Der Terminus Fachsprache bedeutet eine Art Sprache, die in einem bestimmten Fachgebiet oder einer Branche benutzt wird. Verschiedene Definitionen (Bußmann, Lothar Hoffmann) lauten:
Bußmann2 definiert die Fachsprache folgenderweise:
„Sprachliche Varietät mit der Funktion einer präzisen, effektiven Kommunikation über meist berufsspezifische Sachbereiche und Tätigkeitsfelder.“
Eine andere Definition lautet: Die auf einem bestimmten Fachgebiet durch
Ausbildung und Schulung präzisierte Terminologie, die meist nur dieser Zielgruppe voll verständlich ist3.
Die Definition der Fachsprache von Lothar Hoffmann4 lautet:
„Fachsprache – das ist die Gesamtheit aller sprachlichen Mittel, die in einem fachlich begrenzbaren Kommunikationsbereich verwendet werden, um die Verständigung zwischen den in diesem Bereich tätigen Menschen(und die Popularisierung der fachlichen Inhalte sowie den Kontakt zu bestimmten Nicht-Fachleuten)zu gewährleisten.“
Das heißt, die Fachsprache steht nicht als sprachlichselbstständiges System neben der Allgemeinsprache. Vielmehr ist sie durch Differenzierung und Erweiterung aus dieser
2Bußmann , Hadumod. Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Kröner, 2002, S. 211 3 Ebenda
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hervorgegangen. Die Standardsprache kann man als die lexikalische Basis und das grammatische Gerüst für die Fachsprachen vorstellen.
Zu den Fachsprachen gehören nämlich nicht nur Fachbegriffe und Fachwörter (Fachvokabular), sondern auch phonetische und morphologische Mittel, syntaktische und stilistische Konstruktionen usw. der Begriff Fachsprache stellt also eine umfangreiche Gruppe verschiedener linguistischer Elemente dar.
Diese Sprache ist fachgeprägt und spielt ganz gewiss in der Kommunikation zwischen den Fachleuten über fachliche Sachverhalte und Gegenstände eine entscheidende Rolle. Die Fachsprachen stehen aber nicht nur den Fachleuten zur Verfügung, sondern auch den anderen Menschen, die nichts mit dem Fach zu tun haben. Diese Fachsprache kann man z. B. in verschiedenen Betriebsanweisungen, Bedienungsbegleitungen oder produktbegleitenden Texten finden. Die Fachsprache hilft auch den Übersetzern und Dolmetschern fachliche Kompetenz zu entwickeln, weil es für sie unverzichtbar ist, die in den Bereichen zu erwerben, in denen sie tätig sind. Unabdingbar dafür ist es, sich intensiv mit Fachtexten der jeweiligen Wissensgebiete zu beschäftigen, weil es nur so möglich ist, die Fachsprache und Terminologie zu erlernen und dann sachlich korrekt zu übersetzen.
Diese sprachlichen Mittel können in drei Klassen eingeteilt werden: 1. sprachliche Mittel, die in allen Subsprachen auftreten
2. sprachliche Mittel, die in allen Fachsprachen auftreten 3. sprachliche Mittel, die nur in einer Fachsprache auftreten
Eine systemlinguistische Bestimmung des Begriffes Fachsprache in Verbindung mit Erkenntnissen aus der Varietätenlinguistik begreift Fachsprachen als Varietäten einer Einzelsprache, die sich von anderen Varietäten mehr oder weniger deutlich unterscheiden durch eine Zuordnung bestimmter innersprachlicher Merkmale einerseits und bestimmter außersprachlicher Merkmale andererseits gegenüber weiteren Varietäten abgegrenzt ist.
Innersprachliche Merkmale können auf der Laut-, Schrift-, Lexik-, Syntax- sowie Textebene ausgemacht werden. Außersprachliche Merkmale hingegen beziehen sich auf den landschaftlichen Raum, die gesellschaftlichen Gruppe, den menschlichen Tätigkeitsbereich oder die geschichtliche Periode, in der oder dem die inner-sprachlichen Merkmale als charakteristisch gelten dürfen.
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Fachsprache wird nun als Äußerung von Texten im Rahmen einer fachlichen Kommunikation betrachtet.
Reiner Arnst, Heribert Picht und Felix Mayer 5 definieren Fachsprache wie folgt:
„Bereich der Sprache, der auf eindeutige und widerspruchsfreie Kommunikationi im jeweiligen Fachgebiet gerichtet ist und dessen Funktionieren durch eine festgelegte Terminologie entscheidend unterstützt wird“.
Wie bereits erwähnt, lassen sich Fachsprache und Gemeinsprache nicht eindeutig voneinander abgrenzen, dafür sind die wechselseitigen Beziehungen zu zahlreich. Vor allem deswegen, weil die meisten Fachsprachen die Gemeinsprache als Grundlage haben. Sie nutzen zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten, die ihnen die Gemeinsprache vorgibt und umgekehrt wirken die Fachsprachen auf die Gemeinsprache zurück.
Die Beeinflussung der Gemeinsprache durch die Fachsprache ist keineswegs ein neues Phänomen, denn seit jeher hat die Gemeinsprache Elemente aus den verschiedenen Bereichen der Fachsprache in abgewandelter Form übernommen. Diese Beeinflussung ist heute aber viel größer, da Wissenschaft und Technik im täglichen Leben immer stärker sichtbar werden.
1.2 Funktionale Eigenschaften der Fachsprache
Deutlichkeit: Fachsprachen sollen Inhalte darstellen, indem sie einen adäquaten Bezug
zu den fachlichen Gegenständen und Sachverhalten sowie Abläufen und Verfahren herstellen. Diese Deutlichkeit wird bei einersystemlinguistischen Betrachtung an Besonderheiten des Wortschatzes festgemacht.
Verständlichkei: Auch in Bezug auf die Verständlichkeit ist die Darstellungsfunktion
von Fachsprache Maß gebend. Der Kenntnisbereich soll dem Rezipienten auf adäquate Weise näher gebracht werden. Fachsprache fungiert somit als fehlerfreie Vermittlung fachlicher Inhalte.
Ökonomie: Der sprachliche Aufwand, mit dem fachliche Inhalte vermittelt werden,
wird nach Roelcke fälschlicherweise häufig mit minimalem Einsatz sprachlicher Mittel bei maximaler fachlicher Darstellung gleichgesetzt. Beide Größen müssen
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jedoch als veränderlich gesehen werden, da sie immer in Abhängigkeit von Produzenten und Rezipienten fachsprachlicher Kommunikation zu betrachten sind.
