Freiburger «nd Malliser
Volkskalendev
1974
DIE KALENDER-UUD
LEIT5PRUCH FÜR DIEJAWDE 1974--1986
„ D I E UWR U N S E R E S L E B E N S IN D E R Z E I T IST U N S E R L E I B "
(PAPST PAUL H )
VOLKS KALENDER
PUR TREIBURG UND WALLIS 1 0 74-
ZUM GELEIT!
Mit einem eigenartigem Gefühl ums Herz herum schreibt der Kalendermann das Geleit- wort zum Volkskalender 1974, der in seinem 65. Jahrgang steht. Der Kalender hat also schon ein ganz schönes Alter erreicht, aber er ist doch noch ein paar Jahre jünger als der Kalendermann, der im Jahre 1974 in sein 70.
Lebensjahr eintritt.
Die Leser im Alter von 30 bis 100 Jahren werden einem 70jährigen Kalendermacher ganz gern zuhören, wenn er vom »Brattigmachen«
berichtet, aber vielleicht verzeihen ihm auch die »Teenagers« und die »Twens«, also die mehr als 10- und 20jährigen jungen Leute, wenn wenn er über den Kalender im allgemeinen und den Freiburger- und Walliser-Volkskalen- der im besonderen kurz berichtet.
Ein K a I e n d er darf nicht einseitig sein, er muß mindestens zweiseitig ausgerichtet sein. Das wußten schon die alten Römer. Sie verehrten am Anfang des Jahres den Gott Janus, nach dem der erste Monat Januar be- nannt ist. Dieser Gott wurde dargestellt mit einem Kopf, der zwei Gesichter aufwies, mit einem Gesicht sollte er angeblich in die Ver- gangenheit, mit dem anderen in die Zukunft schauen.
Vom V o l k s k a l e n d e r haben die Le- ser von jeher einen Teil verlangt, der über die nähere und fernere Vergangenheit berichtete, und einen anderen Teil, der einen Ausblick in die Zukunft bot.
Es will uns scheinen, als ob der heutige Kalenderleser von Jahr zu Jahr sich mehr für die Zukunftsschau interessiere. Nicht für schwindelhafte Horoskope, sondern für wis- senschaftlich begründete Zukunftsschauen für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre, für so- genannte prospektive Studien besteht eine große Nachfrage.
Aber auch unabhängig davon scheint es dem Kalendermann ungemein wertvoll, bereits festgeplante kirchliche und kulturelle Ereig- nisse in diesem Jahrgang vorzumerken, damit wir uns von langer Hand darauf vorbereiten.
Die K a l e n d e r - U h r . So kamen wir auch auf die Idee, eine Uhr zeichnen zu lassen, auf deren Zifferblatt wir nicht die nächsten zwölf Stunden, sondern die nächsten zwölf Jahre ablesen können. Das wirkt auf die Betrachter sehr verschieden. So wird der sieb- zigjährige Leser unwillkürlich denken: »Er- reiche ich noch das Jahr 1986?«, während der 15jährige Kollegistudent sich vielleicht freuen wird beim Gedanken: »1986 bin ich fertig mit dem Studium, dann bin ich schon Arzt!«
Eine zwölfjährige Teenagerin sieht sich viel- leicht 1982 als glückliche Frau und Mutter.
Mitten in diesen Grübeleien stieß der Ka- lendermann in einem Kipa-Bericht auf eine Ansprache von Papst Paul VI., in der ihn ein Ausspruch zutiefst bewegte: »Die Uhr unseres Lebens in der Zeit ist unser Leib.« Dieser kur- ze, aber inhaltsreiche Satz gab dem Kalender- mann Anlaß zu einer längeren Betrachtung, aus der wir den verehrten Lesern und Leserin- nen nur einige wenige Überlegungen mittei- len möchten:
Der M e n s c h ist von Gott zum Herrn der Zeit bestellt. Um über die Erde zu herrschen, muß er alles teilen und messen. Der Mensch teilte zuerst die Zeit von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang ein. Dann teilte er die Zeit, welche die Erde braucht, um sich um ihre Achse zu drehen, in 24 Teile, die 24 Stun- den. Wenn die Zifferblätter unserer Uhren nur bis 12 zeigen, dann ist das noch eine Er- innerung an die glückliche Zeit, da man die Tagesstunden zum Arbeiten brauchte und die Nachtstunden für die Ruhe hatte. Die moderne
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iindustrielle Entwicklung macht die Nacht im- mer mehr zum Tag.
Ohne U h r würde unser ganzes modernes Gesellschaftsleben zusammenbrechen. Aber wie steht es mit der Uhr für den einzelnen Menschen, für dich, lieber Leser, für mich?
Der Dichter J. G. Seidl schrieb ein Gedicht
»Die Uhr«. Darin beschreibt er nicht eine Ta- schenuhr aus Metall mit einer Stahlfeder als
»Unruhe«, sondern eine Uhr aus Fleisch, das Herz. Wenn das Herz des Menschen am Ende ist, dann ist auch seine Zeit zu Ende.
Genau das, nur mit anderen Worten als der Dichter, sagt auch der Papst: »Die Uhr un- seres Lebens in der Zeit ist unser Leib.«
Wir Menschen haben alle eine Lebensauf- gabe zu erfüllen, die alle unsere Kräfte bean- sprucht. Um sie zu erfüllen, müssen wir einen Zeitplan für die Zukunft aufstellen. Wir dür- fen aber dabei nicht nur auf die äußere Uhr, sondern müssen auch auf die innere Uhr, auf unser Herz, unsere Gesundheit schauen.
Als der Freiburger Professor Gustav Schnü- rer mit siebzig Jahren sich einer schweren Operation unterziehen mußte, sagte er zu dem Chirurgen Dr. Clément: »Der Heilige Vater Plus XI. will, daß ich mein Werk über .Kirche und Kultur im Mittelalter' vollende.« Der Chir- urg fragte: »Wie viele Jahre brauchen Sie noch dazu?« Schnürer antwortete: »Zehn Jah- re!« Hierauf erklärte Dr. Clément: »Ich will mein möglichstes tun!« Schnürer mit seinem Lebens- und Arbeitswillen und der Arzt mit seiner Kunst haben dem alternden Leib zehn Jahre abgerungen, das Werk wurde vollendet.
Der Kalendermann, der im Jahre 1974 das 70.
Jahr vollendet und sich anschickt, so Gott will, ins 8. Jahrzehnt einzutreten, kann weder einen ausdrücklichen Wunsch des Papstes oder des Bischofs auf Verlängerung seines Lebens vorweisen, er wagt also keine Zu- kunftsschau für sich, wohl aber für den Volks- kalender. Je mehr der Kalender das Leben des Freiburger- und Walliservolkes beobach- tet, um künftige Entwicklungen vorauszusagen, um so mehr werden die Leser nach dem »Ka- lender für Freiburg und Wallis« verlangen.
Mögen die Zeiger der Kalender-Uhr im Jahre 1974, überhaupt in den kommenden Jahren bis 1986 für Deutschfreiburg und Deutsch- wallis viele glückliche Ereignisse anzeigen!
Der Kalendermann Franz N e u w i r t h
JEDER MENSCH HAT SEINE ZEIT
Seine Uhr aber ist sein Herz.
Der Dichter Joh. Gabriel Seidl Der Komponist Carl Loewe haben das einmalig ausgedrückt.
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Ich tra-ge, wo ich ge-he, stets ei-ne Uhr bei
mir ; wie viel es ge - schla - gen ha - he,
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JEDES VOLK HAT SEINE ZEIT
Es muß sich auf zukünftige Gedenkjahre ver- gangener Großtaten durch neue vorbereiten:
1974 muß die Erneuerung der BV von 1874 begonnen werden.
1975 muß auch durch die Synode ein Heiliges Jahr werden.
1976 Das Gedenkjahr des Murtensieges mit den Waffen sollte die friedliche Einigung aller Eidgenossen bringen.
H983
Das Schweizervolk feiert die blankgeputzte Bundesverfassung 1874
Vor die Frage gestellt, die sogenannten Ausnahmeartikel aus der Bundesverfassung zu streichen oder sie beizubehalten, hat sich das Schweizervolk am 20. Mai dieses Jahres für die Entfernung dieser Bestimmung, die ihm in den Augen der Weltöffentlichkeit nicht gerade zur Zierde dienten, entschlossen.
