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Contrôle de la germination

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Academic year: 2021

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Texte intégral

(1)

Rhizoctonia im Kartoffelbau

Qualitätsmerkblatt

Keimhemmung bei Kartoffeln

Impressum

Herausgeber: swisspatat, 3001 Bern www.kartoffel.ch

Redaktion: Margot Visse, Agroscope - ULg ; Ruedi Schwaerzel, Brice Dupuis , Agroscope Abbildungen: M. Visse (1 et 3), M. Sardo (2c), Internet (2a et 2b)

Quellen: OFAG. Kontakte mit dem Handel. ARVALIS 2013. Stockage et conservation des pommes de terre / Quelle stratégie envisagée avec les différents produits anti-germinatifs ?, Les Essentiels d’ARVALIS, www.arvalis-infos.fr Layout und Druck: Agroscope, AGRIDEA © swisspatat 2017

Sorten der Schweizerischen

Sortenliste 2017 mittlere Dauer der Keimruhe

Agata kurz

Amandine kurz

Annabelle kurz

Jazzy kurz

Lady Christl kurz

Bintje mittel Challenger mittel Charlotte mittel Concordia mittel Erika mittel Gourmandine mittel Gwenne mittel Jelly mittel Kiebitz mittel

Lady Rosetta mittel

Laura mittel Marabel mittel Agria lang Celtiane lang Cheyenne lang Désirée lang Ditta lang Fontane lang Hermes lang Innovator lang

Lady Claire lang

Lady Felicia lang

Markies lang Panda lang Pirol lang Venezia lang Verdi lang Victoria lang Vitabella lang

Abbildung 2: Verschiedene Geräte zur Anwendung der Produkte

Tabelle 1: Einschätzung der Dauer der Keimruhe von Kartoffelsorten gemäss Versuchsdaten von Swisspatat - Agroscope

Keimhemmung bei Kartoffeln

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Dauer der Keimruhe bei Kartoffeln: - Die Sorte (Tabelle 1)

- Die Umweltbedingungen während dem Pflanzenwachstum

- Die Lagerungsbedingungen (für Sorten, die als Verarbeitungskartoffeln vorgese-hen sind, liegt die empfohlene Temperatur bei 8 °C. Für Sorten, die als Speise- kartoffeln vorgesehen sind zwischen 4 und 5 °C)

- Die Anwendung und Art keimhemmender Mittel vor oder während der Lagerung (wichtigste keimhemmende Produkte sind in Tabelle 3 dargestellt).

Anwendungsmethoden

Pulverisierung: Der Wirkstoff liegt in Form von Pulver vor und wird während der Lagerung auf die Kartoffeln zerstäubt. Vorteil dieser Methode ist, dass sie einfach umzusetzen ist und keine besondere Ausrüstung erfordert. Von Nachteil ist, dass die Verteilung nicht völlig homogen ist, was bei bestimmten Sorten zu Verbrennungen und erhöhter Konzentration von Rückständen in den Knollen führen kann.

Sprühen: Der Wirkstoff wird in gebrauchsfertiger Lösung oder nach Verdünnung mit einem geringen Wasservolumen vor oder während der Lagerung auf die Knollen gesprüht. Bei bestimmten Sprühgeräten (z.B. Mafex) erfolgt das Besprühen mit der ULV-Technik (Ultra Low Volume) nach demselben Prinzip wie beim klassischen Sprü-hen, wobei das Mittel homogener und mit geringerer Tröpfchengrösse verteilt wird. Kaltvernebelung: Der Wirkstoff liegt gebrauchsfertig oder zur Verdünnung vor. Das Produkt wird durch einen Strom komprimierter Luft vernebelt, der die Flüssigkeit in winzige Tröpfchen von einem Durchmesser von 5-50 Mikrometern zerkleinert. Die Kaltvernebelung erfolgt direkt im Lagerraum der Kartoffeln und erfordert mehrere Behandlungen in regelmässigen Abständen, z.B. mit einem Gerät des Typs Cycloma-tic (Abbildung 2a).

Heissvernebelung: Der Wirkstoff wird in gebrauchsfertig vorliegender Lösung oder nach Verdünnung mit einem geringen Wasservolumen direkt im Lagerraum durch einen Heissvernebler auf eine hohe Temperatur erhitzt und so als feine Tröpfchen zerstäubt. Die Behandlungen werden regelmässig wiederholt. Bestimmte ätherische Öle (z.B. Biox-M) erfordern den Einsatz eines Verneblers (z.B. Xeda, Abbil-dung 2b), dessen AnwenAbbil-dungstemperatur zwischen 175 und 190 °C liegt. Kaltverdunstung: Bestimmte Produkte auf Basis von ätherischen Ölen wie Biox-M können durch Verdunstung verteilt werden. Der Kaltvernebler (z.B. Xedavap, Abbildung 2c) leitet kontinuierlich geringe Mengen des Mittels auf eine Reihe von Platten. Ein über die Platten streichender Luftstrom führt zu einer fortlaufenden Verdunstung.