Anonymität: Der Bezug zu fachlichen Gegenständen und Sachverhalten soll
unmittelbar hergestellt werden. Dieser Anspruch basiert auf dem bereits erwähnten sprachrealistischen Ansatz, der die Welt als durch Begriffe vermittelbar begreift. Anonymität ist keine Unterstützung der Darstellungsfunktion von Fachsprache, sondern beruht auf der historischen Entwicklung der Fachsprache als objektive, nicht an menschliche Erfahrung gebundene Darstellung von Welt.
Identitätsstiftun: Fachsprachen stellen Gruppensprachen dar, und ihre Beherrschung
definiert die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, die über einen Kenntnisbereich kommuniziert. Beispiele für die identitätsstiftende Funktion von Fachsprachen sind die charakteristischen Redeweisen bestimmter Forschungsrichtungen oder betriebliche Kommunikationen, die als corporate identity bezeichnet werden. Sie dienen der Abgrenzung der eigenen Gruppe von anderen Personenkreisen.
Exaktheit: Aufgrund der Funktion der Fachsprache ist Exaktheit eine wichtige
Verwendungseigenschaft der fachbezogenen Kommunikation, denn diese erlaubt eine präzise und fehlerfreie Verständigung. In jedem Fachgebiet haben sich im Laufe der Zeit kommunikative Strategien herausgebildet, die eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Produzent und Rezipient ermöglichen.
Vagheit: Im Gegensatz zur weitverbreiten Annahme, dass Fachsprache exakt und
Allgemeinsprache vagbzw.ungenau sei, ist auch Fachsprache mit Vagheit durchsetzt. In der Literatur wird Vagheit weiter in semantische und pragmatische Unbestimmtheit mit entsprechenden mit Subkategorien untergliedert. Hier ist an dieser Stelle wichtig, dass Vagheit für Sprache-und damit auch für Fachsprache konstitutiv ist.
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1.3 Zum Verhältnis zwischen Fach- und Gemeinsprache
Da die Definition von „Fachsprache“ im Zusammenhang mit der Definition von „Gemeinsprache“ gesehen werden muss, stellt sich hier die Frage, wo die Grenzeeinerseits zwischen diesen beiden, andererseits auch zwischen den einzelnen Fachsprachen verläuft.
Nach Arntz/Picht/Mayer lautet die Definition von Gemeinsprache aus der bereits erwähnten Norm DIN 2342:
„Kernbereich der Sprache, an dem alle Mitglieder einer Sprachgemeinschaft teilhaben“6
Laut einer anderen Definition von Hohnhold wird davon ausgegangen, “ dass Wörter der Gemeinsprachein sinnvoller Auswahl und sinnvoll verknüpfter Folge bei ausreichender Menge einen, gemeinsprachlichen Text bilden. Demnach ist
Gemeinsprache nicht nur selbständigtextkonstituierend, sondern auch
verständigungswirksam“7
Die Beschäftigung mit Fachsprachen reicht in Wissenschaft und Praxis weit zurück, vom Sammeln handwerklich-technischer Fachwörter über die Erstellung von Glossarenund Wörterbüchern bis zur Auseinandersetzung mit zentralen Grundbegriffen imBereich von „Fach“ und „Sachlichkeit“. Fachkommunikation ist ZwischenWissenschaft und Praxis hingegen eine neuere Erscheinung.
In der Fachkommunikation arbeiten Fachleute mit sprachlichen (lexikalischen,
morphologischen, syntaktischen) Mitteln, die für das betreffende Fach charakteristisch sind und zusammen seine Fachsprache ausmachen.
Das Verhältnis ist zwischen Fachsprache und Gemeinsprache komplex und
gespannt. Eine Tendenz zur Polarisierung bestand besonders in den Sechziger und Siebziger Jahren, und in Bezug auf die folgenden zwei Aspekte: Zum einen wurden
6Arnst ,Reiner, Picht ,Heribert und Mayer, Felix,Einführung in die Terminologiearbeit.Olms,2002.S.10 7Inge, Hohnhold.Übersetzungorientierte Terminologiearbeit:eine Grundlegung für Praktiker.Stuttgard:InTra,
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Fachsprache und Gemeinsprache als Gegensätze betrachtet; zum anderen wurde über die Spezifik der Fachsprache diskutiert.
Nach Tinnefeld sind Gemeinsprache und Fachsprache „einerseits Varianten ein und
derselben Sprache: es wird dasselbe Sprachsystem verwendet“; andererseits sind sie „unterschiedliche Sprachsysteme“8.
Er hält die zweite Aussage ebenfalls für stimmig, „denn beide können als
verschiedenartige,Subsprachen angesehen werden, die ihrerseits – zumindest theoretisch – abgrenzbar zu sein scheinen: Jeder Laie wird einen Text aus der Fachsprache der Medizin unschwer als einen medizinischen – also nicht als allgemeinsprachlichen – Text erkennen“9.
In diesem Sinne also sind Gemeinsprache und Fachsprache zwei ‚verschiedene’ Sprachen’. Durch diese Provokation macht Tinnefeld auf das „Spannungsfeld“ zwischen Fach- und Gemeinsprache aufmerksam. Folgende Verhältnisse zwischen Gemeinsprache und Fachsprache hält er für prinzipiell möglich10:
-„Gemeinsprache und Fachsprache als relationale Großen,
-Gemeinsprache und Fachsprache in Komplementarität zueinander, -Gemeinsprache als Basis der Fachsprache,
-Gemeinsprache und Fachsprache in Kontrast zueinander“ .
1.4 Deutsch als Fach und Fremdsprache
Menschen lernen Fremdsprachen –wie beispielsweise Deutsch – an verschiedenen Orten, mit unterschiedlichen Lernzielen, Motivationen und aus verschiedensten Gründen. Aufgrund dieser Vielfalt kann es kein einheitliches Vorgehen und kein allgemeingültiges Konzept für das Deutschlernen und
Deutschlehrengeben. Währendsich aber beim Deutschlernen im Inland
Gemeinsamkeiten und Regelmäßigkeitenzeigen, ist die Situation für das Deutschlernen im Ausland in folgeder unterschiedlichen Situationen vielfältiger und komplexer. Während die Inlandsdidaktik sich eher darauf konzentrieren muss, muss eine Auslandsdidaktik dafür sorgen, dass „das freie Umgehen mit der deutschen Sprache stärker als bisher eine Rolle spielt“. Zwar geht es in bei den Fällen um die
8Tinnefeld, Thomas : Das Spannungsfeld zwischen Fach- und Gemeinsprache. Frankfurt am Main: Peter
Lang.2003, S.1-2.
9ebenda.