Die Volksabstimmung gehört der Vergangen- heit an. Daher erübrigt es sich, nachträglich noch einmal den bewegten Verlauf der Ab- stimmungskämpfe zu schildern. Die Leiden- schaften, die bei diesem Anlaß zu Tage tra- ten, haben sich inzwischen gelegt.
Aber daß trotz aller loyalen Aufklärungs- arbeit, die geleistet wurde, und trotz der be- merkenswerten Einmütigkeit der amtlichen und sonstigen offiziellen Stellen zugunsten der Abschaffung von Artikel 51 und 52 das Abstimmungsergebnis eher mager ausfiel — die Auszählung ergab eine Mehrheit von knapp 55 °/o Ja-Stimmen — mahnt zum Auf- sehen.
Hat das Schweizervolk
eine unbewältigte Vergangenheit?
Die zum Teil heftigen und unsachlichen Auseinandersetzungen, die der Abstimmung vorausgingen, und die hohe Zahl von Nein- Stimmen in einigen Kantonen, wurden aus berufenem Munde mit Recht als Beweis da- für erklärt, daß im Schweizervolk noch Reste einer unbewältigten Vergangenheit vorhan- den sein müssen.
Wer heute diesen Ausdruck gebraucht, der denkt meist an Nationen, die innenpolitische Erschütterungen durchgemacht haben. Aber auch an Völker, die ein schweres Schicksal getroffen hat, dessen Nachwirkungen sich als Störfaktoren bis in die Gegenwart bemerk- bar machen. Manchmal nimmt das früher erlittene Übel auch äußerlich sichtbare For- men an, die dessen Fortdauer gewissermaßen
»verewigen«. Wer heute etwa Berlin besucht, dem wird bestimmt die in Trümmern liegende
+ + + + + + + + + + + +
1977 Der römische Prätor Asklepiodates hat vor 1600 Jahren an seinem Amtshaus in Sitten das Herrschaftszeichen Christi an- gebracht. Welches große Werk christli- cher Inspiration könnte der Walliser Sou- verän auf dieses Gedenkjahr vollbringen?
1978 Vor 400 Jahren wurde das Stadtbild Frei- burgs durch Merians Stiche im ganzen Abendland bekannt. Was kann das heu- tige Freiburg tun, damit sein Bild und seine Mission vermehrt zur Geltung kommt?
1979 Eine Urkunde aus 379 erwähnt bereits das Bestehen eines Bistums Martinach im Wallis. Wird die Synode des Bistums Sitten in die Geschichte als denkwürdig eingehen?
1980 Vor 400 Jahren kam der heilige Petrus Kanisius nach Freiburg. Für das Bistum und das Kanisius-Pressewerk ein Termin für eine gezielte Aktion.
1981 Im Jahre 1581 wurde Freiburg mit Solo- thurn auf den Rat von Bruder Klaus in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Der
Staat Freiburg bereitet sich schon auf dieses Jubiläum vor.
1982 Vor 100 Jahren gründete der »Eidgenös- sische Verein« das Presseorgan »Schwei- zerblätter«. Die neue konservative Rich- tung fand sowohl bei den Protestanten wie Katholiken Anklang und führte dann zur Gründung der katholischen konser- vativen Partei.
1983 Für das Wallis war die Fertigstellung des Simplontunnels vor 70 Jahren lebens- wichtig. Die Zukunft des Wallis hängt von weiteren Tunnelprojekten ab.
1984 Das Auftreten des Freiburger Staatsrates Georges Python als eidgenössischer Par- lamentarier war die Voraussetzung für die Schaffung der schweizerischen Uni- versität Freiburg. Wie wird sie 1984 da- stehen?
1985 Seit rund 100 Jahren wird in der Schweiz die politische Macht nicht mehr durch eine einzige Partei, sondern durch eine
»Fusion« mehrerer Parteien ausgeübt (Fusions-Staat). Diese Formel dürfte auch 1985 noch die beste sein!
3
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auffallen, ein Mahnmal, das die furchtbaren Kämpfe des zu Ende gehenden Dritten Reiches wach- hält. Den gleichen Dienst, wenn man so sagen darf, erweisen einer vergeßlichen Nachkom- menschaft die Ruinen des Heidelberger Schlosses, das beim Einfall der Franzosen in die Pfalz 1689, also vor bald dreihundert Jah- ren, zerstört wurde, ohne je wieder aufgebaut zu werden. So trifft der aufmerksame Beob- achter allenthalben auf Zeugen der Vergan- genheit, die den später Geborenen erzählen, was sich vor Zeiten an Schwerem zugetragen hat, dessen Folgen unter Umständen bis heute wirksam bleiben.
Wenn man aus geistiger Kurzsichtigkeit nur an jüngst vergangene Ereignisse, die sich im Zeitraum von 1939 bis 1945 abspielten, denkt, dann mag es überraschend klingen zu hören, daß die Schweiz, die seit langem von kriegerischen Ereignissen verschont blieb, ebenfalls eine »unbewältigte Vergangenheit«
haben soll. Und doch fiel dieses Wort anläß- lich der Abstimmungskämpfe vom Frühling 1973, weil es sich bei diesem Anlaß zeigte, daß die konfessionellen Gräben, die der Son- derbundskrieg (1847) vor mehr als hundert Jahren aufgerissen hatte, nicht zugeschüttet sind, sondern bloß notdürftig verdeckt. Aus dieser Tatsache konnten die Gegner der Je- suiten und der Klöster in ihren Flugblättern und Reden kräftig Kapital schlagen, indem sie immer wieder das Schreckgespenst des antidemokratischen und totalitären politi- schen Katholizismus an die Wand malten.
Mit solchen Drohungen ließ sich mancher Leser oder Zuhörer einschüchtern, wie es sich später, bei der Abgabe der Stimmzettel, zei- gen sollte. Wieso dieser »Umfall« bei so vie- len Bürgern, die sonst senkrecht im Leben stehen und ihren Mann im Alltag stellen?
Darüber könnten uns die Psychologen, die das menschliche Verhalten erforschen, Aus- kunft geben. Sie sprechen vom sogenannten
»Freund-Feind-Denken«, das sich darin äu- ßert, daß wir Menschen, um uns behaupten zu können, einen Gegensatz haben müssen, eben einen »Gegner«, einen wirklichen oder einen eingebildeten. Dieser Gegner wird dann leicht zum »Sündenbock«, auf den wir unsere Unlustgefühle übertragen, um sie dadurch
»abzuladen«. Darum wurde auch der Ab- stimmungskampf hauptsächlich mit Gefühls- gründen, statt mit Vernunftgründen geführt.
Das alles liegt hinter uns. Wenn wir trotz- dem darauf zurückkommen, dann deshalb, weil diese Abstimmung uns einen Spiegel vorhielt, in dem wir unser Charakterbild er-
kennen konnten. — Als die Gründer des schweizerischen Bundesstaates 1848 diese Ar- tikel in die Verfassung einfügten, dachten sie kaum daran, daß daraus, nach mehr als hun- dert Jahren, ein »Test« würde, der über un- sere nationale Eigenart Auskunft geben sollte.
Darum wurde auch der Abstimmungskampf und sein Ausgang von Ausländern mit In- teresse verfolgt.
Die Welt schaut auf das Schweizervolk Mit Hi'-v. i.is auf die internationalen Ab- machungen bezüglich der Menschenrechte versuchten jene Kreise, die für die Abschaf- fung der Ausnahmeartikel eintraten, dem Volke klar zu machen, daß wir mit unseren Ausnahmeartikeln einen Sonderfall darstel- len, der uns in den Augen der Weltöffentlich- keit keine Ehre einträgt. Auf dieses Argument gingen die Verfasser der gegnerischen Flug- blätter gar nicht ein; im Gegenteil, sie lie- ßen durchblicken, daß ihnen das Urteil aus- ländischer Beobachter völlig gleichgültig sei.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn jenseits der Grenzen sich eine wache Auf- merksamkeit bemerkbar machte, die beweist, daß sich die Schweiz nicht mehr einkapseln kann, um den Anschluß nach außen zu ver- meiden.
Die seit mehr als hundert Jahren in Rom erscheinende Zeitschrift der italienischen Je- suiten, »La Civiltà Cattolica«, die über erst- klassige Informationen und hervorragende Mitarbeiter verfügt — weshalb sie auch in den höchsten kirchlichen Kreisen gelesen wird —, widmete der Volksabstimmung vom 20. Mai einen Kommentar, der zu den besten gehört, die wir gelesen haben. Darin findet sich, gleich zu Anfang, der Hinweis auf die Tatsache, daß die Schweizer äußerst eifer- süchtig über ihre Freiheiten wachen und nicht leicht bereit seien, sie zugunsten einer internationalen Verbindung, etwa der EWG, einzuschränken. Um so merkwürdiger er- scheine es daher, wenn von Staats wegen eine kleine Minderheit aus religiösen Grün- den (!) in ihren Rechten behindert werde.