Kaltvernebelung mit Cyclomatic

(Quelle : www.mafex.nl) Electrofog XEDA (Quelle : Xeda) Xedavap (Quelle : Xeda) a b c

(2)

Wirkstof f Chlorpr opham (CIPC) Ethylen L-carvon

(Öl der Grünen Minze:

mentha spicata ) Maleinsäur ehydrazid (MH) Handelsname Verschiedene Handelsnamen Restrain Generator ® Biox-M ® verschiedene Handelsnamen Wirkungsweise

Präventiv: blockiert die Zellteilung und

hemmt die Keimung

Präventiv: verlangsamt das

Erscheinen der Keime und

der

en Längenwachstum

Präventiv und kurativ: zerstört die Keime

(V

erbr

ennungen)

Präventiv: hemmt die Zellteilung

Zeitpunkt der Markt- einführung in der Schweiz

In den 1960er -Jahr en 2010 2016 2012 Zulassungsinhaber des Wirkstof fs _ © Restrain Company Xeda Inter national _ V

ertrieb in der Schweiz

Agrarhandel Netagco Schweiz GmbH Andermatt Biocontr ol AG Agrarhandel Anwendungsmethoden*

Pulverisierung, Sprühen, Kalt- oder

Heissver

nebelung (Kombinationen möglich)

Begasung mit dem

Restrain-Generator

Heissver

nebelung mit XEDA Electr

ofog

(Dienstleistung) oder Kaltver

dunstung mit

Xedavap (V

ermietung)

Blattapplikation bei wachsenden Kultur

en im Feld

1. Behandlung

Vor

, zu Beginn oder währ

end der Lagerung,

je nach Anwendungsmethode

Bei Lagerbeginn, Narbenbildung und Stabilisierung der T

emperatur Ver nebelung: 1. Behandlung 6-20 T age nach der Er nte Ver dunstung: ab Lagerbeginn 2 bis 3 W

ochen vor der

Krautver

nichtung

(je nach Grösse und Sorte)

Häufigkeit oder

Anzahl Behandlungen

Eine oder mehr

er

e Behandlungen (je nach

Sorte, T

emperatur

, Anwendungsmethode

und Dauer der Lagerung)

kontinuierlich

Ver

nebelung: alle 3 oder 4 W

ochen

Ver

dunstung: kontinuierlich

Einmalig, kann aber mit der

Anwendung ander er keimhem -mender Pr odukte kombiniert wer den Pr oduktmenge pr o Behand

-lung (und Gesamtmenge für die ganze Lagerungsdauer)*

Pulver: 1 - 2 kg/t Sprühen: 75 - 1000 ml/t Kaltver

nebelung: 20 - 60 ml/t Heissver nebelung: 20 - 72 ml/t (max. 36 g/t insgesamt) 10 ppm im Lagerraum Ver nebelung: 90 ml/t (1. Anwendung) dann 30 ml/t/3 W ochen oder 45 ml/t/4 W ochen (max. 360 ml/t insgesamt) ; Ver dunstung: 2ml/t/T ag im 1. Monat dann 1 ml/t/T ag (insgesamt 240 ml/t für 7 Monate Lagerung bei 8 °C)

5 kg/ha oder 11 l/ha

ungefähr er Pr eis für das Mittel* 1.90 CHF/kg bzw . 4 bis 90 CHF/l je nach Pr odukt 10 CHF/kg Ethanol 92.50 bis CHF/l 37 CHF/kg oder 14 CHF/l ungefähr e Kosten pr o T onne Kartof feln* 3 bis 10 CHF

± 6.50 CHF/t (Ethanol + Gerät + Leistung + Steuer

n)

25 bis 38 CHF für Pr

odukt + Kosten für Dienst

-leistung (1 bis 3 CHF/t) oder Kosten für die

Miete von Xedavap (540 bis 800 CHF)

155.83 bis 186.90 CHF/ha

Tabelle 3:

Tabelle zum V

ergleich von verschiedenen, auf dem Schweizer Markt erhältlichen keimhemmenden Mitteln

© swisspatat

Figure

Tabelle 1:  Einschätzung der Dauer der Keimruhe von  Kartoffelsorten gemäss Versuchsdaten von   Swisspatat - Agroscope
Tabelle 3: Tabelle zum Vergleich von verschiedenen, auf dem Schweizer Markt erhältlichen keimhemmenden Mitteln  © swisspatat* nur Richtwerte und allgemeine Empfehlungen, Beratung durch Lieferanten

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