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Vermittlung der Sprache, aber es ist die „Gewichtung“ der anzustrebenden Fertigkeiten und Fähigkeiten, die den wesentlichen Unterschied ausmacht:
Bei der Auslandssituation spielen bei didaktisch-methodischen Entscheidungen die Zielgruppen und Lernziele die entscheidende Rolle11:
„Der Begriff Auslandssituation fast Lernende aus sehr verschiedenen Kulturen
mitunterschiedlichen Ausgangssprachen und Sprachlernbiographien zusammen; Lernende,die die neue Sprache durch ihre Muttersprache oder durch eine andere Fremdsprache lernen, ebenso wie solche, die sie einsprachig lernen, weil die
Deutschlehrer ihre Sprache nicht kennen, Lernende, die schon verschiedene Sprachengelernt haben und solche, für die Deutsch die erste fremde Sprache ist, oderLernende, die als sog. Remigranten die deutsche Sprache als Zweitsprache gelernthaben, bevor sie sie eventuell in einer schulischen Situation und in einer ihnen rechtfremden, angeblich aber eigenen Kultur so lernen, als sei sie eine echte Fremdsprache“
Durch diese Beschreibung werden die Komplexität und die Vielfalt der Thematik in
Bezugauf den Deutschunterricht im Allgemeinen außerhalb des
deutschsprachigenRaums deutlich, dass weder allgemeingültige Aussagen über den Deutschunterricht im Ausland gemacht werden können noch ein allgemeingültiges Konzept dafür existieren kann. Man darf aufgrund dieser Vielfalt unterschiedlicher Situationen von einer richtigen Methodik sprechen, die man aus den Konzepten des Deutschunterrichtseinfach „importieren“ kann.
Sprache und Kognition: Im Unterricht ist Sprache zugleich Gegenstand des
Unterrichts wie auch Kommunikationsmittel, die im Unterricht eine sehr entscheidende Rolle spielt. Durch die Funktion der Sprache können die Menschen Gedanken und Gefühle ausdrücken, Fragen stellen, Informationen austauschen, etwas darstellen etc.Sprache ist ein System, das aus willkürlichen Zeichen wie Lauten und Gesten besteht. Damit Sprache ihre Funktion erfüllen kann, werden diese Zeichen nach Regeln kombiniert.
11Rosler, Dietmar: Deutsch als Fremdsprache auserhalb des deutschsprachigen Raums. Ein (uberwiegend
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die Sprache ist als humanspezifisches Phänomen, das zentral für das menschliche Leben. Dabei hängt die Sprachentwicklung sehr stark mit der kognitiven Entwicklung der Menschen zusammen.
der Spracherwerb verläuft parallel zur biologischen und kognitiven Entwicklung. Die kognitive Entwicklung des Kindes und deren Einfluss auf den Spracherwerb wurden weiter von Wygotsky untersucht.
Die Sprache wird in Kommunikationssituationen erworben. Die kognitive Entwicklung und die Sprachentwicklung verlaufen bis zum Alter von zwei Jahren unabhängig voneinander, danach beeinflussen sie sich gegenseitig. Es kann also festgehalten werden, dass die Sprache und Kognition zusammenhängen und die Kommunikationssituationen im Unterricht die Sprachentwicklung der Schülerinnen und Schüler fördern. Im Gegensatz zur Alltagssprache mit nicht immer eindeutigen Formulierungen und unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten mit Blick auf die Tiefenstruktur sind in der Fachsprache Bedeutungen auch auf der Oberflächenstruktur exakt festgelegt.
1.4.1 Deutsch als Fremdsprache weltweit
Im Jahr 1985 wurde erstmals die Erhebung der Zahl der Deutschlernenden weltweit durchgeführt. Diese Erhebung ermöglicht uns einen Einblick in die Verbreitung und Entwicklung der deutschen Sprache in der Welt. In den vergangenen 30 Jahren hat sich unsere Welt fundamental verändert.Gleichzeitig beobachten wir, dass auch das Interesse am Erlernen der deutschen Sprache Verschiebungen unterliegt. Nach wie vor befinden sich die meisten Deutschlernenden in Europa.
Erfreulicherweise hat das Interesse hier in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. In manchen Ländern, wie in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, ist
das Interesse zwar weiterhin stark, aber in der Summe rückläufig Sprachförderung ist ein besonders nachhaltiges außenpolitisches Instrument. Sie fördert Dialog, Austausch und Zusammenarbeit zwischen Menschen und Kulturen, vermittelt ein positives Deutschlandbild im Ausland und bringt Menschen nach Deutschland. Mit den jungen Deutschlernenden von heute werden wichtige Partner in Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Forschung für morgen gewonnen.
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Die Förderung von Deutsch als Fremdsprache ist für die Erhöhung der Zahl ausländischer Studierender wie für die Gewinnung von ausländischen Fachkräften in Deutschland essenziell.
Das Erlernen der deutschen Sprache im Ausland öffnet zu dem ein Fenster nach Deutschland und vermittelt Verständnis für deutsche Politikansätze wie auch für gesellschaftliche Werte.
Ein moderner und attraktiver Deutschunterricht ist eine wichtige Motivation für Schüler, Deutsch zu wählen. Deshalb liegt in besonderen Fokus der Förderung von Deutsch als Fremdsprache auf der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung. Wichtige Partner sind dabei Deutschlehrerverbände in den Partnerländern. Zudem wird mit Werbe- und Informationskampagnen für Deutsch in der Breite geworben und das Interesse für Deutschland geweckt 2015 gibt es nach der aktuellen Erhebung weltweit rund 15,4 Millionen Deutschlernende. Damit ist die rückläufige Entwicklung gestoppt, die bis 2010 zu beobachten war (2000: 20,1 Mio. 2005: 16,7 Mio. 2010:14,7 Mio., 2010 mit Deutschlernenden an den Goethe-Instituten14,9 Mio.). Man kann insgesamt von einer Konstanz der Zahlen, vielerorts zudem von einem positiven Trend sprechen. Seit der letzten Erhebung der Zahlen 2010 ist die Nachfrage nach Deutsch in rund 60% der Länder, in denen die Zahl der Deutschlernenden ermittelt werden konnte, gestiegen. Das trifft insbesondere auf Länder in Asien, Lateinamerika, Afrika und im Nahen und Mittleren Osten zu. Die meisten Deutschlernenden gibt es nach wie vor in Europa, wo9, 4 Millionen Menschen Deutsch lernen.