Nach dieser Einleitung, die den Eindruck,
den ein Ausländer von unseren inneren An-
gelegenheiten haben kann, treffend wieder-
gibt, kommt der Verfasser auf die verschie-
denen Gutachten zur Jesuitenfrage zu spre-
chen, von denen dasjenige des Zürcher Pro-
fessors W. Kägi das bekannteste, aber nicht
das einzige ist. Ein Professor der päpstlichen
Lateranuniversität, Mgr. Franco Biffi, hat
einen Aufsatz geschrieben. (Forts. S. 81)
Allgemeine Kalendernotizen 1974
Die zwölf Zeichen des Tierkreises:
Nördliche:
I.Widder 2. Zwillinge 3. Löwe 4. Stier 5. Krebs 6. Jungfr.
Südliche:
7. Waage 8. Schütz 9. Wasserm. 10. Skorpion H.Steinb. 12. Fische Beginn der Jahreszeiten:
Frühling: 21. März 1 . 0 7 - Sonne: Zeichen Widder - T a g u. Nacht gl.
Sommer: 21. Juni 1 9 . 3 8 - Sonne: Zeichen Krebs - Längster Tag Herbst: 23. Sept. 1 0 . 5 9 - Sonne: Zeichen Waage - T a g u. Nacht gl.
Winter: 22. Dez. 6 . 5 6 - Sonne: Zeichen Steinbock - Kürzester Tag Zwei Sonnenfinsternisse und zwei Mondfinsternisse:
Am 4. Juni eine teilweise Mondfinsternis, Eintritt des Mondes in den Kern- schatten der Erde 21.41, Austritt 5. Juni 0.47.
Am 20. Juni eine totale Sonnenfinsternis, bei uns nicht sichtbar.
Am 29. November eine totale Mondfinsternis, sichtbar in Nordamerika und Australien.
Am 13. Dezember eine teilweise Sonnenfinsternis, sichtbar in Irland, in Eu- ropa (Portugal und Irland).
Z U M K I R C H E N J A H R
KIRCHLICHER KALENDER — Bewegliche Feste: Aschermittwoch 27. Fe- bruar — Ostersonntag 14. April — Christi Himmelfahrt 23. Mai — Pfingst- sonntag 6. Juni — Erster Adventssonntag 1. Dezember
Kirchlich gebotene Feiertage: Alle Sonntage — Weihnachten — Neujahr — Christi Himmelfahrt — Maria Himmelfahrt — Allerheiligen — Unbefleckte Empfängnis Mariens.
Z u m H e i l i g e n - K a l e n d e r : Dieses Kalendarium will nicht dem K l e - r u s das liturgische Direktorium mit genauen Angaben für jeden Tag er- setzen, sondern hauptsächlich dem V o l k neben den heiligen Zeiten mög- lichst alle seine lieben Heiligen in Erinnerung rufen, auch wenn ihr Ge- denktag nicht mehr durch ein eigenes Fest oder Gedächtnis liturgisch ge- feiert wird. — Zu beachten: 1. Die Heiligen, deren Namen fett gedruckt sind, haben ein liturgisches Fest; gewöhnlicher Druck bedeutet Gedächt- nis. 2. Die rot gedruckten kirchlichen Festtage bedeuten staatlich aner- kannte Tage oder Arbeitsruhe.
Zum Fasten- und Abstinenzgebot:
1. Fasten- und Abstinenztage sind: Aschermittwoch und Karfreitag.
2. Das Fastengebot verpflichtet vom erfüllten 21. Lebensjahr bis zum Ein- tritt ins 60. Das Abstinenzgebot verpflichtet vom erfüllten 14. Jahr.
3. Die Buße und die Annahme des Kreuzes in der Nachfolge Christi ist ein
Gebot des Herrn und bleibt daher bestehen. Die schweizerischen Bischöfe
bringen deshalb ihren Gläubigen die Pflicht in Erinnerung, alle Freitage
des Jahres, vor allem aber die Fastenzeit zu Bußtagen zu gestalten, indem
sie Werke der Abtötung, der tätigen Nächstenliebe, der Frömmigkeit ver-
richten, wobei die Wahl des Bußwerkes dem einzelnen, der Familie oder
der Gemeinschaft überlassen wird.
Januar — Wetter- und Bauernregeln Ist der Januar gelind,
Lenz und Sommer fruchtbar sind.
Wenn Agnes (21.)
und Vinzentius (22.) kommen,
wird neuer Saft im Baum vernommen.
Gartenarbeit
Bei offenem Boden umgraben, Kompost- haufen umsetzen. Bäume und Sträucher schneiden und ausputzen. Moos und Flech- ten mit Obstbau m-Karbolineum entfernen.
Bäume und Sträucher werden mit Thomas- mehl gedüngt. Bei ungefrorenem Boden kann auch Gülle zugeführt werden. Wintergemüse im Keller nachsehen.
Hundert Jahre
Schweizerische Bundesverfassung Im Namen Gottes des Allmächtigen!
Die Schweizerische Eidgenossenschaft, in der Absicht, den Bund der Eidgenossen zu befestigen, die Einheit, Kraft und Ehre der schweizerischen Nation zu erhalten und zu fördern, hat nachstehende Bundesverfassung angenommen:
Art. 1 — Die durch gegenwärtigen Bund vereinigten Völkerschaften der zweiundzwan- zig souveränen Kantone, als: Zürich, Bern, Ljzern, Uri, Schwyz, Unterwaiden (ob und nid dem Wald), Glarus, Zug, Freiburg, So- lothurn, Basel (Stadt und Landschaft), Schaffhausen, Appenzell (beider Rhoden), St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf, bilden in ihrer Gesamtheit die schweizeri- sche Eidgenossenschaft.
Art, 2 — Der Bund hat zum Zweck: Behaup- tung der Unabhängigkeit des Vaterlandes gegen außen, Handhabung von Ruhe und Ordnung im Innern, Schutz der Freiheit und der Rechte der Eidgenossen und Beförde- rung ihrer gemeinsamen Wohlfahrt.
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die bequemen und zuverlässigen A U T O C A R S
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Freiburg
Tel. 037 2212 61 Bulle
Tel. 029 2 8010
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farbig und schwarz-weiß, Photo Benedikt Rast Lausannegasse 39, Freiburg
Ein Staatsrat muß nicht nur reden können
Der Freiburger Politiker Georges Python wurde eines Nachts durch Poltern an seiner Haustür geweckt. Er stand auf und sah eine Bäuerin, die ihn bat, sofort mit ihr zu kommen, die Kuh sei am Kalben, der Mann sei im Militär, sie habe sonst niemand. Python hatte gut re- den, er hätte so etwas noch nie gemacht. Die Bäuerin war so kategorisch,, daß er mitging. Nach zwei Stunden herkulischer Anstrengung hatte er Erfolg und kehrte tropfnaß in sein Haus zurück. Ja, nach der Meinung der Bauernfrau muß ein Staatsrat nicht nur schöne Re- den halten, sondern auch beim Kalben helfen können.
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1 Di Neujahr, Hochs, d. Gottesmutter 2 Mi Basilius
3 Do Odilo [F], Genoveva 4 Fr Marius von Lausanne [F]
5 Sa Telesphor
6 So Erscheinung des Herrn 7 Mo Raymund von Penafort 8 Di Severin, Laurentius Just.
9 Mi Julian
10 Do Gregor [F], Agathon 11 Fr Hyginus
12 Sa Ernst
13 So Taufe d. Herrn, 1. S. i. Jahreskr.
14 Mo Felix
15 Di Paulus, Maurus 16 Mi Marzell
17 Do Antonius
18 Fr Weltgebetsoktav, Beginn 19 Sa Marius und Martha
20 So 2. S. i. Jahreskr., Fab. u. Seb.
21 Mo Agnes, Meinrad 22 Di Vinzenz
23 Mi Raymund 24 Do Franz von Sales 25 Fr Pauli Bekehrung 26 Sa Timotheus und Titus
27 So 3. S. i. Jahreskr., Angela Mer.
28 Mo Thomas von Aquin 29 Di Valerius
30 Mi Martina
31 Do Johannes Bosco
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kalt starker
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kalt
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Regen
Regen
unbe- ständig Regen Wind
Schnee
Nebel
3 19.06
NOTIZEN Weltfriedenstag
Herz-Jesu-Freitag Herz-Mariä-Samstag
13.36
C 8.04
Weltgebetsoktav
© 12.02
Schluß d. Weltgebetsoktav
) 8.39
7
Februar — Wetter- und Bauernregeln Sankt Dorothée (6.)
watet gern im Schnee.
