Planification de la sélection
ORGANISATIONSMODELLE
FUR DIE POPULATIONSGENETISCH ORIENTIERTEZÜCHTUNGSWEISE
H. MOMM. Universität
Hohenheim, 1·achgvuppe Tierhaltung
undTierzüchtung, Abteilung Tierzüchtung : 7 ooo Stuttgart-Hohenheim,
BRD.
Es werden
prinzipiell
zwei Bereiche unterschieden :1.
Züchtungshetrieb
6zm.Züchtungsunternehmen.
Der
Züchtungsbetrieb
wird als Produktionsbetriehgesehen,
der imGegensatz
zum Verbands-betrieb der herkömmlichen
Züchtervereinigung
steht. Esliegen
die einen Produktionsbetrieb charakterisierenden KernfunktionenBeschaffung,
Produktion(= Züchtungsprozess)
und Absatzvor.
2.
Zuchttierha(tung
Die
Zuchttierhaltung
umfasst den Unternehmens-bzw.Eigentumsbereich,
innerhalb dessen über dieZuchttierpopulation
bzw. Teile davonverfügt
wird. Bei derZuchttierhaltung
treten inder
Regel
die weiblichen Tiere inVordergrund.
Ferner werden drei
Grundgebilde
alsIntegrationsformen
zwischenZüchtungsbetrieb
undZuchttierhaltung definiert,
die innerhalb einesZüchtungsunternehmens
nebeneinander auf- treten können :Integrationsform
I =Züchtungsbetrieb
beieigener Zuchttierhaltung.
Integrationsform
II =Züchtungsbetrieb
beieinzelve.rtraglich gebundener
Zuchttierhal-tung.
Integrationsform
III= Züchtungsbetrieb
bei statutarisch bzw.gesellschaftsvertraglich gebundener Zuchttierhaltung.
Bei der Wahl der Rechtsformen ist zu
beachten,
dass diepopulationsgenetische Züchtungsar-
beit bei allen Tierarten relativ hohe
ICapitalaufwendungen
erfordert. Es sind unter anderem die im industriellen undgewerblichen
Bereich üblichen Rechtsformen anzustreben. Bei derBestimmung günstiger
Rechtsformen für dieIntegrationsform
III(Gemeinschaftsunternehmen
von Zucht-tierhaltern)
sindfolgende Gesichtspunkte
zu beachten :1. Vorhandensein einer
körperschaftlichen Verfassung
undeigenen Rechtspersönlichkeit.
2.
Günstige Möglichkeiten
derKapitalbeschaffung
undWahrung
der Kontinuität des Ges-chäftskapitals.
3.
Günstige Voraussetzungen
zurGestaltung
derMitgliederbeziehungen
undMitglieder
selektion.
4. Vorteile bei der
Kompetenzenverteilung
auf dieUnternehmensorgane.
STAATLICHE MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG
DER
POPULATIONSGENETISCHEN ZÜCHTUNGSARBEIT
H. HÄDICKE. Universität
Hohenheim, Fachgruppe Tierhaltun.g
undTierzüchtung, Abteilung Tierzüchtung,
700oStuttgart-Hohenheim,
BRD.Zur
Förderung
der tierischen Produktiongreift
der Staat in vieleneuropäischen
Ländernmehr oder
weniger regelnd
in dieTierzüchtung
ein. BeiVorliegen
einerpopulationsgenetisch ausgerichteten Zuchtplanung haben sich die staatlichen Förderungsmassnahmen
diesen Gege-
benheiten anzupassen.
Beschränkt sich der Staat auf die
Förderung
vonprivaten
Initiativen bzw.Organisationen,
sollte ein fundiertes
Anerkennungswesen
fürZüchtungsorganisationen geschaffen
werden. Beider
Anerkennung
sind zunächst zuberücksichtigen :
1. Das Vorhandensein eines
funktionsfähigen Züchtungsbetriebs (vergleiche
BerichtNlomm)
bzw. die
Möglichkeit
einen solchen zu schaffen.2. Das Nichtvorhandensein von
Wettbewerhsbescbränkungen.
Ferner sind im Rahmen der
Anerkennung
im einzelnen auffolgenden
Gebieten Richtlinien vorzusehen :1. Für die züchterische
Registrierung
der zurZüchtung
verwendeten Tiere bzw. für den Herkunftsnachweis vonZuchtprodukten.
2. Für die
Leistungsprüfung.
3. Für die technische
Durchführung
der künstlichenBesamung.
4. Für die
Züchtungsarbeit
im engeren Sinne(Zuchtwertschätzung, Selektion, Anpaarung, Einkreuzung)
bzw. für dieDurchführung
vonPrüfungen
fürZuchtprodukte (e
Warentestsn)
5. Für den Absatz von Zuchttieren und
Zuchtprodukten
an dieNutztierhaltung.
Wenn der Staat selbst
züchtet, erübrigt
sich dieSchaffung
einesAnerkennungswesens
fürZüchtungsorganisationen,
da alleFörderungsmassnahmen
direkt innerhalb des Staatsunter- nehmens zumTragen
kommen. Trotzdem muss sich der Staat Richtliniengehen,
nach denener die
Züchtung
voranzutreibengedenkt.
Diese Richtlinien müssten in ihrenGrundzügen
dengenannten Förderungsprinzipien entsprechen.
Die
Verwirklichung populationsgenetisch ausgerichteter Organisationsgebilde
bei einerangepassten Förderungsform bringt
mitsich,
dass herkömmlicheFörderungsmassnahmen (z.
B.Körungen) hinfällig
werden.MODELLRECHNUNGEN
ZURERMITTLUNG
OPTIMALERPRÜFUNGS-
UNDSELEKTIONSSYSTEME
FURREINZUCHTPOPULATIONEN
BEIMSCHWEIN.
H. HAUSSMAN. Univevsität
Hohenheim, Fachgvup!e Tierhaltung und Tierzüchtung, Abteilung Tierzüchtung,
7000 Stuttgart-Hohenheim,
BRD.
Mit Hilfe der von RENDEL und RosFβTSON
(1950,
J. ofGenetics) angegebene
Formel wurde für verschiedeneSelektionssysteme
derSelektionserfolg
pro Jahr berechnet. DieSelektionssys-
teme
ergeben
sich aus der Kombinationfolgender Faktoren,
die bei denBerechnungen
einzeln variiert wurden :1.
lli,üftingssystem:
Eber :
a) Eigenleistungsprüfung
in der Station.b) Eigenleistungs-
undVollgeschwisterprüfung.
Sauen :
Eigenleistungs-
undVollgeschwisterprüfung
im Feld.2. Zuchtstruktur:
a) Populationsgrösse.
b)
Eber : Sauen-Verhältnis.c)
Zahl der Eber zur Nachzucht von Ebern.d) Prüfungskapazität
der Station.e
)Anteil
derSauen,
die im Feldgeprüft
werden.f)
Zahl der männlichenVollgeschwister,
die zurPrüfungsstation
kommen.g) Nutzungsdauer
der Zuchttiere. Die männlichen und weiblichen Elterntiere wurden ininsgesamt
6Gruppen aufgeteilt
und dieNutzungsdauer
dieserGruppen
einzeln variiert.Die