1.4.2 Fachdeutsch in Algerien
In Algerien nehmen die Tertiärsprachen wie Deutsch, Spanisch einen immer wichtigeren Platz in der gesamten sprachpolitischen Planung ein. In der globalisierten Welt hat Algerien die Bedeutung der Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie und Forschung, Ökonomie, Tourismus erkannt und räumt heutzutage neben Französisch und Englisch vielen weiteren Fremdsprachen zwecks ihrer konkreten Funktionalisierung einen besonderen Platz im Bildungsprogramm ein. seit dem Jahr 2000herrscht wieder ein sicheres politisches und ökonomisches Klima. Diplomatische Vertretungen, Botschaften und Konsularabteilungen werden wieder bzw. neu eröffnet. Das Goethe-Institut in Algier und sein Dialog-Punkt Deutsch in Oran, die DAAD-Vertretung an der Universität Oran, die Gesellschaft fürtechnische Zusammenarbeit
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GTZ, die Deutsch-algerische Handelskammer und viele deutsche Firmen sind ein Beispiel für dieses rege externe Investitionsinteresse und zugleich Nährboden für die Expansion der deutschen Sprache. Nicht anders verhält es sich mit Spanisch, Italienisch und dem ansteigenden Türkisch und Chinesisch. Internorientiert nutzten diese Tertiärsprachen, vorwiegend Spanisch und Deutsch, im Laufe der 90er Jahre und zu Beginn des 21. Jahrhunderts die ambivalente Situation zwischen Französisch und Englisch in ihrem Streit um den ersten Fremdsprachenplatz in Algerien aus,um sich als „unproblematische Alternative“, vor allem im Hochschulbereich, einzufügen.
Aufgrund des zunehmenden wissenschaftlich-technischen und auch kulturellen Austauschesauf internationaler Ebene sowie des wachsenden Bewusstseins der gesellschaftlichen Bedeutung der Fachsprachen hat weltweit das Interesse an der fachsprachlichen Thematik sowie die Bedeutung des Fachsprachenunterrichts zugenommen.
Internationale Verflechtung auf den Ebenen Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik stellt immer höhere Ansprüche an den (Fach-) Fremdsprachenunterricht. Immer mehr Mitarbeiter in vielen Unternehmenmüssen über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Aus diesem Grund ist den adäquaten fachsprachlichen Unterricht und besonders interkulturelle Fachkommunikation in heutiger Zeit weltweit nötig.
Im Fachsprachenunterricht ist eine andere didaktische Form erforderlich als im Allgemeinen Sprachunterricht. Seit den neunziger Jahren(Globalisierung) stellt man allgemein fest, dass sich die Fachkommunikation an radikal veränderte kommunikative Anforderungen anpassen muss.
Ein Problem für den Fachsprachenunterricht liegt vor allem darin, dass eine fundierte didaktische Basiskonzeption für den Fachsprachenunterricht immer noch fehlt.
Das bedeutet, dass, bevor methodischeEntscheidungen getroffen werden können, eine Reihe von Fragen und Faktoren berücksichtigt werden muss, die den Unterricht beeinflussen.
Fachsprachenunterricht wird in Algerien hauptsächlich im Gymnasium als lernbegleitendes Pflichtfacherteilt, womit die Tatsache erklärt wird, dass für diese Arbeit der Fachsprache im Deutschunterricht am Gymnasium als Gegenstand der Untersuchung gewählt wurde.
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In Bezug auf den Fachsprachenunterrichtkommt noch die Tatsache hinzu, dass die GymnasienlehrerInnen, keine Ausbildung als Fachsprachenlehrer erhalten haben (dennhierzu gibt es in Algerien keine Möglichkeit), sondern sie haben ebenfalls Deutsch studiert und sich während ihrer Ausbildung ausschließlich mit Literatur- bzw.Sprachwissenschaft befasst und nicht mit Didaktik und Methodik der Fremdsprache bzw. der Fachsprache.
Aufgrund der Eindrücke, die wir während unserer Berufstätigkeit gesammelt haben, konnten wir deshalb zusammenfassen, dass der Fachsprachenunterricht in Algerien als Gebiet mit eigenen Problemen und Anforderungen erkannt wird.Um in dieser Hinsicht einen Beitrag zu leisten, ist es deshalb notwendig,zunächst Probleme aufzuzeigen, Tendenzen zu erkennen sowie – darauf basierend – Vorschläge zur Realisierung bzw. Verbesserung des Fachsprachenunterrichts in Algerien sowie für neue didaktische Konzeptionen formulieren zu können.
1.5 Fachdeutsch als Wissenschaftssprache und Berufssprache
Da es viele Fachgebiete gibt, gibt es auch viele Fachsprachen. Jedoch diese Fachgebiete (z. B. Technik, Wirtschaft) gliedern sich in zahlreiche Teilbereiche
(z. B.Betriebswirtschaft, planmäßige Wirtschaft, Geldwesen usw.). Aus diesem Grund gliedern sich auch die Fachsprachen in viele Gruppen. Es handelt sich um diesogenannte horizontale und vertikale Gliederung. Hier werden beide Gliederungsartenkurz geklärt:
Die horizontale Gliederung berührt auf dem Sachverhalt, dass es ebenso viele Fachsprachen wie Fachbereiche gibt. Es gibt z. B. Fachsprache der Medizin,
Fachsprache der Wirtschaft, Fachsprache der Physik, Fachsprache der Technik usw. Da auch viele neue Wissenschaftsgebiete entstehen, andere veralten und verschwinden, ist es auch nicht möglich eine genaue Zahl der Fachsprachen anzugeben. Man kannsagen, dass die Zahl der Fachsprachen ständig in Bewegung ist und aus der horizontalenGliederung kann man nicht ableiten, wie viele Fachsprachen es gibt, obwohl Hans Rüdiger Fluck ungefähr 300 Fachsprachen angibt.
Nach Roelke unterscheidet die horizontale Gliederung drei Bereiche - Fachsprachen der Wissenschaft, der Technik und der Institutionen12:
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-„Wissenschaftssprache (auch Theoriesprache bezeichnet): Sprache der wissenschaftlichen Fachbereiche und Bildung von Theorien.
-Sprache der Technik: Technik = Schaffung der Werkzeuge oder Geräte Techniksprache = Kommunikation über diese Geräte und ihre Benutzung
-Institutionensprache:Kommunikation innerhalb Organisationen mit festgelegter Struktur und einem bestimmten Zweck“.
Die vertikale Gliederung betrifft nicht die soziale Schichtung der Sprecher, sondern die Abstraktionsebenen innerhalb eines einzelnen Faches.