Februar Schnee und Regen, deutet an den göttlichen Segen.
Gartenarbeit
Arbeit des Januar fortsetzen. Wenn der Bo- den trocken ist, kann gesät werden: Erbsen, Kefen, Puffbohnen, Rübli, Kresse, Schnitt- lauch, Peterli usw. Aussaaten im Mistbeet:
Frühwirz, Lauch, Sellerie und Tomaten. Feh- lende Bäume und Sträucher in Baumschulen bestellen, ebenso Rosen.
An das Vaterland
»O mein Heimatland! O mein Vaterland!
Wie so innig, feurig lieb' ich dich!
Schönste Ros', ob jede mir verblich, Duftest noch an meinem öden Strand!
Als ich fern dir war, o Helvetia!
Faßte manchmal mich ein tiefes Leid;
Doch wie kehrte schnell es sich in Freud', Wenn ich einen deiner Söhne sah!
W e r f ich von mir einst dies mein Staub- gewand,
Beten will ich dann zu Gott, dem Herrn:
Lasse strahlen deinen schönsten Stern Nieder auf mein irdisch Vaterland!«
(Gottfried Keller)
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Der Schweizerflieger Mittelholzer
hatte in Disentis (Graubünden) eine kleine Villa, da wohnte er mit seiner Frau und einer Hausangestellten.
Eines Tages war ein ganz bedeutender Besuch zum Abendessen angemeldet. Frau Mittelholzer holte schon am Morgen das schöne Porzellanservice von Paris her- vor. Das Mädchen wusch das Geschirr und zerbrach den Suppentopf. Sie scheute sich, der Hausfrau ihr Unglück zu gestehen. Sie sagte dem Hausherrn, was passiert sei.
Mittelholzer hatte nicht nur ein Herz, er hatte auch ein — Flugzeug. Er nahm ein Stück vom Service und verschwand.
Nach einigen Stunden landete sein Flugzeug in Disentis
mit einem neuen Tafelservice. Er hatte den Flug Disen-
tis-Paris-Disentis gemacht, um einer Hausangestellten
ein Schuldkapitel zu ersparen.
^M
V/AR
1 Fr Severus
2 Sa Darstellung Jesu (Lichtmeß) 3 So 4. S. i. Jahreskr., Blasius 4 Mo Andreas Corsini
5 Di Agatha
6 Mi Japanische Märtyrer, Dorothea 7 Do Richard
8 Fr Hieronymus Arnllian!
9 Sa Apollonia
10 So 5. S. i. Jahreskr., Scholastik»
11 Mo U. L. Frau von Lourdes 12 Di Reginald
13 Mi Tomhilde
14 Do Cyrill und Method, Valentin 15 Fr Faustinus und Jovita 16 Sa Juliana
17 So 6. S. i. Jahreskr., Serviten 18 Mo Sirneon, Bernadette 19 Di Bonifaz von Lausanne 20 Mi Eleutherius
21 Do Petrus Damian, German 22 Fr Petri Stuhlfeier
23 Sa Polycarp
24 So 7. S. i. Jahreskr., Matthias 25 Mo Walburga, Willigis
26 Di Mechthild 27 Mi Aschermittwoch 28 Do Roman [F]
wr
H
*W Vt äs éL U.
j r j M
~'l cf.
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Je M JE k&
trüb Regen
Nabel Wind hell kalt trüb
Regen Schnee
hell
kalt Schnee kalter
Wind
hell kalt
froren schön Regen kalt
NOTIZEN Herz-Jesu-Freitag Herz-Mariä-Samstag
® 0.24
C 1.04
© 6.34
März — Wetter- und Bauernregeln Fürchte nicht den Schnee im März, drunter schlägt ein warmes Herz.
Ist Gertrude (17.) sonnig, wird's dem Gärtner wonnig.
Gartenarbeit
Aussaaten vom Februar nachholen. Gegen Monatsende werden Knoblauch, Schalotten und Steckzwiebeln gesteckt. Ins Freie sät man: Spinat, Schwarzwurzeln und Mangold.
Einige Sommerblumen wie Adonis, Fuchs- schwanz, Ringelblume, Reseda usw. kön- nen direkt ins freie Land gesät werden.
Ein großer Schweizer und Freiburger Georges Python
»Der Anwalt Georges Python aus dem klei- nen Dörfchen Montalban . . . war in unserem Jahrhundert wohl der bedeutendste dieser demokratischen Autokraten: Mit 25 Jahren Großrat, mit 30 Staatsrat und Erziehungs- direktor, hat dieser Erzkonservative mit dem Temperament eines Revolutionärs ein Men- schenalter lang — bis zu seinem Tod im Jahre 1927 — seinem heimatlichen Staats- wesen das Gepräge seiner Individualität auf- gedrückt, und auf den von ihm gewiesenen und gebahnten Pfaden hat sich so gut wie alles vollzogen, was in Freiburg seitdem ge- schehen ist.«
(Fritz R. Allemann in »25mal die Schweiz«)
Auch in warmen
Stiefeln für groß und klein führen wir eine
große und schöne Auswahl
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Regieren h e i ß t . . .
Der Kalendermann war einmal auf Seelsorge-Aushilfe in einem welschen Bauerndorf des Kantons Freiburg. Er hatte am Samstagabend noch viele Beichten gehört. In der Nacht erwachte er, geweckt durch Kieselsteinchen, die fortwährend an sein Fenster fielen. Er stand auf, öff- nete das Fenster. Vor der Pfarrhaustür waren mehrere Bauern, die riefen: »Il faut gouverner«. Der Kalender- mann dachte: das heißt auf deutsch: »Wir müssen re- gieren!« Als er nicht verstand, erklärten ihm die Bauern:
»Wir müssen das Vieh am Berg oben füttern, darum
müssen wir so früh in die Kirche!« Da ging dem Kalen-
dermann ein Licht auf: Regieren heißt sorgen, daß alle
Futter bekommen!
/AAR
vivrai i 1
1 Fr Albin
2 Sa Agnes, Heinrich Seuse 3 So 1. Fastensonntag
4 Mo Kasimir
5 Di Johannes vom Kreuz 6 Mi Colette [F]
7 Do Perpetua und Felizitas 8 Fr Johannes von Gott, Beata 9 Sa Franziska, Katharina 10 So 2. Fastensonntag, 40 Märtyrer
11 Mo Theresia 12 Di Maximilian 13 Mi Gerald, Rosina 14 Do Mathilde
15 Fr Klemens Hofbauer 16 Sa Heribert
17 So 3. Fastensonntag, Patrick 18 Mo Cyrill, Eduard
19 Di Josef, Bräutigam Mariens 20 Mi Irmgard
21 Do Philemon
22 Fr Katharina von Genua 23 Sa Turibius
24 So 4. Fastensonntag 25 Mo Ankündigung des Herrn 26 Di Ludger
27 Mi Frowin, Rupert 28 Do Johanna 29 Fr Eustachius 30 Sa Quirln
31 So 5. Fastensonntag
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kalt und
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NOTIZEN
} 19.03 Herz-Jesu-Freitag Herz-Mariä-Samstag
I. Quatemberwoche
® 11.03
f 20.15
» 22.24
5 2.44
11
April — Wetter- und Bauernregeln Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.
Ist die Karwoch hell und klar, gibt's ein gut' und fruchtbar' Jahr.
Gartenarbeit
Frühkartoffeln setzen, vor Nachtfrost schüt- zen. Säen: Radis, Mairettich, Salat, Küchen- kräuter. Abgehärtete Setzlinge aus dem Mistbeet können jetzt ausgepflanzt werden.
Tomaten, Lauch und Sellerie erst im Mai auspflanzen. Sommerflor ins Mistbeet aus- säen. (Astern, Phlox, Tagetes, Zinnia).