Nach Roelke gibt es drei fachliche und sprachliche Abstraktionsebenen an13:
„1. Wissenschaftssprache (Theoriesprache):
- Sprache der Spezialisten und Forscher, meistens in Schriftform - hoher Abstraktionsgrad
2. Fachliche Umgangssprache:
- mündliche Kommunikation der Spezialisten - der mittlere Abstraktionsgrad
3. Werkstattsprache (Verteilersprache):
- schriftliche und mündliche Kommunikation in der Produktion,Verwaltung und Verkauf
- niedriger Abstraktionsgrad“
L. Hoffmann definiert die vertikale Schichtung eher als:
„zunehmende Präzisierung (…), die die Sprache in der fachlichen Kommunikation erfährt, je weiter diese im Zusammenhang mit ihrer
ständigen Vervollkommnung als Erkenntnis- und Kommunikationsinstrument vom Konkreten zum Abstrakten, vomBesonderen zum Allgemeinen, von der Erscheinung zum Wesen vordringt14.“
1.5.1 Fachsprache der Umwelt:
Aufgrund der gegenwärtigen globalen Umweltsituation ist den Umweltbereich eine starke Zunahme an Arbeits-und Tätigkeitsfeldern zu erwarten. die FachspracheUmweltist weder von linguistischer noch didaktischer Seite systematisch
13 Ebenda S.38
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erforscht, sodass eklatante Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot besonders in Bezug auf Didaktik und Unterricht besteht .Eine Entsprechende Aufarbeitung ist daher in der Fachsprachendidaktik als vorrangiges Arbeitsfeld anzusehen.Das hier bestehende Desiderat wird zudem durch die hohe Komplexität des Umweltsektors verschärft, der sich über weite Berichte des gesellschaftlichen Lebens sowie der wissenschaftlichen und beruflichen Praxiserstreckt. Eine didaktische und unterrichtspraktische.
1.5.2 Fachsprache der Wirtschaft
Im Folgenden gehen wir von den vorgelegten Definitionen nach Ousmane aus, die hier zusammengestellt sind15:
„-Wirtschaftsdeutsch, das ist die Gesamtheit aller sprachlichen Mittel, die in einem fachlich begrenzten Kommunikationsbereich, nämlich dem der Wirtschaft, verwendet werden, um die Verständigung der in diesem Bereich tätigen Menschen zu gewährleisten. Sie ist begründet durch die Kommunikationsbereiche und -formen der in der Wirtschaft handelnden Personen.
-Wir verwenden den allgemeinen Begriff „Wirtschaftsdeutsch“ und meinen damitsowohl die wirtschaftsbezogene Fachsprache im wissenschaftlich – theoretischenBereich als auch die Berufssprachen in der Wirtschaft und die fachbezogeneUmgangssprache bzw. fachexterne Kommunikation.
- [Wirtschaftsdeutsch ist ein- O.G.] Konglomerat aus einer unendlichen Vielzahl von einzelnen Unter- Wirtschaftssprachen.
- Wirtschaftsdeutsch (...) schließt die Sprache der Wirtschaftswissenschaft ebenso ein wie die der Wirtschaftspolitik, er kann den spezifischen Sprachgebrauch in Handel und Industrie meinen oder die Sprache der Börse oder Werbung.
Den meisten dieser Definitionsversuche ist gemeinsam, dass die Wirtschaftssprache mit einem „Komplex“ (Fluck 1996) bzw. „Konglomerat“ (Hundt 1995) oder einem „Sammelbegriff“ (Buhlmann / Fearns 2000) für diverse Fachsprachengleichgesetzt wird“.
15Ousmane Guèye. Fachdeutsch als Fremdsprache (FDaF) Wirtschaftsbereich .Ein didaktisch - methodisches
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Damit ist der Sprachgebrauch gemeint, der in der wirtschaftsbezogenen Wissenschaft, im Unternehmensbereich und in der fachexternen Kommunikation anzutreffen ist. Unter Fachbereich wäre hier nicht ein Komplex wie Wirtschaft oder Medizin zu verstehen, sondern deren Teilbereiche wie Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Geldwesen usw.
1.5.3 Fachsprache der Technik
In der Technik ist die Industrielle Revolution im 19. Jhd. verlaufen, die durch die Erfindung der Dampfmaschine angefangen hat und durch neue Produktionsformen, zunehmende Arbeitsteilung und Massenproduktion gefolgt wurde, dazu sind die Erfindungen des Telefons, Funks und Fernsehens und der modernen Computertechnik gekommen. Im Zuge dieser Entwicklung entstehen seitdem viele neue Fachsprachen und wurde die rasche Entwicklung in der fachlichen Kommunikation ermöglicht.
Im Unterricht ist es notwendig stilistische Besonderheiten technischer Texte zu behandeln. in Fachtexten ist die Anzahl der Fachbegriffe auffallend hoch.
Lexikalische Besonderheiten des technischen Wortschatzes:
Nach Trimbel 16ist die Lexik, gemäß der Duden Definition „der Wortschatz einer
Sprache”. Im Falle des technischen Wortschatzes können wir ihn gemäß Trimble in drei Unterbereicheunterteilen:
-der technische Wortschatz -der sub-technische Wortschatz -die zusammengesetzten Nomen
„Der technische Wortschatz besteht aus den Termini, die dem jeweiligen Fach
spezifisch sind, und die in keinem anderen Kontext getroffen werden können. Dieser weistkeine besondere Schwierigkeit auf und die Verwendung des Wörterbuches reicht aus, um den Sinn des Wortes zu erfahren.
Timbel definiert und sagt in Bezug auf den sub-technischen Wortschatz dass er aus “context-independent words which occur with high frequency across disciplines”gebildet sei.
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Trimble erweitert die Definition auch auf “those wordsthat have one or more general English meanings and which in technical contexts take onextended meanings”.
Diese Wörter erscheinen also in mehreren Fächern und haben einen trans-disziplinären Charakter und nur der Kontext verleiht ihnen die jeweilige Bedeutung.
Die zusammengesetzten Nomen; Diese zusammengesetzten Wörter sind aus zwei oder mehreren Nomen und die notwendigen Adjektive (seltener Verben oder Adverbien) gebildet, die zusammen ein einziges Konzept ergeben“.
Dieser Zusammensetzungsprozess ist natürlich für diese Sprachen und deshalb bereitet er den ausländischen Lernenden Problemen. Aber diese Trennung in Teilen ist nicht genug, um den richtigen Sinn des zusammengesetzten Fachwortes zu finden.
Die Erfahrung und die Fachkenntnisse helfen, die Bedeutung zu entschlüsseln.
Aufbereitung stellt sich als entsprechend komplexes Vorhaben dar.
1.5.4 Fachsprache der Medizin
Im Bereich der Medizin spielt das Verstehen von medizinischen Informationen eine wichtige Rolle. Immer wieder wird man mit komplizierten Fachbegriffen konfrontiert, die Krankheiten, Untersuchungsmethoden oder Behandlungsverfahren bezeichnen. Auf den ersten Blick mag die Fachsprache der Medizin einen
unverständlichen und unübersichtlichen Eindruck machen.
Die ältesten fachsprachlichen Termini stammen aus der griechischen Antike.
Dieses System sollte rational mit allen fünf Sinnenerfahrbar und nicht von religiösen Vorstellungen geprägt sein .Das medizinische Vokabular ändert sich entsprechend dem medizinischen Fachwissen.
Der Gesamtwortschatz der Medizin, der uns heute zur Verfügung steht, umfasst einschließlich der medizinischen Begriffe aus den Grenzgebieten wie Physik, Biochemie, Psychologie, Soziologie usw. schätzungsweise 500.000 Termini .
Im Bereich dermedizinischen Fachsprache spielt die Entlehnung von
Wortschatzeinheiten aus den Sprachen der klassischen Antike sowie aus dem Englischen und Amerikanischen einewichtige Rolle.
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Anteil an Fremdwörtern besitzen, der aus demGriechischenund Lateinischen stammt. Diese beiden Fremdsprachen ermöglichen aufgrund ihrer Präzision und Kürze eine gewisse internationale Einheitlichkeit der Bezeichnungensowie
eine rasche und exakte Verständigung überkomplizierte Sachverhalte.
1.6 Fremdwörter und Anglizismen im Fachdeutsch
In der Fachsprache selbst befindet sich eine große Zahl von Fremdwörtern.
Die Mehrheit der Neubildungen (Neologismen) bilden die Wörter aus dem Englischen, weil die englische Sprache dankder Globalisierung und Internationalisierung zur führenden Sprache der Welt geworden ist. Die Wörter, die also mit der modernen Zeit, neuen Produkten, Arbeitsstellen, Dienstleistungen verbunden sind, haben ihre Herkunft überwiegend im Englischen.
Es gibt aber auch Fremdwörter inanderen Sprachen. Eine große Zahl der Fremdwörter stammt aus dem Lateinischen oder Griechischen, aber auch aus dem Italienischen, Französischen oder aus anderenSprachen.
Der Anteil der Fremdwörter im Deutschen ist nicht gering, vor Allem in der Mediensprache (8-9%). Sollte nur der Anteil der Substantive, Adjektive und Verbengezahlt werden, dann erreicht er sogar 16-17%. Wenn es um die Fachsprache geht, ist der prozentuelle Anteil noch wesentlich höher, da die Fachsprache viele technischeTermini verwendet.
Im 19.Jh. ist die Zahl der Entlehnungen aus dem Englischen starkangestiegen. Insbesondere die in der philosophischen, politischen oder ökonomischen Fachliteratur längt.England war im 19.Jh. das große Vorbild in Industrie und Handel (Kartell,
Trust , Partner, Standard), im Verkehrswesen (Lokomotive, Tender, Tunnel,
Viadukt, Waggon, Express), im Pressewesen (Leitartikel, Essay, Reporter,Interview)
und seit der zweiten Jahrhunderthälfte auch in der Politik(Demonstration, radikal,
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Englisch war um 1900 in Berlin als modische Konversations- undRenommiersprache der oberen Zehntausend an die Stelle des (seit Revolution undNapoleon schwindenden) Französischen getreten.
Der englische Lehneinfluss hat im 20.Jh. weiterhin ständig zugenommen. „Viele moderne Anglizismen sind bereits in den 20er Jahren im Deutschen
üblich gewesen (Film, Bestseller, Bluff, Jazz, Song, Foxtrott, Pullover, Manager, tanken, …). Der Angloamerikanische Einfluss reichte nach dem Zweiten
Weltkrieg bis in das einfache private Gesellschaftsleben (Teenager, Make-up, Music-Box, Bikini, Sex, Striptease, Callgirl, Playboy, Rocker,).
Bei dieser sog. „Amerikanisierung“ handelt es sich um sprachliche Aneignung, um eine aktivaufnehmende Sprachhaltung der Nachkriegsdeutschen aller sozialen Schichten,wobei man möglichst viele von den kleinen, äußerlichen und als neu, freiheitlich und modern bewerteten Dingen mit englischen Wörtern benannte“17.
Der zunehmende amerikanische Spracheinfluss hat auch stark auf höheren kulturellen Niveaus gewirkt mit zahlreichen Lehnwörtern und Fachausdrücken des wissenschaftlichen, technologischen und kulturellen Nachholbedarfs und Fortschritts mit Radar, Laser, Computer, Kybernetik, Automation, Input, Output, Test, Paper,
Pattern, Pop Art, Sample, Trend, Team,…, beispielsweise in der Sprachwissenschaft: Linguistik, Morphem, Allomorph, Distribution, generativ, Transformation Grammatizität,… In den Bereichen Recht und Verwaltung ist der angloamerikanische
Spracheinfluss am schwächsten.
Die Zunahme der Entlehnungen aus dem Englischen im Laufe des 20.Jh. ist sehr schwer quantitativ einzuschätzen. Trotz wiederholter Sprachkritik der „Engländerei“, „Überflutung“ usw. bleibt bis heute der Anteil von Angloamerikanismen in nicht zu speziellen öffentlichen Texten, wie z.B. Nachrichten, Kommentaren, Reportagen, Bekanntmachungen, relativ gering.
Das Ansteigen der Entlehnungen aus dem Englischen war mit einem Rückgang der Integration der entlehnten Elemente in das Sprachsystem des Deutschen verbunden. Das Englische wurde in Schulen als zweite oder dritte, in der Nachkriegszeit als erste Fremdsprache, verbreitet. Dies brachte mit sich, dass bei der Entlehnung englischer Wörter an Schreibung und Lautung immer weniger geändert wurde, wobei die
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morphemische und semantische Integration meist stärker war.Der grammatische Umgang mit Anglizismen findet vergleichsweise wenig Beachtung.
Kapitel II:
Didaktik und Fachspracheinsatz
am Gymnasium
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2. Didaktik und Fachspracheinsatz im Deutschunterricht am Gymnasium
Funktion und Bedeutung von Fachsprache führen zu einem großen gesellschaftlichen Bedarf und einer entsprechend Nachfrage an fachsprachlichere Ausbildung. Vor diesem Grund sollte man davon ausgehen, dass gut entwickelte didaktische Konzepte bestehen. Die Existenz einer Didaktik für den Fachsprachenunterricht wird in der Fachliteratur kontrovers diskutiert.An verschiedener Stelle wird eine fremdsprachliche oder muttersprachliche Didaktik der Fachsprache als Desiderat bezeichnet, während andere Autoren sie zumindest für den DaF-Bereich für „weit fortgeschritten“ ansehen.Anfang der 80er des Jahrhunderts vermerkte Hammrich:
„eine fundierte allgemeine Fachsprachendidaktik/-Methodik liegt nicht einmal für die wichtigsten Felder vor (muttersprachlicher Unterricht, Fremdsprachenunterricht, Dokumentation,Informationswissenschaft u.a)18."