Ein großer Schweizer und Walliser Josef Escher
»Mit 27 Jahren trat Escher ins öffentliche Leben. Er wurde Stadtrat von Brig, dann Gemeindepräsident von Glis. 1915 wurde er in den Walliser Großen Rat gewählt und 1937 zog er als Staatsrat nach Sitten. Von 1925 bis zu seiner Wahl als Bundesrat — mit Ausnahme der Jahre als Staatsrat — vertrat er das Wallis im Nationalrat. . . . Als er Präsident des National rates war, erregte seine überragende Führung in der ganzen Schweiz Aufsehen und Bewunderung.
Spät, zu spät wurden Eschers Verdienste um Land und Volk gewürdigt. Als er in den Bundesrat zog, hätte ihm eher Ruhe gedient, als eine neue, große, schwere Lebensauf- gabe zu übernehmen . . . Im Bürgerbrief, den die Stadt Brig Bundesrat Escher übergab, steht geschrieben: ,Als unerschrockener und grundsatztreuer Politiker hat er seiner enge- ren und weiteren Heimat unermeßliche Dien- ste geleistet'.«
(Ludwig Arnold im »Walliser und Freiburger Volkskalender« 1956)
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Der zerstreute Professor
Jakob Lorenz, der bekannte Freiburger Universitätspro- fessor, bestieg eines Tages den Zug Bern — Freiburg.
Es war ein heißer Tag, er nickte ein. Als er erwachte, verließ der Zug gerade die Station Freiburg. So mußte er nach Lausanne weiterfahren. In Lausanne stand ein Zug in Gegenrichtung bereit. Lorenz stieg ein. Diesmal wagte er nicht zu schlafen. Als der Zug in Freiburg ein- fuhr, wollte Lorenz aussteigen, aber der Zug hielt nicht.
Man begreift, daß es nicht Segensworte waren, die er
aussprach, als er wieder an Freiburg vorbeifuhr. Erst
beim dritten Versuch, nach Freiburg zu gelangen, hatte
Professor Lorenz den gewünschten Erfolg. Nüt lugg lo,
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5 Fr Vinzenz Ferrerius 6 Sa Notker
7 So Palmsonntag
8 Mo Montag i. d. Hl. Woche 9 Di Dienstag i. d. Hl. Woche 10 Mi Mittwoch i. d. Hl. Woche 11 Do Hoher Donnerstag 12 Fr Karfreitag, Fasttag 13 Sa Karsamstag 14 So Ostersonntag 15 Mo Ostermontag
16 Di Osterdienstag, B. Labre 17 Mi Ostermittwoch, Anicet 18 Do Osterdonnerstag, Werner 19 Fr Osterfreitag, Leo
20 Sa Ostersamstag, Sulpiz 21 So 2. Ostersonntag, Weißer S.
22 Mo Soter und Kajus 23 Di Georg
24 Mi Fidelis von Sigmaringen 25 Do Markus
26 Fr Kletus 27 Sa Kanisius [F]
28 So 3. Ostersonntag, Montfort 29 Mo Katharina von Siena 30 Di Pius V.
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Mai — Wetter- und Bauernregeln Wenn sich naht Sankt Stanislaus (?),, rollen die Kartoffeln hinaus.
Erst wenn die kalte Sophie (15.) vorbei, ist der Frühling wieder frei.
Gartenarbeit
Erste Ernten von Salat, Spinat, Radis. Spät- gemüse aussäen. — Ab Mitte Mai können Höckerli und Stangenbohnen gesteckt wer- den. Nach Regen düngen. Hacken schafft den Wurzeln Luft. Unkraut und tierische Schädlinge bekämpfen. Bei Trockenheit gründlich gießen. Verblühte Zwiebelbeete abräumen und neu bepflanzen.
Die Stellung der Schweiz zur Religion
»Die Bundesverfassung beginnt, wie der Bundesvertrag von 1815, mit den Worten:
,lm Namen Gottes des Allmächtigen!' So ist die Einleitung der gegenwärtigen Verfas- sung noch ein Nachklang aus den Zeiten der Väter, die allen Segen noch von Gott erwarteten, sich nicht schämten, seine Vor- sehung und Macht öffentlich zu bekennen und auf den Knien vor ihm, dem Lenker der Schlachten, Kraft und Sieg zu erflehen. Soll dieses Wort nicht zum Aushängeschild die- nen, hinter dem sich der Unglaube birgt, so muß angenommen werden, die Eidgenossen- schaft habe auch 1874 in ihrem Verfassungs- werk authentisch erklären wollen, daß sie an der theistischen Grundlage festhalte, so- weit es ohne Verletzung der Gewissensfrei- heit geschehen könne. Darin liegt die sach- liche Bedeutung dieses Vorspruches. Eine absolute Indifferenz gegen die Religion in den Regierungsgrundsätzen im Sinne eines atheistischen Staatsgedankens würde dieser Einleitung Hohn sprechen.«
(Aus »Kirche und Staat in der Schweiz« von Dr. Ulrich Lampert, Professor an der Uni- versität Freiburg, S. 51)
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Recht auf Freiheit und
Der holländische Außenminister Joseph Luns ist ein Vor-
kämpfer der Freiheit der Völker. Er brachte es daher zum
Präsidenten der NATO, des nordatlantischen Sicherheits-
paktes zwischen Amerika und Westeuropa, er ist aber
auch sehr auf persönliche Freiheit bedacht. Als Luxem-
burgs Außenminister Schaus am Ende einer 18stündigen
Sitzung um vier Uhr morgens die nächste Sitzung auf 10
Uhr vormittags einberief, erklärte Minister Luns: »Ich muß
Ihnen mitteilen, daß der Außenminister des Königreichs
der Niederlande um 10 Uhr vormittags in seinem Bett
liegen, die zweite Schlafpille nehmen und an Sie denken
wird!« — Daraufhin wurde die Sitzung auf zwei Stunden
später anberaumt, weil auch ein Minister das Recht auf
Freiheit und Schlaf hat.
1 Mi Josef d. Arbeiter, Sigismund [W]
2 Do Athanasius, Wiborada 3 Fr Philipp und Jakobus 4 Sa Florian
5 So 4. Ostersonntag, Hilarius 6 Mo Valerian
7 Di Gisela
8 Mi Maria, Mittlerin der Gnaden 9 Do Beat
10 Fr Antoninus 11 Sa Mamertus
12 So 5. Ostersonntag, Nereus, Achill 13 Mo Servaz
14 Di Bonifaz 15 Mi Sophie
16 Do Johannes Nepomuk 17 Fr Pascal
18 Sa Johannes I., Erich
19 So 6. Ostersonntag, Cölestin 20 Mo Bernhardin
21 Di Hermann Josef 22 Mi Julia, Rita
23 Do Christi Himmelfahrt 24 Fr Esther
25 Sa Gregor VII., Beda, Magdalena 26 So 7. Ostersonntag, Philipp Neri 27 Mo Augustin v. C.
28 Di German, Bernhard v. M.
29 Mi Maximin
30 Do Felix, Ferdinand 31 Fr Petronilla
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Donner rauhes trübes
kühles
Wetter
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kalt
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Muttertag
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® 21.34
λ 14.03 II. Quatemberwoche
15
Juni — Wetter- und Bauernregeln Die erste Birn' bringt Margaret' (10.), drauf überall die Ernt' angeht.
Vier Tage vor und nach Sonnenwende zeigen die Witterung an bis Sommerende.
Gartenarbeit
Gemüsegarten fleißig hacken und düngen.
Wintergemüse pflanzen. Endivien gegen Mo- natsende säen. Mehltau an Rosen mit Schwe- felpräparaten bekämpfen. Knollen von ab- geblühten Hyazinthen, Tulpen und Narzis- sen im luftigen Keller eintrocknen lassen.
Zweijährige Blumen säen.
Gedanken
zur Revision der Bundesverfassung
»Eine Verfassung, die in den Augen ihrer Urheber das letzte Wort über die Beförde- rung der gemeinsamen Wohlfahrt spräche, müßte die Möglichkeit einer Totalrevision ausschließen. Daß die Bundesverfassung dies nicht tut, beweist immerhin einen ge- sunden geschichtlichen Blick unserer Vä- t e r . . . Wenn auch die Eidgenossenschaft formal sozusagen völlig durchsäkularisiert ist, so kommt doch die föderalistische Grund- struktur des eidgenössischen Staatsverban- des stärkstens d m entgegen, was nach ka- tholischem Staatsdenken dem ,bonum com- mune' förderlich ist. Es ist aber wohl wich- tig, daß man begreifen lerne, daß die Katho- liken nicht bloß deswegen Föderalisten sind, weil der Föderalismus tatsächlich eine Ga- rantie für das Eigenleben der katholischen Kantone ist und in der Vergangenheit der Zentralismus sich fast immer a u c h . . . im antikatholischem Sinne ausgewirkt hat. Wir sind Föderalisten, weil die Bejahung der eidgenössischen Staatsidee etwas anderes gar nicht zuläßt.«
(Oskar Bauhofer in »Eidgenossenschaft«, Benziger, S. 210 ff.)