Über den fachbezogenen Fremdunterricht im Ausland bemerkt er auch:
„Zusammenfassend kann man Übertreibungsagen, dass die Lage des
Fachsprachenunterrichts traurig ist. Hauptgrund dafür ist ohne Zweifel die unklare Zielsetzung19.“
Ähnlich äußert er sich:
18 Hammrich Tim. Fachsprache Umwelt. Ein didaktisches Modell für den DaF-Unterricht unter besonderer
Berücksichtigung des fachsprachlichen Fremdsprachenunterrichts in China.epubliGmbh,Berlin.2013.S.74
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„Von einer eigenständigen Disziplin Fachsprachendidaktik mit eingegrenztem
Gegenstands- und Aufgabenbereich und einem festen Platz innerhalb derFremdsprachendidaktik sind wir daher weitentfernt20.
“Begründet wird dies mit dem Problem der „Beschränkung auf sehr konkrete Bedingungsgefüge und das Fehlen einer begrifflichen Klärung und Abgrenzung von Fachsprachendidaktik21.“
Mit der Problematik des Fachsprachenunterrichts im Allgemeinen befasst sich die Didaktik der Fachsprachen. Die Frage „Wie unterrichtet man Fachsprachen?” Wissensvermittlung und Fachsprache sind fest miteinander verbunden, was
wiederum dazu führt, dass Didaktik (als Komplex aus Lernzielen und Lerninhalten) und Methodik (als Beschäftigung mit den Lernverfahren) inzwischen mit dem zentralen, sprachübergreifenden Begriff „Didaktik der Fachsprachen“ bezeichnet werden.
Wenn man die Fremdsprachenmethodikals übergreifende Wissenschaftsdisziplin
Betrachtet, dann ist unter der Unterrichtsmethodik des Fachsprachenunterrichts eine angewandte Wissenschaft zu verstehen, die sich sowohl mit Konzeptionen für Unterrichtsprozessedes fachbezogenen Fremdsprachenunterrichts als auch mit konkretenVorgehensweisen für Lehrer und Lerner im Unterricht befasst.
Mit der Zeit ändern sich allerdings auch die Unterrichtsmethoden, weil sie sich an die neuen Anforderungen und Ansprüche des Fremdsprachenunterrichts anpassen müssen. Zum Zweck einer effektiven und produktiven Unterrichtsgestaltung beschäftigtsich die Methodik mit den Lehr- und Lernverfahren (Wie soll unterrichtetwerden?) und die Didaktik mit den Lehrinhalten (Was soll gelehrt werden?).
In der Definition des Begriffs „Unterrichtsmethodik“ gibt es unterschiedliche Meinungen. Die Existenz einer „idealen“ Methodik für den Fremdsprachenunterricht im Allgemeinen ist jedoch fraglich. Eine gültige Methodik kannnicht existiert werden, denn hierbei spielen verschiedene Faktoren, wie die Diversität der Adressaten und ihre
20 Ebenda.
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Bedürfnisse, Lernziele, die Kompetenz und Flexibilität des Lehrers bei der Umsetzung eine wesentliche Rolle.
In diesem Zusammenhang ist die Aufzählung von spezifischen Merkmalen des
Fremdsprachenunterrichts von Grotjahn 22 anzuführen,die bei der Beurteilung der Adäquatheit von Methoden und Kriterien bei der Erforschung des Lehrens und Lernens fremder Sprachen zu berücksichtigen sind:
„1. Zunächst betont Grotjahn, dass Fremdsprachenunterricht „ein durch eine Vielzahl interdependenter Faktoren konstituierter, mehrdimensionaler Wirklichkeitsbereich «ist, was in allen Forschungsphasen berücksichtigt werden muss.
2. Dann beschreibt er den Fremdsprachenunterricht als „ein soziales, an bestimmte Institutionen (z. B. Schule) und politische Systeme gebundenes Phänomen,
das durch explizite und implizite (gesellschaftspolitische) Normen, wie z. B. Lehrziele oder allgemeine Wertvorstellungen, bedingt ist“.
Besondersäuβert sich dies in den subjektiven Theorien zu Lernern und Lehrern, die von zentraler Bedeutung für die Erklärung von Unterricht sind.
3. „Konkret ablaufender Fremdsprachenunterricht manifestiert sich auf zumindest drei Ebenen:
a) als in einem Zeitabschnitt beobachtbarer Prozess
b) als zu einem Zeitpunkt vorliegendes Resultat (Produkt) beobachtbarerProzesse c) als beobachtbares Resultat nicht-beobachtbarer, individueller,mentaler Prozesse“. 4. „Fremdsprachenunterricht ist ein in hohem Masse diskontinuierlicher und individuellerProzess“, in dem es u. a. zu Ruckschritten, Restrukturierungen, Stabilisierungenund Instabilität kommen kann. Als Folge können Lerner in verschiedenen Stadien des Lernprozesses Unterschiede aufweisen.
5. „Lehrer benötigen wissenschaftlich begründete Handlungsempfehlungen.
Fremdsprachendidaktik und Sprachlehrforschung verstehen sich deshalb auch als praxisorientierte Wissenschaften, deren Ziel es ist, über die Formulierungvon begründeten Handlungsempfehlungen zu einer Verbesserung derUnterrichtspraxis beizutragen“. Gleichzeitig hebt Grotjahn hervor, dass„eine direkte Ableitung von Handlungsempfehlungen aus den Resultaten empirischer Forschung“ nicht möglich
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sei, und dass deshalb die beiden eben genannten Disziplinen „keine reinen Erfahrungswissenschaften“ seien“.
Die Methoden des Fachsprachenunterrichts (besonders im Rahmen von DaF) sind auf die Ergebnisse der Fachsprachendidaktik angewiesen, die „curriculare Aufgaben mir Lernzielableitungen, Bestimmungen sprachlicher, strategischer, landeskundlicher und interkultureller Lerninhalte, Gewichtung der Fertigkeiten, Stoffauswahl und-anordnung, Erarbeitung von generellen Progressionsprinzipien“ als Aufgaben für den Fachsprachenunterricht übernimmt.Der Fachsprachenunterricht DaF ist also zwar Fremdsprachenunterricht und damitauf die allgemeine Fremdsprachendidaktik, die Fachdidaktik DaF und Methodik DaFangewiesen.