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Der Sport erhält gesund
Erich M. Remarque, der Verfasser des Romans »Im We-
sten nichts Neues«, hat den Ersten Weltkrieg und den
Zweiten gesund überstanden. Als ihn ein Freund im Tes-
sin besuchte, äußerte er sein Erstaunen über die Vitali-
tät des Schriftstellers. Remarque nahm die Komplimente
gerührt entgegen und wollte als Revanche seinem Gast
das Geheimnis seiner Jugendlichkeit verraten: »Ja, mein
lieber Freund, das verdanke ich dem Sport — ich habe
nie einen betrieben, das hat mich so gesund erhalten!«
1 Sa 2 So 3 Mo 4 Di 5 Mi 6 Do 7 Fr 8 Sa 9 So 10 Mo 11 Di 12 Mi 13 Do 14 Fr 15 Sa 16 So 17 Mo 18 Di 19 Mi 20 Do 21 Fr 22 Sa 23 So 24 Mo 25 Di 26 Mi 27 Do 28 Fr 29 Sa 30 So
Pfingstvigil, Justin Pfingstsonntag
Pfingstmontag, Karl Luanga Franz Caracciola
Bonifaz Norbert
Gottlieb, Juliana Medardus
Dreifaltigkeitssonntag Maximus
Barnabas Johann S.
Fronleichnam, Anton Elisäus
Bernhard [W], Vitus 11. S. i. Jahreskr., Benno Gregor Barbarigo Markus und Marcell Romuald, Juliana Silverius
Herz-Jesu-Fest, Aloisius Unbeflektes Herz Maria 12. S. i. Jahreskr., Edeltraud Geburt Johannes des Täufers Wilhelm
Johann und Paul Cyrill v. A., Burkard Irenäus
Peter und Paul
13. S. i. Jahreskr., Rom. Märt.
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unbe- ständig Regen
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Herz-Jesu-Freitag
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17
Juli — Wetter- und Bauernregeln An Magdalena (22.) regnet's gern, weil sie weint' einst um den Herrn.
Scheint die Sonne am Jakobstag, schön ist dann der Korn-Ertrag.
Gartenarbeit
Tüchtig hacken, gießen und düngen. Raupen und anderes Ungeziefer bekämpfen. Man sät: Winterrettich, Endivien und Winterzwie- beln. Die Frühjahrsblüher wie Stiefmütter- chen und Vergißmeinnicht müssen jetzt ge- sät werden (immer gut feucht halten!). Erd- beeren, Johannisbeeren und Kirschen durch Vogelscheuchen schützen.
Christof Cosandey, deutschfreiburger Bischof in der Welschschweiz
Im Jahre 1882, also unter der Herrschaft der neuen Schweizerischen Bundesverfassung von 1874, wurde der Bürger einer kleinen deutschsprachigen Gemeinde, St. Silvester im Senseoberland, Bischof des Bistums von Genf und Lausanne. Prälat Pius Emmeneg- ger schrieb in seinem Buch: »Senseland«
von der Kapelle St. Silvester: »Sie schaut von hoher Warte aus ins Land, als wollten die St. Silvestler, was diesseits der Ärgera liegt, nie aus den Augen verlieren. Auch die Diesseitigen sollen nie vergessen, daß die St. Silvestler echte Sensler s i n d . . . Sie ha- ben unserer Diözese im hochverehrten lang- jährigen Regens des Diözesanseminars, Chri- stof Cosandey, 1882 den einzigen Bischof aus dem Senseland geschenkt. In Tschüprü fanden die Redemptoristen von 1824—1840 Zuflucht (Sie fielen auch unter das Jesuiten- verbot! Der Kalendermann). Ein talentierter Knabe aus der Pfarrei erat bei ihnen ein, der später in Rom hochangesehene Ordens- general Mauron.«
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Das Problem eines Universitätsprofessors
Franz Jostes gehörte zu den zwölf reichsdeutschen Uni- versitätsprofessoren, welche die katholische Universität Freiburg, Schweiz, wegen Differenzen mit Staatsrat Py- thon von heute auf morgen verließen. Der gescheite, große und schwere Mann ist längst gestorben. Von den Toten nichts als Gutes!
Was wir hier berichten, ist nichts Böses. Er gab einmal eine Vorlesung über Bestattungsformen der Germanen:
»Die alten Germanen pflegten ihre Leichen in Baum-
stämmen beizusetzen.« Er machte eine Pause, runzelte
seine Stirne und sagte nachdenklich: »Den Baumstamm
möchte ich sehen, in dem sie mich beigesetzt hätten!«
1 Mo Theobald
2 Di Maria Heimsuchung 3 Mi Thomas, Apostel
4 Do Elisabeth v. Portugal, Ulrich 5 Fr Anton Maria Z.
6 Sa Maria Goretti
7 So 14. S. i. Jahreskr., Willibald 8 Mo Kilian, Edgar
9 Di Veronika
10 Mi Amalia, Engelbert, Knud 11 Do Benedikt
12 Fr Wandregesil [F]
13 Sa Heinrich, Kunigunde 14 So 15. S. i. Jahreskr., Kamill
15 Mo Bonaventura
16 Di U. L. Frau v. Berge Karmel 17 Mi Irmgard
18 Do Friedrich 19 Fr Aurea 20 Sa Margareta
21 So 16. S. i. Jahreskr., Laurentius 22 Mo M. Magdalena
23 Di Brigitta, Apollinaris 24 Mi Luise [F], Christina 25 Do Jakobus, Apostel 26 Fr Joachim und Anna 27 Sa Berthold
28 So 17. S. !. Jahreskr., Viktor 29 Mo Martha, Beatrix 30 Di Petrus Chrysologus 31 Mi Ignatius von Loyola
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19
August — Wetter- und Bauernregeln
Gewitter um Bartholomä bringen Hagel gern und Schnee. Was der August nicht kocht, kann der September nicht braten. Ist's in den ersten Wochen heiß, bleibt der Winter lange weiß. Trockener Sommer, nasser Win- ter; umgekehrt wär's doch schlimmer.
Gartenarbeit
Ab Mitte Monat Winterspinat auf gut vorge- düngten Boden aussäen. Wintersalat kommt ins Gartenbeet oder Saatbeet. Ende Monat Gipfeltriebe bei Tomaten entfernen. Seiten- triebe bei Brombeeren entfernen, doch nicht vor Ende Monat. Bei trockenem Wetter flei- ßig hacken.
Pater Roh (1811—1872) Ein Walliser Jesuit
Am Vorabend des Festes Maria Himmelfahrt 1811 ist er in Conthey (Wallis) geboren. Der welsche Knabe kam zu den Jesuiten in Brig, trat in den Jesuitenorden din und wirkte als Professor in Luzern. In den Wirren des Son- derbundkrieges (1847) mußte er im Winter unter unsäglichen Mühen über die Alpen nach Italien fliehen. 1850 erhielt er den Auf- trag, in Deutschland Volksmissionen zu pre- digen. Während zwanzig Jahren hatte er in allen Gauen Deutschlands große Erfolge mit seinen Predigten, nur in sein Heimatland, Schweiz und Wallis, durfte er wegen des Jesuitenverbots der Bundesverfassung von 1848 nicht zurückkehren. Er arbeitete fast bis zum letzten Augenblick seines Lebens.
Berühmt wurde sein Ausspruch: »Den Him- mel verdiene ich nicht, aber in die Hölle komme ich auch nicht; denn da müßte ich ja Gott hassen und fluchen, und das kann ich nicht.« Im Maimonat 1872 starb Pater Roh infolge eines Schlaganfalls.