Das Weiteren spielen in dieser Hinsichtunterschiedliche, teilweise schwer erfassbare Einflussfaktoreneine wesentliche Rollein Bezug auf den fachbezogenen Unterricht DaF, wie z. B. die Vorstellung von Unterricht,die bei den Lernern vorhanden ist, Lehrmethoden, die die Lerner im Fremdsprachenunterrichtkennengelernt haben, kulturell bedingte oder individuell entwickelteLernmethoden sowie die besonderen Lehrmethoden des Faches selber .
-Fachbezogener Fremdsprachenunterricht hat es vor allem mehr oder weniger kompetenten Lernern zu tun, deren Motivationund Lerngewohnheiten sich vom schulischen Fremdsprachenunterricht unterscheiden;eine Einbeziehung der Methodik der Erwachsenenbildung wird daher notwendig“.
Als übergeordnetes Ziel der Fachsprachendidaktik, sowohl für die Muttersprache als auch für die Fremdsprache, gilt „die Befähigung zum Sprach- und Fachhandeln, d. h. die sprachliche Handlungsfähigkeit im Fach“.
Die oben dargestellte Besonderheit der Bedarfsorientierung beeinflusst ebenfalls die Auswahl der Lehr- und Lerninhalteund Lehrstoffe.
2.1. Zur Situation des fachsprachlischen Deutschunterrichts
Die Fachsprache ist also kein isoliertes System, sondern ein objektbezogener Sprachgebrauch. Dies gilt ebenso für die Fachsprache des Unterrichts:
Die Schulsprache ist, ebenso wie die Fachsprachen und die Nationalsprache Deutsch, kein einheitliches System, sondern ein Gemisch aus Registern und Varietäten, die je nach Kontext, Situation und Umfeld zur Anwendung kommen. Um in Schule und Gesellschaft erfolgreich zu sein, muss eine Person verschiedene Register kennen und
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verwenden können. Nach Abschluss der Schulkarriere müssen SchülerInnen in der Lage sein, verschiedene Textsorten und Sprachhandlungen zu erkennen, zu verstehen und Situationsangemessen zu verwenden, um an der Gesellschaft teilzuhaben und ihr Leben in dieser gestalten zu können.
Trotz der Vielzahl der vorliegenden Konzepte des Fachsprachenunterrichts lassen
sich aus didaktisch-methodischer Hinsicht vier Hauptströmungen des
Fachsprachenerwerbs 23 differenzieren, bei denen jeweils einer des folgenden Ansatzes
im Vordergrund steht:
„ sprachorientierte Konzepte,“ „lerner- und fertigkeitsorientierte Konzepte“, „ textorientierte Konzepte, bzw.“„ lernorientierte Konzepte „
„Einem sprachorientierten Konzept liegt die Unterscheidung von Fach- und
Gemeinsprachezugrunde. Die Behandlung des fachspezifischen Wortschatzes und die Beherrschung lexikalischer und grammatischer Strukturen der jeweiligen Fachsprache
stehen im Vordergrund und bestimmen die Textauswahl und Übungsformen.
EinVorteil dieses Konzepts besteht in der Überschaubarkeit und Systematisierbarkeit; es führt aber aufgrund methodischer Defizite zur einseitigen Beschäftigung mit
morphosyntaktischen Sprachmitteln“.
„Schwerpunkt eines lerner- und fertigkeitsorientierten Konzepts Dieses Konzept ist
Bedarfs- und zugleich fertigkeitsorientiert, Texte und Übungen werden aufgrund der Ziel- und Bedarfsanalysen konzipiert, und die konkreten Bedürfnisse der Lerner stehen im Vordergrund24“.
„Die textorientierten Konzepte betrachten den Fachtext als Ausgangspunkt, Ziel und Mittel ihres Ansatzes zugleich.
Die Auswahl der Texte orientiert sich auch hier an den konkreten Lernzielen und zukünftigen Berufssituationen der Lerner. Ein zentrales Problem ist jedoch dabei die
23Fluck, Hans-Rudiger : Bedarf, Ziele und Gegenstande fachsprachlicher Ausbildung.
In: Hoffmann, Lothar/ Kalverkamper, Hartwig/ Wiegand, HerbertErnst (Hg.): Fachsprachen. Ein internationales Handbuch zur Fachsprachenforschung und Terminologiewissenschaft. Berlin und New York: Walter
de Gruyter. 1998.S. 944-954.
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Frage der Auswahl der „richtigen“ Texte, es handelt sich jedoch dabei zunehmend um authentische Fachtexte25“.
„Die lernorientierten Konzepte sind relativ neu; sie resultieren aus der Kritik an
fremdbestimmtem Lernen und der oft rezeptiven Rolle des Lerners und plädieren für mehr Eigeninitiative seitens der Lerner, sogar bis hin zur Unterrichtsplanung. Die Eigenverantwortungdes Lerners und die Kooperation bringen natürlich einen Rollenwechsel mit sich, an den sich beide Seiten erst gewöhnen müssen26“
Man stellt daher die folgenden Hauptmerkmale eines Vermittlungskonzeptes der
fachbezogenen Fremdsprache im Unterschied zum allgemeinen
Fremdsprachenunterrichther aus:
Ziele und Inhalte des fachbezogenen Fremdsprachenunterrichts sind in besonders starkem Masse auf die konkreten Bedürfnisse der Lernenden hin ausgerichtet, dass das eine Erweiterung der beruflichenKompetenz bedeutet.
Fachbezogener Fremdsprachenunterricht setzt bei den Lernenden eine fachliche
Kompetenz, die mit Hilfe der Muttersprache – angewiesen. Für den Fachsprachenlehrer sollte mit dem fachlichen Umfeld der Lernenden zumindest in Grundzügen vertraut sein.
-Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen spezialisierte Kommunikationsbereiche mit einem Primar funktional bestimmten Sprachgebrauch, der in Fachtexten aktualisiert wird.
-Die Gestaltung und Vermittlung eines an fachlichen Bedarfs- und
Verwendungsprofilen orientierten Unterrichtsangebots mit seiner zentralen Fachtexte unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Fachsprachenlinguistik zu erfolgen.
-Die vier Hauptfertigkeiten werden im Hinblick auf eine berufszielspezifische Verwendungdifferenziert.
-Das Fachübersetzen wird im Rahmen der fachbezogenen Fremdsprachenausbildung als fünfte Sprachfertigkeit angesehen.
-Die Verbindung von Kommunikation mit Fachsprache bedingt spezifische Übungsformen und spezifische Kriterien der Fachtextauswahl und -verwendung“
25 Ebenda.