(Knabenbauer, »Erinnerungen an P. Roh«)
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Zur Frage der Geburtenregelung
Der berühmte englische Schriftsteller J. A. Cronin gab
den ärztlichen Beruf auf und widmete sich ganz der
Schriftstellerei. So war es unvermeidlich, daß er von
einem Reporter über das umstrittene Problem der Ge-
burtenbeschränkung befragt wurde. Cronin hielt mit sei-
ner Meinung nicht zurück: »Von mir dürfen Sie keine
unparteiliche Antwort erwarten, ich bin gegen jede Ge-
burtenbeschränkung — ich bin nämlich das fünfte Kind
in meiner Familie gewesen . . . «
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1 Do Alfons von Liguori 2 Fr Eusebius
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6 Di Christi Verklärung 7 Mi Sixtus, Kajetan 8 Do Dominikus 9 Fr Roman 10 Sa Laurentius
11 So 19. S. i. Jahreskr., Klara 12 Mo Anizet
13 Di Pontianus und Hippolyt 14 Mi Eberhard
15 Do Maria Himmelfahrt 16 Fr Theodul [W], Stefan 17 Sa Hyazinth
18 So 20. S. i. Jahreskr., Helene 19 Mo Johannes Eudes
20 Di Bernhard von Clairvaux 21 Mi Pius X.
22 Do Maria Königin 23 Fr Rosa von Lima
24 Sa Bartholomäus, Apostel 25 So 21. S. i. Jahreskr., Ludwig 26 Mo Kathedralweihe [F], Zephirin 27 Di Monika
28 Mi Augustinus
29 Do Johannes (Enthauptung) 30 Fr Amadeus [F], Garinus [W]
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September — Wetter- und Bauernregeln Wie sich 's Wetter
an Maria Geburt tut verhalten, so soll sieh's weiter
vier Wochen noch gestalten.
Wenn Matthäus (21.) weint statt lacht, er statt Wein uns Essig macht.
Gartenarbeit
Aussaat von Spinat, Nüßlisalat, Wintersalat und Winterkresse. Spätkabis und Kohl dün- gen. Tomaten zum Ausreifen an die Sonne legen. Im Obstgarten bei reichem Frucht- ansatz solide Stützen anbringen. Im Blumen- garten Stauden verpflanzen. Frühjahrsblüher an Ort und Stelle bringen. Weihnachts-Hya- zinthen eintopfen.
Alfons Roggo
Erster Deutschfreiburger im schweizerischen Ständerat
Im »Freiburger Volkskalender« darf im Ju- biläumsjahr der Schw. Bundesverfassung auch ein lebender Deutschfreiburger ehrend erwähnt werden, der es vom Dorfschullehrer zum Mitglied der schweizerischen Bundes- versammlung gebracht hat. 1898 geboren in Düdingen. 1917 Lehrer. 1920 Mittelschul- lehrerexamen. 1922 Sekundarlehrer in Ta- fers. 1926 Gründer des Heimatkundevereins.
1931 Sekretär des freiburgischen Gewerbe- verbandes. 1937 Direktor des kantonalen Büros für berufliche Ausbildung. 1939 Direk- tor des Kriegswirtschaftsamtes. 1941 Abtei- lungschef im kantonalen Departement für Handel und Industrie. 1951 Oberamtmann des Sensebezirks. 1956 in den Freiburger Staatsrat gewählt. Leitete das Sanitäts-, Po- lizei- und Fürsorgewesen. Am 3. Februar 1960 als Nachfolger des zum Bundesrat gewählten Jean Bourgknecht als erster Deutschfreiburger zum Ständerat gewählt.
Nach acht Jahren rastloser Tätigkeit als eidgenössischer Parlamentarier trat er im 70. Lebensjahr zurück, um jüngeren Kräften Platz zu machen.
(Vgl. Artikel »Alfons Roggo« in Bertschys
»237 Biografien«)
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Der nächste Kriminalroman
Die Verfasserin zahlreicher Krimis, Agatha Christie,
kehrte nach einer längeren Studienreise in den Nahen
Osten wieder nach London zurück. Da dies bekannt ge-
worden war, fanden sich einige Reporter auf dem Bahn-
hof ein und überfielen die Schriftstellerin mit ihren Fra-
gen. »Bitte, sagen Sie uns, wie Ihr nächster Kriminal-
roman heißen wird«, bestürmte sie ein besonders auf-
sässiger Reporter. Agatha Christie stellte ihm ihren Kof-
fer mit Wucht auf die Zehen und knurrte: Ȇberfall auf
dem Bahnsteig!«
1 So 22. S. i. Jahreskr., Verena 2 Mo Apollinaris [F], Stefan B.
3 Di Gregor 4 Mi Johanna A. [F]
5 Do Laurentius Justiniani 6 Fr Zacharias, Magnus 7 Sa Regina
8 So 23. S. i. Jahreskr., Maria Geburt 9 Mo Petrus Claver
10 Di Nikolaus v. Tolentino 11 Mi Felix und Regula
12 Do Ged. Maria Namen, Guido 13 Fr Johannes Chrys., Notburga 14 Sa Kreuzerhöhung
15 So 24. S. i. Jahreskr., 7 Schmerzen 16 Mo Korne!
17 Di Robert, Hildegard 18 Mi Irene
19 Do Januarius 20 Fr Fausta
21 Sa Matthäus, Apostel
22 So 25. S. i. Jahreskr., Moritz [W]
23 Mo Linus
24 Di Rupert, Gerhard 25 Mi Bruder Klaus 26 Do Kosmas und Damian 27 Fr Vinzenz von Paul 28 Sa Salonius [F], Wenzel
29 So 26. S. i. Jahreskr., Die Erzengel 30 Mo Urs u. Viktor, Hieronymus
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5 8.08
23
Oktober — Wetter- und Bauernregeln Mit Hedwig (16.) und Gallus ist das schöne Wetter bald us.
Ist der Oktober kalt,
macht er dem Raupenfraß halt.
Gartenarbeit
Es wird abgeräumt. Tomaten- und Lohnen- stickel versorgen. Gemüsebeete bereitstel- len. Gegen Monatsende werden Wurzelge- müse wie Randen, Rübli, Rettich und Boden- kohlrabi im Keller in Sand eingeschlagen.
Im Obstgarten ist Erntezeit. Alle Baum- stämme sauber reinigen, Leimgürtel anle- gen. Hyazinthen, Tulpen usw. pflanzen.
Ein Oberwalliser schweizerischer Staats- mann und Walliser Bischof
1465 ist im kleinen Walliserdorf Mühlebach bei Ernen ein Knabe geboren, dem es nicht in die Wiege gesungen wurde, daß er in Rom als Kardinal sterben würde. Matthäus Schiner war ein Mensch seiner Zeit, ein Renaissancemensch. Er sah die Wichtigkeit des bischöflichen Paßstaates und die militä- rische Kraft der Eidgenossen für das dama- lige Europa zwischen deutschem Kaiser und französischem König. Als Berater des Pap- stes Julius II. vertrat er die Idee des eini- gen Abendlandes unter dem Kaiser gegen die nationalen Bestrebungen des Königs von Frankreich. Nach der Vertreibung aus dem Wallis durch Supersaxo wirkte Schiner wei- ter im Dienste der kaiserlichen Diplomatie.
1521 hatte er noch auf dem Wormser Reichs- tag gegen die Reformation gewirkt, 1522 starb er am 1. Oktober in Rom.
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Wach, wacher, am wachsten
Marschall Foch, der französische Generalissimus im Er- sten Weltkrieg, erklärte einmal in einer angeregten Of- fiziersgesellschaft: »Ich brauche unbedingt jede Nacht acht Stunden Schlaf.« Da meinte ein Divisionsgeneral:
»Ich komme mit fünf Stunden Schlaf aus!« Marschall
Foch wandte sich nun freundlich dem Divisionär zu und
sagte: »Mein Lieber, das ist durchaus möglich, daß Sie
mit fünf Stunden Schlaf genug haben, ich brauche meine
acht Stunden; aber wenn i c h wach bin, bin ich auch
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6 So 27. S. i. Jahreskr., Maria v. R.
7 Mo Markus 8 Di Nestor
9 Mi Dionysius, Johann Leonardi 10 Do Franz Borgia
11 Fr Ämilian
12 Sa Kathedralweihe [W]
13 So 28. S. i. Jahreskr., Eduard 14 Mo Calixt, Burkhard
15 Di Theresia von Avila
16 Mi Gallus, Hedwig, Margarets 17 Do Ignatius von Antiochien 18 Fr Lukas
19 Sa Paul vom Kreuz, IsaakJ.
20 So 29. S. i. Jahreskr., Wendelin 21 Mo Ursula
22 Di Kordula
23 Mi Johannes Kapistran 24 Do Anton Maria Ciaret 25 Fr Chrysanth und Daria 26 Sa Rogatian
27 So 30. S. i. Jahreskr., Frumentius 28 Mo Simon und Judas
29 Di Hermelindis 30 Mi Alfons Rodriguez 31 Do Wolfgang
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November — Wetter- und Bauernregeln An Allerheiligen Sonnenschein, tritt der Nachsommer ein.
Ist der November kalt und klar, ist trüb und mild der Januar.
Gartenarbeit
Kabis und Wirz in Einschlag bringen. Ge- müsebeete umgraben. Dahlien- und Gla- diolenknollen ausheben; im frostfreien, luf- tigen Keller überwintern lassen. Lilien und Maiblumen können jetzt noch gepflanzt wer- den. Beerensträucher und Erdbeeren mit Dünger belegen, Rosen eindecken, Blumen- garten reinigen.
Ein Deutschfreiburger Bischofsvikar H. H. Pfarrer Josef Bertschy, Düdingen Die Deutschfreiburgische Arbeitsgemein- schaft, die unter Dr. Peter Böschung, Fla- matt, so viel für die sprachliche Minderheit im Kanton getan hat, hatte stets auch ein wachsames Auge auf dieses Problem im Bistum. In Nr. 22 berichtete das Mitteilungs- blatt:
»Diözesanbischof, Herr Pierre Mamie, (er- nannte) den Pfarrer von Düdingen, Herrn Josef Bertschy, zum Bischofsvikar für den deutschen Kantonsteil und die deutschspra- chigen Missionen des ganzen Bistums. Wir wünschen unserem Mitglied zu diesem ho- hen und verantwortungsreichen Amt Glück, Gesundheit und Gottes Segen. Auch hat der Bischof für die deutschsprachige Seelsorge des Bistums einen besonderen Seelsorgerat eingesetzt. Dem hochwürdigen Herrn Bischof danken wir für das Verständnis, das er der sprachlichen Minderheit mit der Erfüllung dieser selbstverständlichen Wünsche entge- genbringt.«
Dr. Peter Böschung
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Pérolles 11-13 T e l . 037 22 28 29
Für die Festtage sind RASTKARTEN das Richtige Farbige und Schwarz-Weiß- Karten in großer Auswahl
Der Unterschied zwischen Mensch und Computer
Der Erfinder der Elektronengehirne, Norbert Wiener,
führte einen jungen Journalisten durch das Technologi-
sche Institut in Boston. Der junge Mann war von den
Maschinen, die nach einem Druck auf den Knopf die
schwierigsten Aufgaben lösen konnten, außerordentlich
beeindruckt. Vor einem Roboter, der ein Wunder der
Technik war, fragte der Journalist den Gelehrten: »Diese
Maschine kann wirklich alles?« Da antwortete Professor
Wiener: »Dieser Roboter kann allerhand, aber eines
kann er nie t u n . . . er kann nie sagen: Ich hab die Nase
voll, jetzt mache ich Ferien!«
1 Fr Allerheiligen 2 Sa Allerseelen
3 So 31. S. i. Jahreskr., Martin Por.
4 Mo Karl Borromäus
5 Di Zacharias und Elisabeth 6 Mi Protasius [F], Leonhard 7 Do Engelbert
8 Fr Gottfried
9 Sa Lateran-Kirchweih, Theodor 10 So 32. S. i. Jahreskr., Leo 11 Mo Martin von Tours 12 Di Josaphat
13 Mi Stanislaus Kostka 14 Do Jukundus
15 Fr Albert, Leopold, Fintan 16 Sa Gertrud, Florin
17 So 33. S. i. Jahreskr.
18 Mo Kirchweih St. Peter und Paul 19 Di Elisabeth
20 Mi Felix
21 Do Maria Opferung 22 Fr Cäcilia
23 Sa Klemens, Kolumban
24 So Christkönig, letzt. S. i. Jahreskr.
25 Mo Katharina von A.
26 Di Konrad und Gebhard 27 Mi Virgil
28 Do Kreszenz 29 Fr Saturnin 30 Sa Andreas, Apostel
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Regen
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NOTIZEN Herz-Jesu-Freitag Herz-Mariä-Samstag
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@ 16.10
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Dezember — Wetter- und Bauernregeln Dezember veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind.
Christnacht klar, gutes Jahr.
Gartenarbeit
Nach Möglichkeit umgraben und die Erde in groben Schollen liegen lassen. Garten- werkzeuge gut einfetten, um vor Rost zu schützen. Obstbäume wieder putzen und Un- geziefer-Bekämpfung fortsetzen. — Gute Gartenbücher lesen! Es kann nie ausgelernt werden! Alle Arbeit Gott befehlen.
Ein Oberwalliser Gelehrter
wirkt für die Schweiz und Kirche von morgen Professor Dr. Bernhard Schnyder, Sohn von alt Staatsrat Schnyder, Brig, doziert an der katholischen Universität Freiburg neben Pro- fessor Jäggi schweizerisches Zivilrecht.
Als die Schweizer Bischöfe gemäß der Vor- schrift des Vatikanischen Konzils an die Abhaltung einer Synode in der Schweiz her- antraten, wurden sie auf den hervorragenden jungen Juristen Dr. Bernhard Schnyder auf- merksam gemacht. Infolge seiner Kennt- nisse sowohl im schweizerischen wie im ka- nonischen Recht war er in der Lage, ein Rahmenstatut zu entwerfen, das sowohl die Eigenart der verschiedenen Bistümer in der Schweiz berücksichtigt, als auch die Not- wendigkeit der Einheit der katholischen Kir- che der Schweiz in Sachen des Glaubens und der Sitte zu garantieren.
Dank des ausgewogenen Balance-Systems der Diözesansynoden und der Gesamtschwei- zerischen Synode können die Sessionen trotz mancher Meinungsverschiedenheiten ihre Arbeiten erledigen.
Professor Bernhard Schnyder hat einen Ruf an die größere Universität Basel abgelehnt.
Er ist so der katholischen Universität Frei- burg und der katholischen akademischen Ju- gend, der katholischen Schweiz von morgen, treu geblieben.
Landwirtschaftliche Genossenschaft des Sensebezirks 3186 Düdingen
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— Getreidezentrum in Schmitten
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Schmitten Tafers St. Ursen Wengliswil
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Einer trage des andern Last
Bundesrat Philipp Etter wollte einmal ein paar Tage in einem bescheidenen Gasthof verbringen. Der Zug hielt in der kleinen Station an. Ein Herr mit einem Rucksack und ein Fräulein mit einem ziemlich großen Koffer stie- gen aus. Es galt noch eine halbe Stunde aufwärts zu ge- hen. Der Herr sagte dem Fräulein: »Geben Sie mir nur Ihr Köfferli.« Der Herr schwitzte reichlich, denn er hatte neben dem Rucksack noch 60 Jahre auf dem Buckel und dazu den Koffer in der Hand. Endlich kamen die beiden vor dem Gasthof an. Das Mädchen bedankte sich höflich.
Beim Abendessen trafen sich die beiden wieder. Als
Serviertochter bediente sie den freundlichen Kofferträ-
ger. Die Wirtin kam herzu und sagte: »Bedienen Sie den
Herrn sehr gut; es ist Bundesrat Etter!«
1 So 1. Adventsonntag 2 Mo Bibiana
3 Di Franz Xaver
4 Mi Johannes Damaszenus, Barbara 5 Do Labbas
6 Fr Nikolaus 7 Sa Ambrosius
8 So Unbefleckte Empf., 2. Adv.-S.
9 Mo Valeria 10 Di Melchiades 11 Mi Damasus
12 Do Johanna von Chantal 13 Fr Luzia, Jost, Odilia 14 Sa Johannes vom Kreuz 15 So 3. Adventsonntag 16 Mo Adelheid [F]
17 Di Lazarus 18 Mi Gratian 19 Do Urbar, V.
20 Fr Eugen 21 Sa Severin
22 So 4. Adventsonntag 23 Mo Viktoria
24 Di Heiliger Abend
25 Mi Heiliges Weihnachtsfest 26 Do Stephanus
27 Fr Johannes Evangelist 28 Sa Unschuldige Kinder
29 So So. i. d. Oktav, Heilige Familie 30 Mo Luitberga
31 Di Silvester
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trüb
Regen und Schnee
hart
froren
Regen
sehr
kalt
sehr
kalt
N O T I Z E N
IV. Q u a t e m b e r w o c h e
C 11-10 H e r z - J e s u - F r e i t a g
Herz-Mariä-Samstag
17.25
Z 20.43
4.51
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